Psychotherapie und Ziele


Therapie


Therapie

Aus unserer Sicht ist die Therapie beides:

  • Bewusstmachungsprozess (und)
  • Placebo

Dies hört sich sehr ernüchternd an, auch für uns. Hintergrund für diese These ist das Ziel einer funktionalen Therapie:

  • Das Entwickeln des Gesunden Erwachsenen Selbst

 

Gesundes Erwachsenes Selbst

Von oben betrachtet, aus der präfontalen Sicht des Gesunden Erwachsenen Anteils, hat die Psyche folgende Subkomponenten:

  • Höheres Ich
    • Verstand:
      • verstehen wollen und können
    • Empathie:
      • hineinversetzten wollen und können
  • Homunkulus (Archaisches System)
    • Bedürfnisse und Gefühle
    • Schutz (primär passiv)
    • Schatten (sekundär aktiv)
      • Selbstbild (im Konflikt zu)
      • Außenbild
    • diverse Schein-ICHs
  • Wesen
    • Eigener Kern
    • "weltverbunden"
  • Körper

 

Gesund Erwachsen werden

Der Gesunde Erwachsene Anteil wird als wirkliches Selbst empfunden. Er entsteht aus der Meta-Erkenntnis, das es ein Ich nicht gibt, solange man es nicht aktiv erschafft. 

 

Der Anteil betrachtet die archetypischen, EGO- und neurosen-getriebene Gestalten des keinen Ichs (Homunkulus) als Teile eines inneren Teams.

 

Diese Anteile werden vom Gesunden Erwachsenen Anteil befriedet, therapiert, integriert und am Ende mit ihm gemeinsam aufgelöst.

 

Hierin liegt das hohe Ziel einer jeden Therapie. Leider gibt es kaum Therapeuten, die dies wissen. Therapieformen sähen in diesem Fall komplett anderes aus.

 


Therapeutische Ziele


1. Gesund Erwachsen werden

Entwickelt das Archaische Schutzsystem ein Eigenleben und ruft es archetypische Grundmuster aus der Versenkung zum Leben und entsteht dabei ein EGO, wird dieses versuchen, die Führung zu übernehmen.

 

Als Schattenspieler wird es manipulieren, vorgaukeln, betrügen, Illusionen erschaffen - die nicht nur wir, sondern auch die Welt glauben soll (und vice versa).

 

Gesund Erwachsen zu werden bedeutete, sich von allen Emotionen zu distanzieren.

 

Dies geschieht über den Weg, sich bewusst zu werden, dass jede Emotion und jede Emotionskombination (Cluster-Emotion) einem (meist archetypischen) Ich-Anteil entspricht. Die Summe aller bekannten, unbekannten und noch nicht aufgetretenen Ich-Anteile bildet das innere Team.

 

Der Gesunde Erwachsene Anteil leitet das dieses innere Team. Und genau hierin besteht die erste große Herausforderung: Wahrhaftige Führung muss erfahren und erlernt werden.

 

Die zweite Herausforderung besteht in der Kopplung mit dem inneren, eignen Wesen, dem erste und wirklichen ich, dem Quellcode von dem wirklichen uns/ wir/ ich/ selbst.

 

Im dritten Schritt müssen nicht-konstruktive Anteile derart ´verbannt werden, dass sie nicht mehr die Führung übernehmen können und der Gesunde Erwachsene nicht mehr von ihnen manipuliert werden kann.

 

2. Zum Mentoren werden

Im Gesund Erwachsen Werden wird man immer wieder an Grenzen stoßen und an ihnen vorerst scheitern.

 

Entschließt man sich, bei diesem Scheitern nicht zu resignieren, sondern dazu zu stehen und lernen zu wollen, wie man es hinbekommen kann, ist dies der Aufbruch zu Abenteuer, zur HeldInnenReise - der Aufbruch in den tiefen Wald.

 

Das Gesund Erwachsene beinhaltet unter anderem die Fähigkeit zum lebenslangen Lernen. Genau hierum geht es.

 

Im dunklen Wald wird einem der eigene Gegenspieler, der Schatten, begegnen, mit dem man sich konstruktiv auseinandersetzen muss:

 

Das bedrohlich im äußeren Leben ist das Angst-Erschaffene im Inneren. Dieses gilt es zu überwinden. Es ist die Angst, die das EGO schürt und immer tiefer in ein Lebenschaos stürzt.

 

Hat man diese Reise jedoch oft genug unternommen und hat dabei den Heiligen Gral gefunden - das eigene Wesen -, hat menschliche Herzlichkeit und einen ernsten Pragmatismus, sowie den liebvollen Trickster in sich entdeckt - und lebt diese Anteile im Leben, ist der nächste Schritt möglich:

 

Man wird zum Mentor. Man begleitet auf weise, nachhaltige Weise des Gesunden Erwachsenen und - bei Bedarf - des Tricksters andere auf ihrer Reise in den dunklen Wald und - wieder: bei Bedarf, doch eher selten - auch wieder heraus.

 

3. Gottwerdung (Apotheose)

Die entwickeltste Form des Mentors wurde erreicht.

 

Das EGO ist überwunden. Man ist ein Mensch des Wandels geworden. Man hängt an nichts mehr. Das eigene Wesen wurde erkannt. Das Wesen wurde integriert. Man steht zu eigenen Wesen. Das Wesen arbeitet im Sinne des höheren Ichs. Eigene Neurosen wurden bewusst aufgelöst.

 

Man kennt den Weg durch die Hölle (den dunklen Wald), zur Auflösung von Neurosen. Man hilft anderen selbstlos, diesen Weg ebenfalls zu beschreiten. Man ist sich bewusst, wie schnell man dabei vom Pfad abkommen kann.

 

Eher hat man die Rolle des Katalysators und Orakels, das hilft, die Technik hinter sich zu lassen und der eigenen Intuition zu vertrauen. Gemeint ist mit Intuition: dem eigenen Wesen, verbunden mit dem höheren Ich - und damit vollkommen integriert mit Allem.

 

Mit Allem ist gemeint, erkannt zu haben, das es auffällige Muster im Leben gibt, die über eine Zufälligkeit hinausgehen und auf eine Art Fügung und Plan schließen lassen.

 

Nun wird man sich im schlimmsten Fall auch opfern können. Denn man hat für sich erkannt, das es den Tod nicht gibt.

 

(Ab hier wird es esotherisch).