Entscheider

Paradoxer Weise ist dies die kritischste Ebene in der Unternehmenspyramide



Herausforderung Gründer

Unternehmensgründern das Recht abzusprechen, Entscheidungen in ihrem Unternehmen zu fällen, wäre wahrscheinlich absurd.

 

Dennoch beherbergt eine jede Entscheidung Risiken:

  • Es kann sich immer um eine Fehlentscheidung handeln
  • Die Art und Weise der Kommunikation von Entscheidungen kann Mitarbeitern respektlos erscheinen.

Aus diesem Grunde empfehlen wir auch Gründern einen Ältestenrat, um Entscheidungen von anderen reflektieren lassen zu können.

 

Mitarbeiterführung ist ein noch heikleres Thema. Daher ist es aus unserer Erfahrung ratsam, auf Führungskräfte komplett zu verzichten.

 

Ist man sich als Gründer nicht sicher, ob man führen kann, kann es gut sein, sich einen Multiprojektmanager, eine Art "1. Offizier" "zuzulegen" oder einen Mentor, der die Führung übernimmt.

 

Der Ältestenrat

Der Rat der Ältesten ist eine Gruppe an Unternehmensmitarbeiter*innen oder Externen, die keine Verantwortung, keinen Titel und keine Macht im Unternehmen haben. Damit soll jede Art von Eigennutz ausgeschlossen sein.

 

Es sollen Menschen sein, die nur das Wohl des Unternehmens im Kopf haben und die von keiner Entscheidung Vor- oder Nachteile erfahren können.

 

Führungskräfte der ersten Führungsebene haben immer Ziele und Verantwortung. Beide sollten sich - vor allem im politischen Spannungsfeld der Führungsbruderschaft - aus Sicht der meisten Führungskräfte nicht verkeinern.


Daher kann nie sichergestellt werden, dass Entscheidungen nicht bewusst oder unterbewusst von Egozentrik geprägt sind.

 

Ein schönes Beispiel der Beteiligung der ersten Führungsebene in einer Entscheidung ist im - aus unserer Sicht - "besten aller Fürhungsfilme" zu finden:

  • Duell im Atlantik.

Der Kommandant des deutschen U-Boots bezieht seine Führungskäfte in eine wichtige Entscheidung mit ein.

Problem Legislaturperiode

Die meisten Menschen, die Führungspositionen anstreben, werden hierzu getrieben von:

  • Ängsten und Wahnvorstellungen
  • Minderwertigkeit und den Drang sich beweisen zu müssen
  • Selbstherrlichkeit des Narzissmus
  • skrupelloser Geldgier
  • Vernichtungslust.

Die Wahrscheinlichkeit, dass bereits einer der Faktoren zutrifft, liegt bei 70 %.

 

Vor allem im letzten Fall wird im Rahmen einer Legislaturperiode häufig "ein Pakt mit dem Teufel geschlossen", der dann an den Nachfolger vererbt wird.

 

Entscheidungen dienen dann nur der Bonuserhöhung, auch wenn das Unternehmen dabei auf der Strecke bleibt.

 

Daher empfehlen wir, Geschäftsführer nur als Respräsentatoren einzustellen und "eng an die Leine zu nehmen".

 

Ein Schauspieler kann hier sehr hilfreich sein, der genau weiß, was er zu tun hat, um das Unternehmen souverän zu präsentieren.

 

Alternativ wird die Geschäftsführung vom Ältestenrat gestellt.



Leitstand

Aber auch wenn diese dunkle Seite im Entscheideralltag nicht zum Tragen kommt - Entscheider haben meist volle Terminkalender, hohe Verantwortung, großen Druck von Shareholdern und keine Zeit.

 

All dies sind keine guten Voraussetzungenm um sich in die meist komplexen Voraussetzung einzuarbeiten die ein nachhaltiges Entscheidungsfinden erst ermöglichen.

 

Dies führt meist dazu, dass Entscheidungen im Blindflug getroffen werden. Es ist, als tauchte man als U-Boot-Kommandant ohne Karte und Sonar.

 

Transparenz schafft hier der Leitstand. Er schafft die notwendige Transparenz, um Orientierung und Navigation zu ermöglichen.

Entscheidungsvorlagen

Neben dem Leitstand sind Entscheidungsvorlagen mit das pragmatischste Instrument, Entscheider zu nachhaltigen Entscheidungen zu befähigen.

 

Der Experte stellt drei Varianten zur Auswahl:

  1. keine Veränderung
  2. mittlere Veränderung (Empfehlung)
  3. große Veränderung.

Es ist auf einfache Weise visualisiert, wie sich die Entscheidungen voneinander unterscheiden. Chancen und Konsequenzen sind aufgezeigt. Meist kommen hier SWOT-Analysen zum Einsatz.

 

Höchste Entscheidungsqualität wird durch die Kopplung von

  • Leitstand
  • Entscheidungsvorlagen

erreicht.

Absicherung

Sowohl Leitstand als auch Entscheidungsvorlagen dienen dem Analysten, der die Entscheidungen empfielt, als Absicherung für Fehlentscheidungen.