Forschungsschwerpunkt Architektur


Vergangenheit und Zukunft in der Organisationsarchitektur

Auch wenn häufig der Eindruck entsteht, in den letzten Jahrzehnten hätte sich kaum etwas im Prozessmanagement verändert, der Schein trügt. Zwar ist die Idee, ein Unternehmen oder eine Organisation architektonisch zu gestalten vielen Menschen noch eher fremd. Dennoch ist es heute danke moderner Methoden und psychosozialer Erkenntnisse möglich, Unternehmen weit effizienter und strategiebezogener zu gestalten, als man dies auch heute noch teils an den Universitäten lehrt.

So gelten heute eine Reihe an Paradigmen schon als längst überholt, obwohl sie noch regen Einsatz finden. Der Grund hierfür ist liegt meist in der Unwissenheit und leider auch oft im Nicht-Wissen-Wollen. Letzteres ist oft durch den Wunsch geleitet, besser keine Transparenz zu schaffen. Denn mit Transparenz ist auch immer die Kritik anderer verbunden. Kann ich mich mental oder politisch dagegen nicht abgrenzen, versuche ich explizit - und in diesem Falll pragmatisch  -Intransparenz zu schaffen.

 

Neue Methoden

Designt man heute ein Unternehmen professionell, ist dies im ersten Moment eine strategische Frage: Wohin möchte ich, warum, auf welchem Weg, was sind Mission und Vision und welche Risiken gibt es eigentlich?

Im nächsten Schritt strukturiere ich das Unternehmen in Perspektiven und prüfe diese auf deren Interaktionen, sowohl operativ als auch strategisch. Ab diesem Zeitpunkt untergliedere ich die Gesamtstruktur in Ebenen. Es beginnt oben mit der Strategie, es folgt die taktische Ebene, dann der Leitstand und so weiter.

Wichtig ist heute auch die Überlegung, ob ich überhaupt noch Bereiche und Abteilungen aufbaue - oder mich nicht von vorn herein für ein eher projektbasiertes Unternehmen entscheide. Letzteres ist psychologisch von großem Vorteil, weil sich das Unternehmen hierdurch im kontinuierlichen Wandel befindet und nicht mehr vor der großen Hürde eines Change-Projektes wiederfinden wird.

Wesentlich ist dabei die hohe Modularisierung des Unternehmen. Diese Aufgliederung geschieht heutzutage durch Plattformen. Es handelt sich um - für sich betrachtet - in sich autarke Module, die auf einem gemeisamen Bus-System andocken. Dies gilt sowohl strukturell, prozessual als auch informationstechnologisch.

 

Forschungsperspektiven

Unsere Forschung hat zum Ziel, die vorhandenen Modelle und Methoden weiter auszubauen. Zudem interferieren Themen wie Hierarchieabbau, Unternehmensbaukasten und alternative Führungsformen und werden entsprechend erörtert und erprobt.