Apotheose

Gottwerdung


Selbstwerdung

Im Abschnitt Selbstwerdung ist der Prozess der Entkopplung aus dem System grob beschrieben.

 

Der Weg dorthin führt immer wieder durch die eigenen Abgründe hindurch, über die Heldenreisen.

 

Ziel der Heldenreise ist unter anderem genau die Selbstfindung und -werdung (s.o.).

 

Zwei Archetypen haben dabei elementare Aufgaben:

  • der Archetypus der Urmutter
  • der Archetypus des Urvaters.

 

Bestenfalls die Eltern

Im besten Fall hat das Kind

  • eine ideale Mutter
  • einen idealen Vater.

Ideal bedeutet, dass das Verhalten der beiden dem jeweiligen Urachetypus entspricht.

 

Soche Eltern sind jedoch offenbar noch nie in dieser Welt gefunden worden?

 

Die ideale Mutter nimmt das emotional entfremdete Kind liebevoll in die Arme und hilft ihm, sich hinter den Emotionen selbst wieder zu finden.

 

Der ideale Vater entwickelt zukunftsgerichtet mit dem Kind Strategien, künftig Probleme und deren Emotionen zu vermeiden.

 

Ideale Eltern als Gottheiten

Diese Herzlichkeit der idealen Mutter, das geduldige Zuhören, Trösten und Akzeptieren des Leids des Kindes, ist gleichzeitig eine Eigenschaft, die der erwachsene Mensch in einer vermeintlichen idealen weiblichen Gottheit zu finden sucht, die ihn in seinem Leid trösten soll.

 

Der lösungsorientierte, ernste Pragmatismus des idealen Vater ist es wiederum, den derselbe erwachsene Mensch in einer vermeintlichen idealen männlichen Gottheit sucht, die ihn aus seinem Leid erlösen soll.

 

Damit sind die idealen archetypischen Eltern für das Kind dasselbe wie ideale Gottheiten für die Eltern.

 

Ideale Eltern sind damit in ihrem Verhalten gottgleich - und zwar nicht nur aus Sicht des Kindes.



Kopieren oder Synthetisieren

Die Fähigkeit, sich als Erwachsener in der eigenen emotionalen Entfremdung anzunehmen lernt das Kind also im besten (wenn auch statistisch unwahrscheinlichen) Fall von der Mutter.

 

Das Lösungsorierte kann vom Vater abgeschaut werden.

 

Beide Elternteile verstehen also das Emotionale in ihrem Kinde, sind selbst jedoch darüber erhaben. Damit liefern sie die nötige Stabilität, um dem Kind eine gute archetypische Kopiervorlage zu sein.

 

Ein Kind, das sich diese beiden Fähigkeiten von den liebevollen Eltern abschaut, wird ein stabiles erwachsenes Leben führen können.

 

Ansonsten - und so geht es den meisten Menschen - bleibt nicht anderes übrig, als auf das eigene archetypische Repertoire zu zu greifen, sich vorzustellen, wie solche idealen Eltern in ihrem Verhalten wären, um dieses Verhalten für die Kinder - und sich selbst - zu synthetisieren.

Rettung von Innen

Der Weg aus dem eigenen inneren System heraus und damit gleichzeitig die Befreiung aus dem äußeren System, erolgt also von innen, mittels zweier Archetypen:

  1. ideale Mutter
  2. idealer Vater.

Auf den Heldenreisen müssen also genau diese beiden Archetypen gefunden und im Inneren erzeugt werden.

 

Anders wird die eigene, entfremdende Emotionalität nicht überwunden werden können.

 

Nur kann kann schließlich auch das eigene Wesen, das Selbst, gefunden werden, auf dem Weg zurück, zu den eigenen Wurzeln.

 

Die Wurzeln sind dabei das eigene Selbst, die Seele, die Intuition.

 

Symbolisch formuliert, ist dieses Wesen nicht von dieser Welt. Es ist im Inneren - wo dort auch immer...

 

Von innen nach außen

Das Gesunde Erwachsene,

  • der Retter
  • Befreier
  • Anführer
  • Meister
  • Mentor,

ist die androgyne, genderneutrale Kombination dieser beiden Archetypen in einer einzigen Wesenseinheit.

 

Genau aus diesem Grunde habe solche Mentoren in Märchen und Sagen so oft lange, weiße Bärte und tragen weibliche Gewänder. (Das ist hier ernst gemeint.)

 

Erst in dieser Kombination ist das Gesunde Erwachsene existent und vermag es dann auch erst auf der Reise durch die eigene Unterwelt, das eigene Wesen zu entdecken und das Monster in sich selbst zu überwinden, um das Wesen von diesem zu befreien.

 

Dies gilt für den Menschen, wie für das Team und das Unternehmen.