Persona

Persönlichkeit  -  Maske


Charakter und Persönlichkeit sind nichts als Begriffe, Etiketten, die die Kommunikation vereinfachen sollen. Da die Begriffe jedoch nicht einheitlich definiert sind: Charakter ist bei uns das Unveränderliche, Persönlichkeit das Veränderliche. Die Persona spannt sich also über den Charakter. Damit klingt der Charakter in und durch die Persönlichkeit und die Persönlichkeit klingt durch den Körper ins Außen. Damit maskiert die Persönlichkeit maskenhaft den Charakter - aber auch vieles Andere, das wir - wieso auch immer - versuchen, nach außen hin zu verbergen. Was hat es damit auf sich?


Leere Hüllen

Begriffe wie Persönlichkeit und Charakter sind nichts weiter als Etiketten, leere Hüllen:

  • der eine verwendet sie so,
  • die andere anders.

Hier unsere Etikettierung, in der es nicht um richtig und falsch geht, sondern nur den Schlüssel, um unsere Botschaft wie gemeint deuten zu können.

 

Charakter

Wir verwenden den Begriff Charakter für die unveränderlichen, festen Grundeigenschaften im Menschen.

 

Er ist etwas Mitgebrachtes, das den Menschen dazu treibt, ein bestimmtes oder mehrere bestimmte archetypische Muster bevorzugt auszuwählen.

 

Dieser Charakter ändert sich im Laufe des Lebens nicht. Die Ausnahme besteht in einer pysischen Einwirkung auf das Gehirn - die Hardware ändert sich in diesem Fall.

Persönlichkeit (Persona)

Mit dem Begriff Persönlichkeit bezeichnen wir als etwas Wandelbares.

 

Die Persönlichkeit verändert sich - empirisch beobachtet - grob alle sieben Jahre einmal oder in Folge stark beeinflussender Schicksalsschläge oder einer Änderung äußerer Umstände.

 

Der Charakter wird in unserer Nomenklatur von der Persönlichkeit überlagert. Der Charakter schwingt durch die Persönlichkeit hindurch - also damit auch der Archetypus, oder die Archetypen, den bzw. die uns der Charakter primär zur Auswahl stellt.


ZEN-Sicht auf den Menschen

ZEN-Geist  -  Anfänger-Geist   (Shunryu Suzuki)


Ein Archetypus ist immer ein Gefängnis

- für das eigene Wesen, das

Selbst

Leere Hülle

Aus Sicht des ZEN ist der Mensch eine leere Hülle. Er ist ein Stück Hardware.

 

Diese Hardware ist beseelt mit einer Art BIOS:

  1. dem eigenen Wesen, dem Selbst, und
  2. dem Ich, dem Beobachter*.

Wesen und Beobachter werden sich besten Falls weiterentwickeln:

  • Wesen Mentor
  • Ich → Gesunder Erwachsener

Es gibt nichts zu tun, für die Hardware. Eigentlich muss ein solch leerer Mensch nur Essen, Trinken & Co.

 

In diesem Fall bleibt der Mensch er selbst.

Aufgabe und Entfremdung

Meist sind es äußere Umstände, die auf das Ich, den Beobachter*, wirken, und ihn* dazu treiben, eine Rolle erfüllen zu müssen.

 

Das naive, kindliche Ich wählt sich automatisch (Autopilot) eines der und allen zur Verfügung stehenden, vorhandenen Softwarepakete aus (archetyische Grundmuster), mit denen es eine Rolle und eine Aufgabe hat - und damit gleichzeitig eine äußere Identität.

 

Intuitiv erkennt man das archetypische Muster im Anderen.

 

Der Geist des ausgewählten Archetypus fährt in die Hardware, die leere Hülle. Das Ich wird von diesem Geist von seinem Selbst entfremdet.



Entdecken & Zulassen der inneren Leere

- als Schlüssel in die

Freiheit des Ich-Selbst-Seins

Alternative: Selbst-Sein

Alternativ fühlt sich das beobachtende Ich nicht von außen dazu genötigt, eine der vorgefertigten Rollen anzunehmen.

 

Vielmehr begibt es sich auf die Suche nach dem eigenen, wohlmöglich schon weit entfremdeten Selbst. Nur auf diese Weise kann es herausfinden, wer oder was es wirklich ist.

 

Dieses wirkliche Ich-Selbst-Sein findet nur statt, wenn Ich und Selbst in diesem einen jetzigen Moment nicht voneinander getrennt sind:

 

Wenn ich stehe, dann stehe ich.

Wenn ich gehe, dann gehe ich.

Wenn ich sitze, dann sitze ich...

Individuelles Muster

In diesem Moment entscheidet sich das erwachsen gewordene Beobachter-Ich dazu, auf Basis von

  • Mut  (oder)
  • gefühlter Notwendigkeit

auf kein fertiges Muster zurück zu greifen, das es bisher in die Selbst-Entfremdung getrieben hatte und immer wieder treiben würde.

 

Vielmehr wird ein eignes individuelles Selbst-Muster gefunden, entdeckt und zum Leben erweckt.

 

Die Selbst-Entfremdung ist damit beendet.



Ein in Meditation erfahrener Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so gesammelt sein könne. Dieser sagte:

 

Wenn ich stehe, dann stehe ich.

Wenn ich gehe, dann gehe ich.

Wenn ich sitze, dann sitze ich.

Wenn ich esse dann esse ich.

Wenn ich spreche, dann spreche ich…

Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten: Das tun wir auch, aber was machst du noch darüber hinaus?

 

Er sagte wiederum:

 

Wenn ich stehe, dann stehe ich.

Wenn ich gehe, dann gehe ich.

Wenn ich sitze, dann sitze ich.

Wenn ich esse dann esse ich.

Wieder sagten die Leute:

Das tun wir doch auch.

 

 

Er aber sagte zu ihnen:

 

Nein,

wenn Ihr sitzt, dann steht Ihr schon.

Wenn ihr steht, dann lauft Ihr schon.

Wenn Ihr lauft, dann seid Ihr schon am Ziel.



Das Orakel von Delphi: "Erkenne Dich selbst"   (gnôthi seautón, γνῶθι σεαυτόν)

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Wer verbirgt sich hinter "uns"?


Es kostet viele Menschen viel Mut, hinter ihre Maske zu sehen. Diese Maskie ist dabei nichts weiter als das Archetypisches Softwarepaket, für das das beobachtende Ich sich als Antwort auf die äußeren Umstände entschieden hat.

 

Man befürchtet, etwas entdecken zu können, das man wohlmöglich bereits erahnt. Schließlich ist es in dem vorhanden: der "Archetpyische Krankheitserreger", das Schattenhaft-Böse.

 

Das vermeintliche Ideal, das man in den Gesellschaften - auch in der eigenen, inneren (inneres Team) - als Illusion versucht aufrecht zu erhalten, könnte - und wird am Ende auch bröckeln, wenn man mutig und offen die Reise in die Innenwelt antritt.

 

Persönlichkeit entsteht von allein, aufgrund von Genen und Charakter. Sie wandelt sich aber auch, meist sprunghaft. Alle sechs bis sieben Lebensjahre und bei einschneidenden Ereignissen kann diese Veränderung drastisch sein.

 

Persönlichkeit kann aber auch geformt werden - und braucht kein Zufallsprodukt des Erbguts, Zufalls, Erwartungen und der Chronologie zu sein. Entspricht die Persönlichkeit der eigenen Wesensnatur, dem Selbst, wird man am Ende man-selbst - ich bin als Mensch dann, und auch wirklich erst dann, Ich-Selbst.

 


12 Strategien

Zwölf funktionale Strategien stehen zur Verfügung um Herausforderungen nicht nur perspektivisch zu analyiseren (Orientierung), sondern auch, um Situationen zu lösen.

 

Dabei gibt es einige Aufgaben, wie:

  • die eigene Wesensnatur kann erkannt werden
  • das EGO wird als Hinderer enttarnt
  • die passende Strategie mus zur Situation gewählt werden
  • gleiche Strategiearten wollen synchonisiert werden
  • Vorurteile gegenüber Strategien wollen überwunden werden
  • Jede Strategie braucht eine Ausprägung im richtigen Maß
  • Die Reihenfolge ist wichtig