ZEN und Management

Hier und jetzt



Management als Krankheitsform

Das wesentliche Merkmal heutigen Managements ist das Erreichen des Gipfels menschlicher Unreife und Unfreiheit. Der Manager ist von sich derart entfremdet, ähnlich wie der Politiker, - aus pathologischer Sicht persönlichkeitsgestört - dass er die letzte Instanz dieser Welt sein sollte, um irgendwelche Entscheidungen zu treffen.

 

Dabei geht es nicht darum, ihn zu verurteilen, denn meist - wenn nicht sogar immer - liegt die Ursache für diese Störungen in der erfahrenen Lieblosigkeit in der eigenen Kindheit. Genau diese ist es, die getriebeartige Organisationen schafft, in denen der Mensch nicht sein gewaltiges individuelles Potenzial entfalten kann sondern zu funktionieren hat. Voraussetzung für ein Funktionierendürfen ist die Manifestation derselben Geistesstörungen seines Umfeldes. Damit stellt die Managerkarriere immer eine persönliche Primitivierung und Rückentwicklung dar.

 

Der einzige Ausweg für den Menanger in dieser Abwärtsspirale ist das derart heftige Aufschlagen auf dem Grund seines selbstgeschaffenen Fallturms, dass er das Krankhafte erkennen kann und er sich dann auch noch davon zu befreien vermag. Diese Befreiung besteht in der Suche, dem Finden und Werden des eigenen Selbst/ Wesens.

Weg der Gesundung

ZEN ist dabei nur ein Weg, der dem Manager nicht nur helfen kann, nach dem Aufprall die Reise zum Selbst anzutreten. Es kann auch weit vorher in das Leben integriert werden, um gar nicht erst zu fallen.

 

Anders als Religion ist ZEN ein recht pragmatischer, nüchterner Weg, der wie eine Kernphilosophie oder Kernmethode über etwas Kerntherapeutisches auf den Kern des Lebens hinzeigt und damit zum Kernwesen des Menschen hinführt.

 

Es gibt keine Dogmata, es gibt nichts, das man zu glauben oder zu vefolgen hat. Vielmehr wird einfach nur ein Raum der inneren Stille geöffnet, aus dem heraus man - deutlich wie kaum sonst - die eigene Entfremdung erkennen kann und behutsam lernt, sie zu akzeptieren und immer mehr loszulassen.

 

Damit ist ZEN im Kontext des Managements - KeieiDo also - beides: Therapie für den Menschen, der es anwendet - und damit Beschützung und Heilung der Organisation und Welt vor bzw. von der traumainduzierten Geisteskrankheit falscher Propheten.




Sicherheit um jedem Preis

Dürckheim schieb 1968:

  • Alle Einstellungen und Haltungen, die der aus dem Wesen gebotenen Verwandlung widersprechen, sind Ausdruck der gleichen Tendenz: eine gesicherte Potision zu erreichen und zu erhalten, in der man, ohne sich selbst zu verändern, dem Leben ein Maximum an ungestörtem, lustvollen Behagen abverlangen kann.

 

Die dahinterliegenden psychologischen Aspekte sind Paranoia, Egozentrik und Narzissmus, die man schon vor tausenden Jahren als etwas Lebens- und damit auch Menschenfeindliches begriffen hat. In Erich Fromms Paradigmen ist es die pathologische Welt des Habens, aus der es sich im Rahmen der Gesundung zu lösen gilt, um in die Welt des Seins zu gelangen.

ZEN und Persönlichkeit

Die beiden Hauptausrichtungen der unreifen, unteren Hemisphäre im Archetypenkompass sind Schwarz und Rot - der Wunsch nach Sicherheit und Respekt. Man versucht als unreifer Mensch über Regeln und harmonische Anpassung zwanghaft zu konservieren. 

 

Diese Bemühungen blockieren nicht nur die obere Hemisphäre des reifen, Gesunden Erwachsenen (Grün, Blau und zusammen Orange). Sie verhindern auch die Entwicklung in diese Richtung.

 

Also wird mit archaischen Mitteln von Regelunterwefung, harminischer Anpassung bis zur Selbstaufgabe und temporäre Entspannungsmaßnahmen passiv versucht, zu überleben - oder aktiv, vom Management, durch Zwang, Gewalt, Drohung, Bestrafung und Vernichtung in einen eigenen pathologischen Rauschzustand der sadistischen Wollust in einen noch verstärkten Rauschzustand zu gelagen, der den Verstand derart vernebelt, dass man sich des Krankhaften nicht mehr bewusst werden kann.

 

Nicht ohne Grund ist der Drogenkonsum im CEO-Bereich groß wie in kaum einem anderen Beruf. Auch dies ist nur eine weiter Persönlichkeitsstörung in Ergänzung zu den bereits vorhandenen.



Leid und Schmerz

 

Dürckheim,1968:

  • Es ist erschreckend, mit welcher Selbstverständlichkeit der Mensch, dem die Schmerzfreiheit zuoberst steht, die Anpassung an die Umstände zur Devise seines Lebens macht und sich zur Wahrung seiner jeweiligen Position für legitimiert hält, seinen faulen Frieden mit der Situation zu schließen.

Im Management gilt es zu führen. Führen durchführt immer eine Transformation. Stilltstand wird damit vermieden. Anhaftung wird überwunden. Harmonie bleibt zwar wichtig, unter den Beteiligten, doch nicht einer Situation gegenüber. 

 

Jede Position, die Sicherheit, Status, Macht oder Willkür bietet, ist dabei komplett zu vermeiden.



Wie wichtig sind Ihnen Macht, Status und Ansehen?

Wie oft werden Sie noch ängstlich, ärgerlich, rachsüchtig?

Machen Sie sich Sorgen, Ihre Arbeit oder Position zu verlieren?

Wer sind Sie in all diesen Fällen nicht?