Identität

Es ist das Fragmentierte in uns, das es uns so schwer macht, zu erkennen, wer wir wirklich sind.



Die Frage ist nicht: Wer von denen bin ich nun wirklich?  -  Vielmehr lautet die Frage: Bin ich überhaupt jemanden von ihnen?  [Kukishin Kasasagi]

Herausforderung Identität


Problem Identitäslosigkeit

Arno Gruen hat in seinem Werk

  • Wider dem Gehorsam

aufgezeigt, dass 50 % der Deutschen Bevölkerung identitätslos sei - und, dass der identitätslose Mensch nach einer identitätsstiftenden Instanz suche.

 

Dies sei der Grund, aus dem so viele Deutsche dem Diktator des Dritten Reichs hinterher gerannt sein.

 

Wo entsteht diese Identität?

 

Herausforderung Identitätsmix

Identität ist vielgeschichtet. Jedes System und jedes Areal scheint eine eigene Identitätsvorstellung zu haben.

 

Eigentlich steht unsere wirkliche Identiät durch unser Wesen bereits fest. Doch ist uns unser Wesen meist nicht nur

  • fremd
  • seine Existenz ominös.

Darüber hinaus verschleiert die Komplexität unserer Psyche in ihrer Komplexität auch diesen inneren Wesensenteil vor uns.

 

Vielmehr sind es Archetypische Grundmuster, Spukgestalten des Unterbewussten, die Geister, die wir bewusst oder unbewusst riefen, die uns die meiste Zeit ausmachen.

 

Solange wir nicht erkennen, dass wir der Beobachter/ die Beobachterin unseres scheinbaren Ichs sind und nicht das, was wir in den archetypischen Masken zu erkennen glauben, wird sich unsere Identität scheinbar ständig wandeln (Marionette, Homunkulus, siehe auch unten).

 

Selbst oder Schatten?

Solange ich mich als Mensch nur selbst beobachte und versuche, das Beobachtete zu stabilisieren, ist es, als wäre ich der Pilot einer Verkehrsmaschine und würde gegen den Autopiloten ankämpfen.

 

So kann man den Flug des Flugzeugs für einen Moment beeinflussen. Doch wird das der Autopilot (also das Flugzeug!) immer wieder korrigieren und den alten Kurs herstellen. Denn es gilt, wie immer:

  • Es kann nur Einen geben, der führt

Erst wenn wir erkennen, dass wir den Autopiloten vollständig abschalten müssen, bevor wir wir selbst werden können, haben wir eine Chance, das Übernehmen der Führung über uns zu üben.

 

Die Haupterkenntnis liegt darin, zu erkennen, dass wir jemand ganz anderes sind und schon immer waren, als wir es immer angenommen hatten.

 

Dabei werden wir ebenfalls erkennen, dass es unsere archaischen Emotionen des Homunkulus sind, die uns immer wieder die Kontrolle zu entziehen versuchen und den Autopiloten bemerkt oder uns bewusst reaktivieren.


Systempsychologische Identität


Auto-Identität

HOMUNKULUS (Archaisches System)

  • Bauchhirn (separiert)
  • keine Identität
  • Bauchhirn (Schwarm)
  • Schwarmidentität (Gemeinschaftsidentität) ("Psychologie der Massen")
  • Stammhirn
  • "Besser" als Vergleichsgruppe (anders als Schwarmidentität)
  • (Freud: Es)
  • Limbisches System
  • Soziale Identität (sozialsystemabhängig)
  • So möchten wir gesehen werden (Freud: Über-Ich)
  • Neo-Cortex
  • Kompetenzbasierte Identität

Selbst-Identität

PRÄFRONTALER CORTEX

  • Beobachter
    • Unbewusst wechsende Intentität des beobachteten Homunkulus (Marionette)
  • Gesunder Erwachsener
    • Stabile Identität des erwachsenen reifen Menschen:
      • menschlich, herzlich
      • pragmatisch, ernst
    • Psychologe, guter Arzt
  • Trickster
    • Gesund Erwachsene geführte Identität eines vorgestäuschten Verbündeten
    • Hogan's Heros
    • Geheimagenten (J23)
  • Mentor
    • ruhende Gelassenheit in der Stille
    • neugierige Aufgeschlossenheit
    • stabile Angstlosigkeit
    • Zuversicht
    • Gandalf, Dumbledore, Obi Wan

 

Ich-Identität

WESEN

 

Das WESEN ist eine Art Blaupause dessen,

  • das in uns in aller Ursprünglichkeit wohnt
  • das wir finden wollen
  • mit dem wir uns integrieren wollen
  • das wir werden sollen.

Dieser WESENSKERN hat eine durchgehende Lebenslinie

  • das innere Kind
  • die innere Jugendliche
  • die innere Erwachsene Persönlichkeit
  • die innere Weise

Es handelt sich dabei um Reine Archetypen.

 

Es geht darum, diejenige/ derjenige zu werden, von dem wir instinktiv schon längst wissen, dass wir dies sind, werden und sein sollen.