Sein statt Haben

Ich bin ich selbst und möchte ich selbst SEIN  -  und definiere mich damit nicht (mehr) über das, was ich HABE

Wünsche und Statussymbole als Indikatoren erkennen  -  für das, was an methodischen Fähigkeiten noch entwickelt werden möchte



Der Fisch und sein Stöckchen

Die Fische einer Art sind alle gleich. Alle diese gleichen Fische müssen sich ein klein wenig Futter teilen.

 

Einer der Fische hat derart viel Angst, nicht genug Futter für sich zu bekommen, dass er den anderen klar machen möchte, dass ihm ein sehr großer Teil des Futter zur eigenen Verfügung steht.

 

Da er sich jedoch nicht von den anderen Fischen unterscheidet, bleibt im nichts anderes übrig, als sich etwas zu suchen, das ihn dann unterscheiden wird.

 

So begibt er sich auf die Suche und findet ein Stöckchen. Stolz schwimmt er mit dem Stöckchen im Mund durch den Scharm. Alle erkennen, dass das Stöckchen etwas Besonderes zu sein scheint, sonst wäre der Fisch ja nicht derart stolz darauf - ansonsten wäre er ja wohl schließlich geisteskrank. So lassen sie ihn aufgrund dieser Besonderheit zuerst fressen, bis er satt ist.

 

Als einen Monat später viele andere Fische auch Stöckchen mit sich herum tragen, vor allem noch größere, wird die Beute neu verteilt. Nun teilen sich alle Fische mit Stöckchen im Mund das Futter. Für die ohne Stöckchen bleibt nichts übrig.

 

Dies ändert sich schlagartig, als einer der Fische mit einer bunten Muschel im Mund ankommt. Staunend machen sie "dem König aller Fische" Platz.

 

Einem der Fische gefällt dies gar nicht. Er vergiftet die Beute und spekuliert laut denkend, dass dies nur an der neuen bunten Muschel liegen könne. Der muscheltragende Fisch wird daraufhin vertrieben - und der vermeintliche Retter bekommt von da an immer das Recht des Ersten.

Geisteskrankheiten erkennen

Mit die weit verbreitetsten geistigen Krankheiten sind:

  • Identitätslosigkeit (Level -1)
    • NEUROSEN
    • Angst
    • Burnout
    • Unterordnung
    • Wünsche haben, die alles ändern
    • Truman (Show) vor dem Wandel
  • Minderwertigkeit (Level -2)
    • PSYCHOSEN
    • Cholerik
    • Soziopathie
    • haben wollen
    • Wertorientierung
    • Durchschnittschef, Primaten
  • Narzissmus (Level -3)
    • SCHIZOPHRENIE
    • Psychopathie
    • Verachtung von Allen
    • Nur selbst haben dürfen
    • Vernichtung, mit der Illusion, damit zeigen zu können, dass man besser wäre als das Vernichtete
    • Hitler, Trump, Heinz Nixdorf

Gleich danach beginnen die geistigen Krankheiten, bei denen das Wesen kaum noch oder gar nicht mehr ansprechbar ist, wie:

  • Depression (Level -4)

Dann kommen "nur" noch

  • Koma (Level -5)
  • Tod (Level -6).

Bei den Leveln -5 bis -6 kann KeieiDo nur prophylaktisch ansetzen. Schon Level -4 liegt eigentlich außerhalb der dessen Hebelwirkung.

Methodik höchst selten

Sobald man die Wert-Orientierung - Grundlage der meisten Geisteskrankheiten - verlässt, die Begriffe

  • Wert haben oder
  • etwas wert sein

nicht mehr existieren, gelangt man in die Welt des SEINS.

 

Hier spielen in der Entwicklung erste einmal Methoden und deren Anwendung eine wichtige Rolle.

 

Sobald Methodik automatisch angewendet wird, öffnet sich meist auch das bei den meisten Menschen verschlossene Tor zur Intuition (nicht Instinkt).

 

Erst die Methoden ermöglichen es meist, wenigstens im ersten Schritt, die Geisteskrankheiten 

  1. in anderen 
  2. in sich selbst

- oder anders herum - zu erkennen, sie sich also bewusst zu machen.

 

Dann kann auch ein (Selbst-)Heilungsprozess begonnen werden, mit genau denselben Methoden, die das Erkennen ermöglicht hatten.

 

Es ist eigentlich ein sehr einfacher Weg, der sehr vielen Menschen jedoch viel Übung abverlangt - auch wenn es einen sehr direkten Weg gäbe, der jedoch nicht so einfach zu finden ist.

 


Übungen für Sein oder Haben

Ich werde nie das sein, was ich mir wünsche oder bereits habe. 

"Endlich habe ich es geschafft - ich habe die Position Führungskraft!", bedeutet, dass diese Person wohl nie wirklich führen können wird.  


Auf was bin ich stolz

Fragen Sie sich zum Beispiel:

  • Was habe ich alles?
  • Worauf bin ich stolz?
  • Worauf bin ich besonders stolz?
  • Was muss ich unbedingt haben?
  • Was muss ich unbedingt auch haben?
  • Was habe ich, das mich besonders macht?
  • Was habe ich, an dem andere erkennen, dass ich jemand besonderes bin?
  • Was bräuchte ich, damit alle sehen können, dass ich wirklich einzigartig besonders bin?
  • Was steht mir eigentlich schon  längst zu, mit dem nicht nur ich, sondern auch die Welt um mich herum schon längst erkannt hätte, wie großartig ich bin?

Dann überlegen Sie sich, was Sie symbolisch mit diesen Besitztümern haben oder erhalten:

  • mehr Sicherheit
  • mehr Zugehörigkeit
  • mehr Anerkennung
  • mehr Respekt 
  • mehr Achtung
  • mehr Durchsetzungsfähigkeit
  • mehr Einlass
  • mehr Mitarbeiter
  • mehr Personal
  • mehr Assistent*innen
  • ...

Ihre Übung besteht nun darin, sich aufgrund der Deutungen zu überlegen, welche Methoden sie sich aneignen müssten, um auch ohne all diese Besitztümer (auch Macht und Status), Ihre Grundbedürfnisse erfüllt zu bekommen.

 

 

Grundmotivationen

Schauen Sie sich die folgenden Grundmotivationen an und markieren Sie in einem Netzdiagramm die Ausprägungen auf einer Skala von 0 - 5:

  • Neugier
  • Herzlichkeit
  • Feinfühligkeit
  • Staunen können
  • Empathiefähigkeit
  • Offenheit für Neues.

In welchen Ihrer Lebensrollen sind diese Urmotivationen eher ausgeprägt, in welchen eher weniger? Beispiele:

  • Führungskraft
  • Mitarbeiter*in
  • Kolleg*in
  • Partner*in.

Fragen Sie sich, wodurch die unterschiedlichen Ausprägungen zustande kommen.

 

Identifizieren Sie auf dieser Basis die Verhinderer, für die Methoden entwickelt werden müssten, um sie zu überwinden.

 

Welche Methoden haben Sie gefunden, für welche Situationen?

Ohne alles

Stellen Sie sich vor, es ginge Ihnen wie Odysseus nach seiner Heldenreise: Sie hätten ihr EGO überwunden und hätten damit gefühlt nichts mehr:

  • keinen Titel (Prof. / Dr. / Dipl. / Mag.)
  • keine Position (Chief X Y)
  • keinen Wagen
  • keine eigenen Parkplatz
  • kein Büro in den oberen Stockwerken
  • kein eigenes Büro
  • keinen festen Arbeitsplatz
  • keine Kolleg*innen, die Sie kennen
  • keine Mitarbeiter*innen
  • keine Fürsprecher.

Wenn Sie Glück haben, trifft vieles hiervon nicht zu, denn alles hindert die Entwicklung der Persönlichkeit.

 

Nun versetzen Sie sich in die Situation, dass Sie neu in ein Unternehmen kommen, in dem Sie also niemand kennt und Sie auch äußerlich nicht sonderlich auffallen.

 

Welche fünf bis zehn Aspekte bereiten Ihnen besonders große Sorgen/ Wüte?

 

Was macht einen solchen Neuanfang so schwierig?

 

Mit welchen Fähigkeiten und Methoden wäre ein solcher Einstieg weit einfacher?

 

Stellen Sie sich somit ein Liste mit Methoden zusammen, die Sie sich aneignen könnten.

 


Literatur