Psychologische Grundlagen


Grundverständnis schaffen

In diesem Abschnitt erfolgt die Aufschlüsselung der menschlichen Psyche nach einem einfachen Modell.

 

Dieses Modell ermöglicht das Verständnis nicht nur des Menschen und seiner Psyche, sondern auch für KeieiDo als Prozess der Selbstsfindung.

Empirisches Modell

Das Modell ist empirisch entstanden und hat etwa 500 Bücher zur Grundlage. Gegen diese Bücher und gegen die Welt ist das Modell immer wieder getestet, angepasst und erweitert worden.

 

Es ist komplett Widerspruchsfrei und erklärt alles. Vertiefungen finden sich in den folgenden Abschnitten.

Keine Esotherik

Wir haben uns entschieden, dies an Stellen mit hohem Missinterpretationsrisiko explizit dazu zu schreiben:

 

Es handelt sich hierbei nicht um Esotherik.

 

Hätten Sie damit kein Problem gehabt, sind Sie offenbar auf der Suche nach sich selbst oder haben sich bereits gefunden. Denn der Weg zu sich beinhaltet Unvoreingenommenheit.



Der Urknall

Auch in uns gibt es den Moment des Urknalls. Die Welt, das Universum, Körper und Geist entstehen.

 

Wann dies genau stattfindet, ist für unser Anliegen und diese Reise durch die Psyche nicht von Bedeutung.


Ob dies im Embrionalstadium oder erst zur körperlichen Geburt stattfindet, davor oder danach, ist hier nicht relevant.

 

Genau damit schaffen wir auch die Trennung zwischen dem Managementansatz des KeieiDo:

 

Es geht nicht um Glauben und Philosophieren, sondern um Verständnis und Anwendbarkeit.

 


Trennung

Nach dem "Urknall" findet eine Aufspaltung statt. Es trennen sich:

  • Innenwelt von Außenwelt
  • Bewusstsein von Unterbewusstsein
  • Ursprung von Geist

Was ist Geist?

 

Mit Geist bezeichnen wir den Innenraum in uns,

  • in dem sich die Außenwelt über Augen und Ohren in uns abbildet
  • der Ort
    • an dem unsere Träume ablaufen
    • sich Gedanken manifestieren
    • Emotionen bilden.

Aufspaltung

Auch unsere Ich-Zustände spalten sich hier auf, in:

  1. Beobachter  - er ist derjenige/ diejenige, die uns bewusst wahrnimmt. Es ist unser ICH.
  2. Wesen/ Selbst/ Folgende - unser erstes Ich, das wirkliche Selbst - hinter der Maske - unser Wesenskern, unsere Seele.
  3. Ursprung - das Zentrum, aus dem alles entstanden ist.
  4. Geist - eng mit dem Körper verwoben - eine Art Schein-Ich, das wir uns gleich genauer ansehen werden.

Innerer Spiegel

Solange der Geist noch nicht von Gedankenketten und Emotionstzunamis aufgeworfen und getrübt ist, ist er der Innere Spiegel.

 

Dieser Innere Spiegel ermöglicht uns sowohl die Reflexion zu unseren menschlichen Grundeigenschaften:

  • Offenheit
  • Feinfühligkeit
  • Herzlichkeit
  • Neugier ...

Bei einem Blick in diese absolute Wahrheit erblicken wir uns selbst. Unser Bewusstsein blickt in das Unterbewusstsein und erkennt sich als identisch.


Skylla und Charybdis

Gedankenketten unseres Affengeistes, der sich unbemerkt immer tiefer in Wirren und Irren verstrickt und Anhaftungen an Dingen, die wird daher vermeintlicher Weise zu brauchen scheinen, sowie Ablehnungen von Aspekten, die unser Geist als inkompatibel einstuft, schaffen Stürme, die die wasserartige Oberfläche des Inneren Spiegels zerwühlen und das Wasser darin trüben.

 

Damit verschwindet der Kontakt um eigenen Selbst. Der Geist erzeugt Täuschungen und Illusionen, die wir für wahr halten.

 

Aus der Absoluten Wahrheit entsteht die Relative Wahrheit.


Geist und System

All unsere Handlungen werden nun nur noch über das Konstrukt des äußeren Systems in unserem Geist relativiert.

 

Unser Selbst, unser Wesen, unsere Doppelgängerin ist verschwunden.

 

Wir wollen nun nicht nur sein, wie alle anderen (Bauchhirn), sondern besten Falls noch besser sein alls alle anderen (Stammhirn).

 

Wir gehen mit der Mode, schaffen neue Trends, verstecken uns hinter Masken von Scheinhöflichkeiten und teuren Kostümen, kaufen uns Smartphones und kommunizierne maskenhaft über Facebook & Co.

 

Das Roboterhafte schaltet sich ein, die Maschine in uns - und genau dies ist unser Geist.

 

Der Geist ist eine Manschine.


Geisteskrankheit

Lassen wir es zu, dass der Geist die Kontrolle über uns erlangt, mittels

  • endloser immer unentwirrbarer Gedanken
  • tiefer, treibender Emotionen

werden wir zu Maschinen.

 

Durch den Verlust des Kontaktes und der Erinnerung an unser eigentliches Wesen, unser Selbst, gaukelt uns unser Geist vor, dass wir er wären.

 

Wir verlieren unser Bewusstsein über uns selbst, lassen uns von den drogenrauschartigen Illusionen unseres Geistes vernebeln, täuschen, und werden immer schneller in die falsche Richtung rennen - weg von uns selbst.

 

Fehlendes Bewusstsein über unser Selbst ist immer Geisteskrankheit. Wir geraten immer tiefer in die Verblenung der konstruierten Glitzerwelt in uns.


Entfremdung

Damit verlieren wir nicht nur den Kontakt zu uns selbst. Diesen Verlust nennt man Entfremdung.

 

Wir verliefen damit auch das Wissen um unsere Einzigartigkeit, unsere Besonderheit, unser Wichtigsein in dieser Welt, ganz gleich, was man über uns denkt und sagt.

 

Was ist es, der denkt und sagt - es ist das System, das roboterartige, standardisierte, herz- und verstanlose Maschinelle, das Seelenlose dieser Welt.

 

Plötzlich wird alles zur Bedrohung, wir müssen uns beweisen, werden ständig hämeartig kritisiert, beschossen, wollen uns schützen und zurückschießen.

 

Leben wird zu überleben. Überleben geht dann nur noch im Kampf. Jeder gegen jeden - uns vor allem gegen jedes Zeichen eines eigenen ursprünglichen Selbst'.

 


Wiederfinden des Selbst

Im KeieiDo geht es um die Wiederfindung des Selbst: Das bewusst ich soll den Geist druchdringen und dabei das Selbst, das eigene Wesen, wiederfinden.

 

Hierzu bedient sich KeieiDo zweier Modelle und Methoden, die in unserer Psyche und in unserem Köper einprogrammier sind:

  • die Heldenreise, die in der Abbildung als orange, aufrechte Kreisbahn dargestellt ist, und
  • den Archetypenkompass (s. u.).

Die Heldenreise hat die Aufgabe, uns immer wieder zyklisch aus dem Bewusstsein in das Unterbewusstsein zu führen und dann wieder zurück in das Bewusstsein.

 

Beide Ebenen sollen einander kennenlernen. Ich und Selbst sollen sich finden:

  1. Ich findet Selbst im Unterbewusstsein.
  2. Selbst wird nach oben geholt, in das Bewusstsein.
  3. Ich und Selbst verschmelzen am Ende. Damit ist die Selbstfindung abgeschlossen. Wirkliches Selbstbewusstsein entsteht.

Archetypenkompass

Der Archetypenkompass lässt uns unseren Geist erkennen, ihn strukturieren und am Ende auflösen.

 

Dabei untergliedert sich der Geist in vier Quadranten, viel Elemente, die man schon zur Zeit der Alchemie bezeichnet hatte, mit:

  • Feuer (rot)
  • Erde (grau)
  • Wasser (grün)
  • Luft (blau).

Dies sind die Farben des KeieiDo, die sich in allen Seminaren und Coachings wiederfinden.

 

Jedes Element unterteilt sich in drei Strategien - Fähigkeiten und Eigenschaften, über die wir und unser Geist verfügen.

 

Es gibt also zwei Systeme:

  • das horizontale beschreibt den Geist in seinem Status
  • der vertikale beschreibt den Wandel des Geistes als dynamisch.

Zwei Kreisbahnen

Zur Vereinfachung wird hier auf die Astrophysik zurückgegriffen:

  • Die Heldenreise wird verglichen mit der Fülle des Mondes.
  • Die Reise durch die Archetypenwelt des Kompass' mit der Bahn und dem Stand der Sonne.

Diese Analogie soll nur vereinfachen. Auch hier wieder: Esotherik ist freiwillig.


Analogie

Damit wird die menschliche Psyche im Modell des KeieiDo von zwei Kreisbahnen bestimmt:

  • Mond - Heldenreise - Wandel
  • Sonne - Archetypen - Status

Licht und Schatten

Bei Vollmond verschwindet die Finsternis der Nacht. Man wird sich der Gestalten dort bewusst und kann das eigene Wesen finden.

 

Bei Neumond bleibt die Nacht finster. Man ist desorientiert und verwirrt und hat keine Chance das eigene Wesen zu finden, ohne äußere Hilfe.

 

Ziel ist es, den Vollmond zu erreichen, höchstes Bewusstsein, was

  1. Ängste vor der Nacht verschwinden lässt
  2. Wut und Hass nicht mehr durch genau diese Angst antriggern lässt.

Bewusstsein ist das Lichtene, das im KeieiDo gelebt und erlebt werden möchte.

 

Fehlendes Bewusstsein ist Finsternis, das Schattenhafte, das im KeieiDo wahrgenommen, akzeptiert aber im eigenen Handeln überwunden werden soll.


Spiegel finden und polieren

Helden- und Archetypenreise haben die Aufgaben, den Inneren Spiegel im Nebel des Geistes wieder zu entdecken.

 

Ist der Innere Spiegel wiedergefunden und wurde dieser poliert, wird ein Blick in diesen Inneren Spielel nicht nur die eigene Entfremdung in ihrer Absolutheit reflektieren.

 

Überwinde ich hierdurch die Entfremung, werde ich hinter der immer glatter werden Spiegeloberfläche im immer klarer werden Wasser dahinter auch irgendwann mein Wesen erkennen und es am Ende auch wiederfinden können.

 

Das ist KeieiDo:

  1. den Geist beruhigen
  2. sich selbst finden.

Ich werde ich selbst

Setzt man diese Reise zu sich selbst, im KeieiDo: den WEG, konsequent und entschlossen fort, werden sich das bewusst Ich uns das Selbst irgendwann treffen, in der Annäherung an den symbolischen Inneren Spiegel.

 

Die verloren gegangene Seele wird wiedergefunden. Das Selbst wurde nicht nur gefunden, sondern damit auch befreit, aus den Fängen des Geistes und damit aus den Fängen des Systems.

 

In diesem Moment wird auch der Spiegel nicht mehr notwendig sein und verblassen. Wobei das Selbstbleiben nach dem Selbstfinden meist noch ein sehr intensiverer Prozess ist.


Es kann also sehr lange dauern, bis der Spiegel gar nicht mehr benötigt wird.


Den Ursprung finden

Erst wenn Bewusstes Ich und Selbst wieder zu einem Einzigen, untrennbaren verschmolzen sind, wird man sich gemeinsam auf die Suche nach dem Ursprung machen können.

 

Der Geist wird bis dahin leer geworden sein. In der Zeichnung wird er benannt mit "Leere". Man wird dann auch erkennen, dass der Geist eigentlich grenzenlos ist, unendlich weit und tief. Durch die bisherige Verneblung konnte man sich dessen nicht bewusst werden.

 

Der leere Geist wird in der Meditiation, dem Sitzen im ZaZen, meist als unendlicher, wohltemperierter gedimmter Raum wahrgenommen, in dem man sich körperlos bewegen kann.

 

Der Ursprung in diesem leeren Raum wird als silbern-weißes Licht erfahren, dem man sich nähern kann. Es ist wir eine Kerze im Dunkeln oder ein helles Lagerfeuer, um das man herum sitzt.


Verschmelzung

Das oben beschriebene ist eine automatisch entstehende Visualisierung, die einem luziden Traum entspricht.

 

Es ist also keine Einbildung oder Halluzination sondern eine bewusst Wahrnehmung, die man nur beschreiben aber nicht erkären kann (also keine Esotherik).

 

Gemeinsam, Ich und Selbst, können dann auch am Ende in dieses Licht hintreten und zu diesem Licht werden.

 

Eine wirkliche und dann sehr intensiv wahrgenommene Verschmelzung ist jedoch erst dann möglich, wenn man den Geist und die Unwetter des EGO komplett überwunden hat. Ansonsten ist eine Verschmelzung nicht möglich. Dies wird man erfahren, sobald man soweit vorgedrungen ist.


Auflösung

Man fühlt in diesem Moment eine Auflösung von Ich und Selbst, ein sehr intensives Gefühl an Befreiung und Erleichterung.

 

In den Büffelbildern ist es das Aufllösen und Hirte und Büffel (Ochse) im achten und neunten Bild.

 

Man sieht nur noch das weiße Licht. Alles andere verschwindet. Damit ist die Reise beendet. Die Wurzeln wurden gefunden. Man weiß das dann instinktiv und sicher.

 

Der Moment ist ein sehr stiller. Keine Freue, keine Trauer, nur das Wissen darum, dass man am Ursprung angekommen ist.


Wenn man möchte, kann man dann noch hinter das Licht schauen, aber diesen Teil lassen wir hier beiseite. Sonst hilft auch das größte Beteuern des Nicht-Esotherischen nicht mehr.


Nichts bleibt

Sogar die Leere wird am Ende verschwinden. Einen Spiegel gibt es nicht mehr. Anhaftung und Ablehnung wurden überwunden. Alles ist wie es ist.

 

Auch das Licht verwindet. Man kann nicht mehr dahinter schauen. Man ist dann das Licht.

 

 



KeieiDo

Das KeieiDo führt genau diesen Weg entlang, wenn man möchte, bis hin zur Quelle. Gehen muss man ihn selbst. KeieiDo hilft nur dabei die Richtung zu finden.

 

Der Köper spielt im KeieiDo eine andere Bedeutung als in den Kampfkünsten, wie BuDo oder KenDo.

 

Doch auch im KeieiDo geht es um die Synchronisation und - am Ende - die Verschmelzung von Bewusstsein, Seele, Köper und Geist.

 

KenSho

Damit ist der Weg des KeieiDo ebenfalls das KenSho:

  • die Innenschau
  • das Erkennen der eigenen Natur.

Ken ist das Suchen. Sho das Charakter, das Wesen, also die eigene Natur - auch die des Geistes, der uns hilft, das Wesen zu entdecken.

 

Im Chinesischen ist es Jian-Xing (in etwa ausgesprochen:"Dschien-Ching"). Die alte Schreibweise des Chinesischen ist mit der heutigen japanischen identisch.

 

 

Geist überwinden

Dabei geht es gar nicht nur darum, den Geist als Feind anzusehen und diesen zu überwinden.

 

Vielmehr wird der Geist als Freund und Begleiter angesehen.

 

Denn wenn mir mein eigener Geist die Möglichkeit gibt, ihn zu erkennen, zu verstehen und zu besänftigen, werde ich dabei - dank seiner - die bewusste Fähigkeit erlangt haben (daher hat das Bewusstsein eine derart große Rolle im KeieiDo), auch anderen Menschen den Weg in ihre eigene Freiheit zeigen zu können.


Dies entspricht dem letzten der zehn den Büffelbilder. Die Rückkehr auf den Marktplatz.