Mentor*in werden

Feinfühlig, vorsichtig und subtil:  unbemerkt Türen und Tore öffnen, für andere, die ansonsten vorbei gegangen wären

keine Kritik - keine Werturteile - keine Ablehnung - keine Anhaftung  -  vielmehr frei sein auf menschlicher Ebene & transparenzschaffend auf sachlicher



Ursprung statt Methodik

Die Methodik, die lange Zeit erlernt, angewendet und passgenau, bewusst ausgewählt werden musste, ist derart "in Fleisch und Blut übergegangen", dass etwas anderes zum Vorschein gekommen ist:

  • aus EQ wird liebevolle Herzlichkeit
  • aus IQ wird pragmatische Ernsthaftigkeit.

Man braucht keine Hilfskonstrukte mehr, die helfen, energievoll das Jetzt zu meistern. Vielmehr haben die Methoden bewusst, doch meist eher unbewusst, geholfen, den eigenen Wesenskern zu finden.

 

Dort findet man intuitive Methodik, tiefes Verständnis um Zusammenhänge, und kann daher den methodische Werkzeugkoffer anderen überreichen, die sich ebenfalls - bewusst oder unbewusst - auf der Reise zu sich selbst befinden.

 

Mythische Apotheose

Man fühlt in sich hinein und weiß nicht nur, welcher Weg der einzig richtige ist - man vertraut dieser Intuition auch.

 

Durch sich selbst hat man erfahren, dass der Weg in die eigene Freiheit des Unbewussten Selbst über 

  • Liebevolle Geborgenheit und
  • Lösungsorientiertes Wohlwollen 

führt.

 

Daher wird man seinen Schülern, Coachees. Mentees und Gästen:

  1. auf menschlicher Ebene liebevoll und Geborgenheit gebend zugehen - und
  2. auf sachlicher Ebene gedankenspinnend Räume öffnen, ohne Ratschläge zu geben.

Beide Eigenschaften sind die der Hauptgottheiten der Mythologien dieser Welt. Auch sind es Eigenschaften idealer Eltern.

 

Mit dem Leben abgeschlossen

Wenn man erkannt hat, dass die Apotheose mit diesen gottgleichen Eigenschaften das eigentliche und wirkliche Ziel im Leben ist, denn mehr Glück wird man dauerhaft nirgends erfahren können, verliert man die Angst von dem Tod.

 

Auch das Alter des Körpers verliert vollständig an Bedeutung, da man sich selbst als alterslos erkennt.

 

Frei von jeder Angst - die größte ist die vor dem Sterbend und dem Tod - wird man die für den Mentor/ die Mentor*in notwendige Gelassenheit entwickeln, anderen indirekt diese Botschaft zu vermitteln.

 

Indirekt wird es meist transferiert werden müssen, denn jede explizit benannte Weisheit - Lebenserkenntnis - kommt meist ganz anders herüber als gemeint. Schon dieser Absatz hier, wird für viele Leser*innen merkwürdig wirken. Man muss die Erfahren gemacht haben, bevor man die Zusammenhänge versteht.



Damit ist der Weg nicht abgeschlossen  -  nun beginnt das Üben ohne Ende. Auch hierbei unterstützen wir sehr gerne.

Wenn Sie diese Stufe der persönlichen Entwicklung erreicht haben, werden Sie Management - so wie wir - als "waza" (jap.) erkennen, als Wegweiser.

Übungen für das Mentorsein

Keine Übung mehr von außen  -  Übung von Innen  -  immerfort 

Nur über lebenslanges Übenwollen ist der Mentor/ die Mentorin ein Meilenstein - aber weder Ziel, noch Ende der Reise. Was ist das Ziel?  (Ein Koan)


Mitgefühl und Herzlichkeit

Anders als es beim Gesunden Erwachsenen der Fall ist, sind Methoden für das Handeln des Mentors nicht mehr notwendig.

 

Sie dienten einerseits der Kontrolle des eigenen Selbst' auf dessen Funktionsfähigkeit. Nach dem Erkennen der weit über die methodischen Erwartungen hinaus gehenden Fähigkeiten des Selbst' verliert der Gesunde Erwachsene seine Aufgabe. Ein neues Ich, das Selbst selbst, übernimmt als neue Hauptpersönlichkeit.

 

Doch dieser dienen die Methoden auf ganz andere Weise: nämlich als Schulungsstoff für die Mentees, Coachees und Schüler des entstandenen Meisters.

 

Nun geht es darum, mit jedem und allem - und das ist jetzt elementar wichtig:

  • AUF REIN MENSCHLICHER EBENE

- Mitgefühl zu zeigen. Nichts wird abgelehnt, nichts wird als gut befunden. Es geht wirklich nur darum, von menschlicher Seite aus Akzeptanz für jegliches Beobachtetes zu zeigen. Das kann sehr schwer sein.

 

Unterschieden wird zwischen den Rollen

  • Mensch  (und)
  • Funktion.

Ablehnung von Verhalten kommt von keiner der Seiten. Doch aus Seiten der Funktion, der Rolle des Menschen, kann ein Verhalten aufgrund eines äußeren Rahmen zugelassen oder abgelehnt werden.

 

Rat ohne Ratschlag

Fragt Sie jemand um Rat oder möchten Sie jemandem Rat geben, tun Sie es nicht auf diese Weise.

 

Vielmehr zeigen Sie subtil, wenn gewollt, Wege auf, Szenarien, für die sich der Jemand dann selbst entscheiden kann.

 

Zeigen Sie auch die Vor- und Nachteile auf, weisen Sie auf die die Chancen aber auch Konsequenzen hin, die Entscheidungen mit sich bringen.

 

Auch hier findet, wie Sie merken werden, die Unterscheidung von Rolle und Mensch statt. Die Rolle öffnet Szenarien. Der Mensch entscheidet.

 

Entscheiden kann man immer nur selbst. Niemand kann und sollte für einen Menschen eine Entscheidung treffen, außer diesem selbst für sich selbst.

 

Doch auf möglichst objektive und transparente Weise können Alternativen aufgezeigt und nach Schemen abgewogen werden. Dies kann auch von einer anderen Person aus geschehen.

 

Nur die letztliche Entscheidung kann "halt" nur der Betroffene selbst fällen.

 

Und dann, wofür er sich auch entscheidet, menschlich akzeptieren.

 

Ohne jede Angst

Der Mentor hat keine Angst mehr - vor keiner vermeintlichen Bedrohung, vor keinen Situationen oder Menschen, auch nicht vor dem Tod.

 

Hierzu muss er mehrfach gestorben sein, also erfahren haben, dass es keine Notwendigkeit für Angst gibt - und/ oder sich derart in der Methodik und Intuition im Jetzt beobachtet haben, um zu wissen, dass es eigentlich immer einer Lösung gibt.

 

Es existiert keine Anhaftung mehr an irgend etwas. Keine Zuneigung und keine Ablehnung.

 

Die erste Aufgabe der Übung besteht nun darin, sich folgende Fragen zu stellen:

  • Woran hänge ich noch?
  • Könnte ich dieses auch noch loslassen?
  • Wäre es mir möglich, alles was ich habe zu verschenken, wegzuwerfen oder loszulassen?
  • Gibt es noch Menschen, vor denen ich Angst habe?
  • Gibt es noch Situationen, die in mir Angst oder Wut auslösen.

Die zweite Aufgabe besteht darin, dies zuzulassen! Das klingt vielleicht paradox - und ist es auch. Denn es ist nur der erste Teil der zweiten Aufgabe:

 

Das Kleine Ich in Ihnen kann vielleicht nicht loslassen. Das Große Ich kann es schon. Haben Sie aus dem Großen Ich heraus Verständnis und Mitgefühl für das Anhaften des Kleinen Ichs. Machen Sie sich aber bewusst, dass Sie das Große Ich repräsentieren und nicht mehr das Kleine Ich.



Perfekte Methodenkompetenz

Sollte Ihnen reine mitfühlende Herzlichkeit und reiner funktionaler ernster Pragmatismus noch aus der Intuition heraus schwer fallen, wenden Sie weiterhin die Methoden des Gesunden Erwachsenen an.

 

Nach jedem Anwenden machen Sie sich deutlich, dass:

  • Ihr Kleines Ich noch nicht so weit ist.
  • Ihr Mittleres Ich (Gesund Erwachsen) daher Methoden anwendet
  • Ihr Großes Ich (Mentor) auch ohne Methoden zurecht kommt.

Versetzten Sie sich in Ihr Großes Ich und fühlen Sie tiefes Mitgefühl:

  • dem Menschen gegenüber (in seinem Kleinen Ich) - Sie haben ca. dasselbe
  • sich selbst gegenüber (also gegenüber dem Kleinen Ich)

 

Koan erschaffen

Ein Koan ist eine Geschichte oder Aussage, an der sich der Mentee abarbeiten kann.

 

Intellektuell wird er sie nicht lösen können. Ziel ist also das Nicht-Denken, das Denken ohne Intellekt.

 

Lösen wird man Koan' nur mit dem eignen Wesen. Daher wird der Mentor, der zu seinem Wesen geworden ist, Koan' ohne weiteres lösen können.

 

Der Adept hingegen wird sich über Koan darin üben können, sein eigenes Wesen zum Vorschein zu bringen.

 

Die Übungsaufgabe besteht darin, selbst Koan für die Schüler, Mentees und die Welt zu erstellen.

 

Den Trickster üben

Schattengestalten, Entfremdete und Psychopathen wird man, wenn man sie nicht vermeiden kann, indem man sich selbst von ihnen oder sie von sich selbst fernhält, nur austricksen können.

 

Wichtig ist hierbei, ein unbedingt und absolut stabiles Konstrukt des Mentors zu haben. Schon der Gesunde Erwachsene wird in seiner Methodenfokussierung kaum eine Chance haben.

 

Der Trickster stellt sicher, dass Lebensprogramme keine Chance haben. Er wird alles Regulierte ad absurdum führen. In den Glaubenssystemen der Indianer Nordamerikas verkörpert er meist eine Gottheit, oft den Schöpfer der Welt.



Koan

Was unterscheidet den Mentor von Trickster?


Filme zum Mentor



Filme zum Trickster