Strategie

Der Prozess des Wandels

Zirkulärer Prozess aus drei Schritten  -  über jeweils vier Standbeine der Identität


Vision

Der letzte Schritt der Heldenreise vorweggenommen - die Rückkehr von der Reise


Archetypemkompass

Menschen kennzeichnen sich durch ein primär emotionales Verhalden. 90 % sind Emotionen, nur 10 % Ratio. Daher werden Entscheidungen so gut wie immer emotional getroffen.

 

Zielsetzungen kommen daher erst ganz am Ende des Prozesses, nachdem bereits alles Andere geklärt worden ist. Sie dienen eigentlich nur der Navigation auf der Reise.

 

Benötigt wird also eine emotionale Vision, der Sonnenaufgang über dem Meer, der Menschen auf ihre eigene, spezifische Weise begeistert.

 

Dabei hilft der Archetypenkompass:

  • der Eine braucht Sicherheit
  • die Nächste Anerkennung
  • der Übernächste sucht Sinn
  • der Darauffolgende strebt nach Macht.

Nicht manipulativ sondern hineinversetztend meistert man alle vier Elemente.

 

Diskursive Moderation

Visionen findet man am besten gemeinsam. In der Gruppe geht man in ein Brainstorming, führt zum Beispiel einen Diskurs durch.

 

In diesem Rahmen werden:

  1. Ideen befunden
  2. Risiken evaluiert
  3. Lösungen erarbeitet.

Visionsfindung bedeutet, die Ergebnisse emotional zu abstrahieren. Hier werden:

  1. Bilder gemalt
  2. Slogans gefunden
  3. Logos entworfen

Diese Bilder, Slogans und Logos

  • sind Visualisierungen der Diskursergebnisse
  • involvieren das Unterbewusste
  • schweißen zusammen
  • bereiten die Zielsetzung vor.

 

Wesensnatur versus System

Das eigenen Wesen im Unterbewussten ist:

  • neugierig
  • kreativ
  • offen
  • ...

Das System ist der äußere Spiegel für dieses Wesen und wird ihm Grenzen aufzeigen, die es Gesund Erwachsen zu überwinden gilt.

 

An dieser Stelle entscheidet man sich für einen der beiden Wege:

  • ins Funktionale, Gesunde, Bewusste
  • ins Dysfuktionale, Kranke, Dunkle.

Man kan pro-aktiv das Thema vorantreiben und dem System geschickt helfen, sich zu entwickeln. Oder aber man betrachtet sich als Opfer des Systems, wettert und wird unbewusst damit selbst zum System.

 


Idee

Der Ruf zur Heldenreise  -  Der Weg in Innere


Heldenreise

Der stabile, perfekte Alltag ist gefährdet oder läuft schon seit einiger Zeit nicht mehr wie gewohnt. Eine Idee könnte die Lösung bringen.

 

Damit steht man an der Schwelle der Ambilvalenz, die über Wandel oder Verderben entscheidet.

 

Hier wird von den Ideenfindern abverlangt, die Entscheider und die Begleiter vom Schritt über die erste große der vier Schwellen zu überzeugen.

 

Es geht darum:

  1. Den Wandel der Welt deutlich zu machen.
  2. Die Konsequenzen aufzuzeigen, die eine Verdrängen mit sich brächte - also eine weit größere Heldenreise.
  3. Die Frage zu stellen, was für einen Ritt durch die Hölle (der Veränderung) wichtig ist.
  4. Verträge und Commitments von allen einzuholen, die beteiligt oder betroffen sind.

 

Archetypenkompass

Aus archetypischer Sicht bedeutet dieser erste Schritt vor allem ein Wandel der unteren, schnell destruktiven Hemisphäre vom Dysfunktionalen in das Funktionale.

 

Diese Reise beginnt beim Selbst - bei einem selbst. Gewandelt werden müssen:

  • Angst -> stabiles Fundament
  • Wut -> Lebenskraft und Überzeugung.

Dann geht die Reise weiter in die Außenwelt. Erzeugt werden müssen:

  • Isolation -> Wir-Geist (Gemeinschaft)
  • Überforderung -> Strukturierung.

Auch im Äußeren gilt es, die untere Hemisphäre zu sichern:

  • Risikomanagement betreiben.

Risikomanagement nimmt die Angst und damit, folgend, die Wut, die diese Angst unbewusst machen soll.

 

Da die Entscheider meist das Hauptrisiko darstellen, ist eine Stakeholderanalyse auf Archetypenbasis sinnvoll.

 

Führung

Die Führungskraft tritt in der Heldenreise als Mentor auf. Sie ist stabil, verlässlich, gelassen, in sich ruhend. Je häufiger Ideen in die Umsetzung gebracht wurden, desto deutlicher wird sich die Führungskraft in den Mentor wandeln.

 

Es gibt nur eine Instanz, die die Idee zur Realisierung bringen kann: man selbst. Daher ist es wichtig, die Führung nicht aus der Hand zu geben.

 

Sehr erfolgreich ist hier das Führen über Fragen.

 

Eine gute, wirkliche Führung wird mit allen vier Persönlichkeitselementen und den zwölf resultierenden Ausprägungen souverän umgehen können.