Unbewusste Achtsamkeit

... parallel zu bewusster energievoller Konzentration

beides gleichzeitig:  konzentriert  +  achtsam



Hinhören & zuhören

erst bewusst - später unbewusst

Achtsames Zuhören und Hinhören funktioniert mehrdimensional:

  1. auf die Körpersprache (non-verbal)
  2. auf das Paraverbale (z. B. Lautstärke)
  3. auf den Inhalt (verbal)
  4. auf die Gleichgerichtetheit.

Der eigene Körper hört auf die Körpersprache. Denn nur er kann sie interpretieren.

 

Das eigene Stammhirn achtet auf das Paraverbale, denn es ist am besten auf Feinheiten und Nuancen getrimmt.

 

Der Neo Cortex erfasst Sinn und Sinnhaftigkeit, strukturiert und ordnet, schafft Transparenz als Grundlage des Verstehens.

 

Das Limbische System beobachtet, ob die drei oberen Analysen auf dasselbe hindeuten oder ob es Abweichungen gibt.

 

Die Ganzheitlich des Gegenübers wird so bewusst wahrgenommen. Anfangs durch das lernende bewusste kleine Ich, das sich durch diese neuen Methodenkompetenzen zum Gesunden Erwachsenen weiterentwickeln kann.

 

Später durch das eigene Unterbewusstsein, durch das Wesen, die Intuition, die wahrscheinlich eh schon die Zusammenhänge versteht und kennt. Somit ist es wahrscheinlich eher der Prozess des Zueinanderfindens von Gesundem Erwachsenen und Intuition.

Spiegeln - womit?

Den Inneren Spiegel putzen und polieren

Das Hinhören und Zuhören ermöglicht die vollständige Empathie zum Gegenüber. Man weiß dann intuitiv recht gut:

  • wie es dem Gegenüber geht
  • welche Emotionen vorhanden sind
  • welche Bedürfniss erfüllt und nicht erfüllt sind
  • wie gut Zusammenhänge verstanden werden
  • welche Teilpersönlichkeiten im anderen aktiv sind
  • wie stark das Kranke Kind noch ist
  • wie stabil das Gesunde Erwachsene bereits geworden ist - ob es überhaupt schon in Erscheinung tritt.

Oft sind es auch nur eine Spekulation und Hypothe, vor allem, wenn man noch bewusst analysiert und das eigene Wesen nicht bereits auf Anhieb alles genau kennt.

 

Der Mensch will gesehen werden, hinter allen Fassaden und Masken von Rollen und Funkltionen.

 

Für die meisten ist das Ignoriertwerden als Mensch das Fatalste, das passieren kann.

Reflektieren - wie?

Behutsam erfragen

Dann kann man die Vermutungen behutsam hinterfragen, um mehr zu erfahren, was den Menschen in seiner menschlichen Rolle tangiert.

 

Dabei gibt es zwei Wege:

 

1. Man wechselt in die Rolle des Therapeuten/ der Therapeutin und gibt das zusammenfassend wieder, was man herausgehört hat:

  • Wünsche
  • Sorgen
  • Bedürfnisse
  • Emotionen

Das Therapeutische ist wichtig, um professionell bleiben zu können, sich also nicht selbst - EGO - einzubeziehen. Die Stimme klingt ernst und wohlwollend.

 

2. Man lässt das eigene Wesen führen, das liebevoll, behutsam und mitfühlend auch ohne jemals gelernte Methodik die richtigen Fragen auf die richtige - also passgenaue, angemessene, authentische und damit funktionale - Weise zu stellen vermag.

 

Für viele Menschen hat Weg 1 die Bedeutung, Weg 2 zulassen zu können, da durch die Beobachtung und Analyse von Weg 2 durch Weg 1 die Sinnhaftigkeit und Perfektion des bereits im Menschen Vorhandenen verifiziert werden und damit freigegeben werden kann.

 

Methodenkompetenz ist nicht weiter als der Weg, etwas in sich zu-, heraus- und walten zu lassen, dass schon längst alles vermag, ohne jemals etwas über Methoden gewusst zu haben. Methodik ist daher einer der größten Schwellwächter auf unseren Heldenreisen.


Übungen für Achtsamkeit

Achtsam hinhören - und reflektieren helfen

Den Inneren Spiegel des Selbst sich und den anderen behutsam vorhalten, damit sie sich erkennen und erkannt fühlen


Changemanagement

Jedes Projekt ist ein Wandel. Ob neue Technik, neue Prozesse, neue Kolleg*innen, ein neuer Standort oder neue Produkte - immer wird es ein paar Menschen geben,

  • die aktiv unterstützen,
  • sich darüber freuen
  • andere, die dem neutral gegenüber stehen und
  • wieder andere, die davor Sorgen haben,
  • sich dem widersetzen oder
  • den Wandel gar sabotieren.

Achtsamkeit kann man auf grober Ebene in Transformationen üben. So ist es möglich, die meisten der oben genannten Typen mit in den Wandel einzubeziehen. Meist ist nur die letzte Gruppe "nicht bekehrbar".

 

Auf weit feinerer Ebene funktioniert Achtsamkeit in Gesprächen. Häufig wechselt die Farbe der Emotionalität dort weit schneller und dynamischer als in Projekten. Entsprechend zeitnaher, synchroner muss die Achtsamkeit eingesetzt werden, um bei Bedarf noch rechtzeitig entgegen zu lenken.

Kollegen und Familie

Achtsamkeit ist immer gepaart mit Aktivem Zuhören oder Paraphrasieren. Dies ist genau das Hochhalten des Inneren absoluten und wahrhaftigen Spiegels. Man spiegelt sich selbst und das Gegenüber, um sich selbst zu erkennen bzw. dem Gegenüber zu vermitteln, dass und wie man es erkannt hat.

 

Wenn emotionalisierte Kolleg*innen oder Familienmitglieder erscheinen, kann man vorsichtig das Aktive Zuhören üben.

 

Wichtig ist dabei, dass man es derart behutsam macht, dass auch ein erstes, noch unauthentisches Anwenden der Methode "kein Öl ins Feuer gießt" - man also die Emotionen im Gegenüber nicht noch durch merkwürdiges, mehrfach interpretierbares und vielleicht ungewohntes Verhalten anfacht.

 

Empathisch, feinfühlig, liebevoll funktioniert es. Fühlt man dies nicht, ist es schwierig. Dann sollte man ernst und unemotional unterwegs sein. Das wirkt dann, gut gemacht, professionell.

Beim Autofahren

  • Eigene Wut erkennen
  • Mitgefühl mit sich selbst haben -
    • inneren Dialog mit dem Krieger in sich öffnen
    • dem Krieger Verständnis zeigen
    • dem Krieger aufzeigen, wie fatal kriegerisches Verhalten für einen selbst ist
  • Mitgefühl mit anderen haben -
    • verstehen, dass andere auch ihre Angst, Wut und ihren Hass haben
    • Emotionen und damit Verhalten bei anderen erkennen und als gegeben hinnehmen, so wie man es oben auch mit sich selbst geübt und vielleicht auch schon gelernt hat
  • Entspannen
    • Hand zur Dankbarkeit heben
    • vom Gas gehen (ins Lot kommen
    • andere bei Bedarf vorlassen
    • Lächeln über sich und seinen Stress (liebevoll, nicht überheblich)