Prozess der Selbstwerdung


Selbstsein ist der Status - Selbstwerdung der Prozess. Wir werde ich zu mir selbst? Was ist hierfür notwendig? Woran erkennt man, dass jemand sein Selbst ist? Wie geht Selbstwerdung innerhalb von Systemen, die alles daran setzen, eine Selbstwerdung zu verhindern?


Systemimmanenz

Am Anfang war das System

Das System ist ein sich selbst regulierender Mechanismus.

 

Es ist ein Schwarm, der sich immer wieder automatisch formt, in immer derselben Ausprägung:

  • die Bühne des Lebens
  • die Matrix
  • das Imperium
  • der Alltag.

Der Mensch wird in dieses System hineingeboren.

 

Die Kräfteverteilung in diesem System ist immer dieselbe. Sie ist dem System immanent.

 



System ist Emotion

Eine Emotion schafft die nächste

Menschen sind von Emotionen geprägt.

 

Emotionen ziehen in die Hypnose.

 

Die Hypnose ist das System.

 

Das System hypnotisiert.

 

Es besteht, wie der Mensch, aus:

  • 10 % Freude
  • 15 % Traurigkeit
  • 50 % Angst, Ekel und Stress
  • 15 % Wut / Aggression
  • 5 % Hass.

Hin- und hergerissen vernebeln uns die Emotionen den Wunsch, unsere wahre Identität zu finden.

 



Außen wie Innen

Außen wirkt auf Innen -

Innen auf Außen

Der Stress um uns herum bringt und in den Stress in unserem Inneren.

 

Sind wir wütend, schaffen wir Wut, Angst, Traurigkeit und Stress im Äußeren.

 

Wechselwirkungen infizieren uns wie unsere Umwelt in eine immerwährende Trance aus Emotionscocktails.

 

Für 95 % der Menschheit gibt es daraus kein Entrinnen.

 

Sie sind dem System, der Matrix, verdammt.

 



Emotionale Archetypen

Emotionen entfremden

Die unbemerkt entstehende Emotion im Inneren ruft ein Verhaltens-Unterprogramm auf:

  • Wut aktiviert den Krieger
  • Angst initiiert den Phobiker
  • Angst und Wut den Schatten
  • Miteinander weckt das Soziale
  • Sinnlosigkeit ruft den Pragmatiker

Es ist fast nicht möglich, sich diesen Einflüssen zu entziehen.

 

Eine scheinbar chaotische Welt entsteht, in der er keine Ordnung und keinen Sinn zu geben scheint - im Gegenteil.

 

Wer bin ich? - fragt sich der Beobachter in uns.

 

Wenn er geübt ist, wird er erkennen, dass er eben noch jemand anderes war als jetzt. Irgendwann erahnt er vielleicht sogar, dass er gleich wieder ein anderer sein wird.



Mischidentität

Alles dasselbe

Der Chef ist wütend.

Der Orkan tobt um das Haus.

Der Bär begegnet dem Wanderer.

Der Vulkan bedroht den Stamm.

 

Der Chef hat Angst.

Der Vater hat Angst.

Die Mutter bekommt Angst.

Das Kind bekommt Angst.

 

Die Kollegin ist niedergeschlagen.

Das Wetter ist bedeckt.

Das Elchjunge winselt.

Die Flut droht das Dorf wegzuschwämmen.

 



Geburt des Wahren Ich

Wenn der Impakt groß genug ist

Je stärker der Mensch von der fehlenden Konsistenz im Inneren und Äußeren gestört wird - je mehr er aus der Bahn geworfen wird - desto höher ist Wunsch, das vermeintliche Chaos zu verstehen.

 

Er tritt einen Schritt zurück.

Er betrachtet die Welt von Außen.

Er erkennt das System der Welt.

Er versteht, dass er nie er selbst war.

 

Ein neues Ich entsteht, im Gesunden Erwachsenen.

 

Dieses Ich erkennt als Gesunder Erwachsener, dass es die Emotionen waren, die ihn immer wieder aus der Bahn geworfen haben.

 



Emotionen regulieren

Entfremdung beenden

Nur dem Gesunden Erwachsenen Ich wird es gelingen, Emotionen zu erkennen.

 

Hierzu bedarf es:

  1. Achtsamkeit
  2. Selbstempathie
  3. Lösungsorientierung.

Dies sind gleichzeitig die Eigenschaften, die Merkmale, der Charakter des Gesunden Erwachsenen.

 

Er versteht, dass das System im Inneren nicht er selbst ist.

 

Er versteht auch, dass das System im Äußeren diese Entfemdung nur fördert.



Wer bin ich nun?

Wiederfinden der verlorenen Seele

Gelingt es dem Gesunden Erwachsenen im Menschen, Wahrhaftige Führung zu übernehmen, auf Basis von

  • Herzlichkeit  (und)
  • Ernsthaftigkeit

wird er etwas Erahntes, lange Verborgenes wiederfinden:

  • das eigene Selbst
  • das eigene Wesen
  • die Seele.

Die meisten Menschen haben sie schon im Kindesalter verloren.

 



Ich sucht Selbst

Das Wesen wartet schon

Immer deutlicher wird das Ich des Gesunden Erwachsenen das Selbst der eigenen Wesensnatur finden.

 

Doch sobald Emotionen auftrauchen, die diesen Vorgang beschleunigen wollen, werden es genau diese Emotionen sein, die das System, also die Entfremdung, wieder erzeugen.

 

Der Weg zum Selbst geht am Ende wohl immer durch die Region liebevoller Stille.

 



Selbstwerdung

Ich werde ich Selbst

Schließlich werden Ich und Selbst wiedervereint sein.

 

Das Selbst fängt das Ich auf.

Das Ich hebt das Selbst hinauf.

 

Wut, Angst, Scham und Ekel vor sich selbst werden überwunden.

 

Man erkennt, versteht und akzeptiert das eigene Wesen als das eigene Selbst.

 

Von nun an - wie nie zuvor - kann ich als Ich Selbst in der Welt mein Wesen wirken lassen.



Stabiles Ich

Identität gefunden

Von nun an kann die äußere Wetterlage sein, wie sie will.

 

Der Mensch bleibt er Selbst.

 

Den Hass von außen wird er nicht mehr annehmen.

 

So kann sich der Hass über ihn auch nicht mehr fortpflanzen.

 

Vielmehr erinnert er sich an den Hass im eigenen inneren System, der nun überwunden wurde.

 

Daher akzeptiert er auch den Hass im äußeren System und hilft schon damit, diesen auf dieselbe Weise zu überwinden.

 

Die Identität des Menschen ist die Verschmelzung mit dem Selbst.

 

Wie bist Du / wer bist Du? Ich bin ich selbst - so, wie ich selbst bin. So einfach...



Pilot/in werden

Ich Selbst ersetze das System

So, wie das System früher bestimmt hatte, wer man war, übernimmt nun der Gesunde Erwachsene Selbst das Lenkrad.

 

Man wird zum Piloten, zur Marionettenspielerin, zum Gastgeber.

 

Nicht mehr das äußere System bestimmt das innere.

 

Vielmehr erkennt man über den Spiegel des inneren Systems das äußere.

 

So kann man sich entscheiden, welche innere Aufstellung der äußeren am angemessensten ist.

 

Handlungen werden nun bewusst.

Umbewusste Handlungenw können sowohl vermieden als auch zugelassen werden.

 

Der Mensch ist frei -

er hat sich Selbst gefunden...