Management

Management ist Bewusstwerdung durch Bewusstmachung


Ebenen der Organisation

Unser Organisationsmodell setzt sich aus neun Ebenen zusammen. Alles zusammen stellt die zehnte Ebene dar.

 

Das Modell dient dem Verständnis der modernen Organisation und ist damit ein Vergleichsmaß hinsichtlich Sinnhaftigkeit, Effizienz und Effektivität.

 

Im Folgenden werden alle Ebenen kurz beschrieben. Dabei werden jeweils die besonderen Merkmale einer Agilen Organisation herausgestellt, um Status und Richtung damit bestimmen zu können.



Identität

Die Identität prägt Unternehmen, Organisation und Mensch gleicher Maßen. Sie zeigt die individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten heraus - das, was von allen anderen dieser Art unterscheidet.

 

Die Identität eines Unternehmens ändert sich für gewöhnlich kaum. Wenn genau dies gelingt, handelt es sich auch tatsächlich erst um die wirkliche Identität.

Agile Organisation

Die Leitbilder von Unternehmen und Organisationen gelten als überall Farce. Sie sind verlogene Masken der Täuschung vor dem wahrhaftigen missgünstigen Chaos im Inneren.

 

Die Agile Organisation räumt mit dieser Illusion auf. Ein Gesundes Erwachsenes Kultur- und Werteverständnis wird auf allen Ebenen gelebt und vorgelebt.



Strategie

Höchste Eigenschaft der Strategie ist es, das Überleben von Unternehmen, Organisation und Mensch auf Ebene des Gesunden Erwachsenseins zu ermöglichen.

 

Die Identität gibt den Rahmen für die Strategie. Sie zeigt auf, wie um deren stabilen Kern die Peripherie gewandelt werden muss, um den Veränderungen im Umfeld gerecht zu werden.

Agile Organisation

Große Change-Management-Projekte, wie sie über viele Jahrzehnte populär und ungeliebt waren, gehören der Vergangenheit an. Zu häufig führten sie zu Frustration und Scheitern.

 

Der kontinuierliche und schnelle Wandel ist zum Unternehmensalltag geworden. Mitarbeiter engagieren sich eigenverantwortlich und fühlen sich durch Ergebnisse bestätigt.



Entscheider

Das klassische Bild von Entscheidern ist zwiegespalten. Man verehrt sie einerseits wie Götter - meidet sie aber menschlich.

 

Dennoch sind 50 % der klassischen Belegschaft auf Anweisungen von oben angewiesen, da sie jemanden benötigen, der ihnen Identität und Richtung aufzeigt.

Agile Organisation

Entschlossen auf der Bühne die Fahnen zu schwingen und neue Visionen zu benennen ist wohl auch heute noch für viele wichtig.

 

Was sich jedoch ändert, ist das Rollenverständnis. Methoden wie ein Unternehmensleitstand, hohe agile Visualisierungstechniken und Entscheidungsvorlagen verändern das Bild.



Führung

Führung kostet Zeit, verlangt Menschlichkeit und Verstand ab. Über diese Privilegien verfügen heute nur wenige. Doch vergrault man A- und B-Mitarbeiter schnell, wenn sie fehlen.


Vor allem Entscheider stehen immer stärker unter Zeitdruck, um sich einzelnen Themen noch wirklich widmen zu können.

Agile Organisation

Im Agilen baut man daher eine Zwischenebene ein, die Entscheider und Operative von einander trennen.

 

Klare Entscheidungen brauchen ein gutes Fundament und müssen zeitnah umgesetzt werden. Mitarbeiter benötigen Zeit und damit Respekt und Vertrauen, um mit Entscheidungen mitgehen zu können.



Projekte

Vor allem in verwaltungslastigen Organisationen stellen Projekte häufig noch immer Exoten dar. "Man macht sie mal so nebenbei!".

 

Auch die Hierarchien dieser Welt stehen ihnen meist verächtlich gegenüber. Hat man sich über viele Jahre hinweg eine Spitzenposition erkämpft, wirkt der A-Projektleiter schnell als Emporkömmling.

Agile Organisation

Eine Trennung von Linie und Projekt geschieht hier nicht mehr. Alles ist immer nur und ausschließlich Projekt - auch wenn dies von der DIN-Definition von "Projekt" abweicht.

 

Gemonitort und gesteuert werden alle Projekte sicher über den Leitstand, gemanaged vom MPM - dem Multiprojektmanager*.

 

Somit gibt es auch Linien- und Prozessprojekte, die die Lebenszeiten der Objekte gleichzeitig begrenzen.



Prozesse

Der Wandel von einer strukturbasierten, hierarchischem Organisation, die von Macht, Status und Unterwerfung geprägt ist, in eine prozessorientierte, bestehend aus flachen Strukturen und Funktionseinheiten ist für viele Institutionen auch heute noch nicht vorstellbar.

 

Dies gibt für viele Führungskräfte ebenso wie für die meisten Mitarbeiter*innen dieser Welt.

Agile Organisation

Im Agilen geht es nur noch um Prozesse. Diese sind eingebettet in Projekte, durch die - wie oben bereits erwähnt - die Lebenszeit der Prozesse explizit gesteuert wird.

 

Priorisierungen, die bisher erkämpft werden mussten, werden nun in Interaktion von Entscheidern und Führungsebene (orange), sinnvoll bemessen und agil gesteuert.



Management

Management ist zu einem Begriff geworden, der für den Großteil der Menschen negativ konnotiert ist. Er impliziert wohl mittlerweile fast immer "Miss-"Management.

 

Aber auch aus Sicht der Entscheider ist Management häufig nichts Reizvolles - bedeutet der Begriff doch meist, für etwas Geld auszugeben, das nicht sofort und deutlich auch Resultate einfährt.

Agile Organisation

Die Agile Organisation sucht nach Synergieeffekten zwischen den Management-disziplinen. Die Frage lautet eher, was man sich sinnvoll einsparen kann, bevor man Redundanzen und Kunstwerke schafft.

 

Das Aufbereiten von Entscheidungen kommt immer stärker aus engagierten A-Mitarbeitern heraus, als von nur einer einzigen Machtperson. Vorsicht ist dennoch geboten - nicht nicht alles Agile ist auch wirklich agil.



Ressourcen

Das Paradigma, die Ausbildung in einem Unternehmen zu machen und das Leben lang dort zu bleiben, in derselben oder in aufsteigenden Hierarchien, gibt es zwar auch noch heute - doch wird es immer unrealistischer.

 

Spätestens bei den ersten Versuchen eines Multiprojektmanagement wird man ein jeder Art von statischem, veränderungs-phobischen System scheitern.

Agile Organisation

Tatsächlich ist es Multiprojektmanagement, MPM, an dem Unternehmen - übrigens wohl ausnahmslos - scheitern. Nicht nur in einem Projekt kommt es immer anders als geplant. Bei mehreren werden gleich dramatische Kettenreaktionen ausgelöst.

 

Dies verlangt dem klassischen Ressourcendenken einen radikalen Paradigmenwechsel um 180 Grad ab. Das ist wiederum nicht nur mit komplett neuen Prozessen verbunden - sondern auch mit einer ganz anderen Einstellung der Mitarbeiter*innen.



Psychologie

Zu Psychologisieren ist immer ein tabubehaftetes Thema. Schaut man sich den Katalog an Persönlichkeitsstörungen an, stellt man schnell fest, dass es kaum einen Menschen gibt, der hiervon wirklich befreit ist.

 

Äußere Normalität ist schon seit Watzlawicks Zeiten eher ein Anzeichen für das innere Abnormale.

Agile Organisation

Im Agilen wird dieses "Abnormale" jedoch jeder Unternehmung schaden. Gleichzeitig ist es nicht aus uns Menschen herauszutreiben.

 

Um diese Schwierigkeit zu überwinden trennt man im agilen Miteinander klar zwischen Mensch und Funktion. Dies eröffnet ganz neue Möglichkeiten der Selbstfindung und -werdung in der Belegschaft und das Einbringen hoher Individualität in Alltag und Entscheidungen.



Ganzheitlichkeit

Der klassische Top-Down-Ansatz überholt sich immer stärker - nicht, weil er das Leben nicht doch irgendwie vereinfacht.

 

Vielmehr sind den Entscheidern dieser Welt wirklich sinnhafte und nachhaltige Entscheidungen in heutigen, komplexen Unternehmensstrukturen und dem schnellen Wandel gar nicht mehr möglich.

 

Alles ist zu schnell, zu komplex und zu respektaffin.

Agile Organisation

In der Agilen Organisation werden die Mitarbeiter jeder (flachen) Hierarchiestufe zu Informationsgebern und Entscheidungshilfen. Über Multiprojekt-Manager - die 1.Offiziere des Unternehmens - werden nötige Informationen transparent aufbereitetet und Entscheidern anschaulich visualisiert.

 

Nur so kann der Entscheider noch seiner Rolle gerecht werden und der Belegschaft gleichzeitig die Möglichkeit gegeben, mit zu steuern.



Umdenken!

Heutiges Management wird fast immer als Miss-Management wahrgenommen. Der Manager - in unserem gesellschaftlichen missverstandenen Definieren - ist oft das eher psychisch Kranke. Das durchschnittliche Managementtraining ist auch meist das Komplementäre zu einer funktionalen systemischem Psychotherapie: denn es hat das Ziel, das Geistesgestörte im werdenden Manager zum Vorschein zu holen und seinem Auftreten Erlaubnis zu geben - anstatt sich die Mühe zu machen, es gegen das Gesunde, wirkliche und funktionale Handeln zu substituieren.

 

Im Agilen wird Management hingegen strukturiert und prozessual auseinandergenommen - um das Funktionale wieder zu ermöglichen.