Führungsstile

Welche grundlegenden Führungsstile gibt es?

Und weshalb führen alle ins Scheitern?


Man spricht viel und immer wieder über Führungsstile. Situatives Führen ist nichts weiter als das vermeintlich geschickte Auswählen eines Führungsstils. Dennoch gibt es nur eine Garantie: sie haben nichts mit wirklicher Führung zu tun, sondern sind immer Formen der unentwickelten Persönlichkeit.


Einzige wirkliche Führung

Der Gesunde Erwachsene* ist der einzige Anteil, der wirklich und wahrhaftig führen kann. 

 

Einen namentlichen Führungsstil gibt es hierbei nicht. Am Einfachsten zu beschreiben ist er durch eine Kombination aus 

  • zielorientierter Führung
  • partnerschaftlicher Führung.

Man vermag zwei Rollen zu trennen:

  • Mensch
  • Rolle (Mitarbeiter, Führung, Funktion)

Herzlicher Pragmatismus beschreibt das Verhalten.

Beispiele

Ich kann verstehen, dass Sie die aktuelle Ausrichtung irritiert. Die Zusammenhänge sind in der Tat verwirrend verschachtelt. Wenn Sie einen Moment Zeit haben, erkläre ich Ihnen kurz die Zusammenhänge. Dann können wir im Anschluss gemeinsam sehen, wie wir es hinbekommen...

 

Die Rolle der Projektleitung ist bei uns frei geworden. Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese Aufgabe zu Ihnen passen könnte. Was meinen Sie - wäre dies etwas für Sie?


Management by Objectives MBO

Objectives, also Ziele, die Ratio, der Blick in die Zukunft prägt diesen Führungsstil.

 

Er gibt Orientierung, ermöglicht die sichere Navigation, wichtet und priorisiert, setzt kurz-, mittel- und langfristige Meilensteine, analysiert und wägt rational und objektiv ab.

 

Dies ist viel wert - wird aber als derart kalt und distanziert wahrgenommen, dass dieser Stil zwar nicht rein destruktiv ist, aber ohne den grünen sozialen Anteil unten nicht funktionieren wird.

 

Beispiele

Es gibt ein klares Ziel. Es hat diese und jene Vorteile [...]. 

 

Es gibt nicht die Frage, ob wie es erreichen oder nicht - es ist lediglich zu fragen, wie es erreicht werden kann.

 

Bis morgen brauche ich von Ihnen das Ergebnis, damit ich es fristgerecht weiterleiten kann.


Kooperative Führung

Hier steht Partnerschaftlichkeit an erster Stelle.


Es geht um die gemeinsame Vision, den Gemeinschaftsgeist, das Team, das an einem Strang zieht.

 

Probleme werden "ausgekuschelt".

 

Wirklich dysfunktional, wie die unten nachfolgenden Stile, ist dieser nicht. Doch fehlt den Mitarbeitern meist die rationale Orientierung und Struktur von der Führungskraft.

Beispiele

Gemeinsam bekommen wir das hin!

 

Nur gemeinsam schaffen die es!

 

Wir sind ein Team - wie sind eine Gemeinschaft.

 

Wir schaffen es nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen.


Laissez Faire

Wird der Mitarbeiter* zur Führungskraft befördert, verlässt er/ sie den schützenden Schwarm. 

 

Damit er angreifbar, denn er wird sichtbar. Er muss aus dem Schwarmversteck, um den Schwarm leiten zu können.

 

Traut sich die Führungskraft dies nicht, kann sie auch nicht führen. Resultat sind Unsicherheit und Desorientierung. Zudem gibt man Kriegern und Saboteuren Freiraum.

Beispiele

Das wird schon...

 

Das müssen wir leider aussitzen...

 

Ich weiß es leider nicht und es sagt mir leider auch niemand...

 


Autoritäre Führung

Auch hierbei handelt es sich nicht um Führung, sondern um zwanghafte Unterwerfung.

 

Das Hire-and-Fire einiger hochrangiger Politiker dient lediglich dem Besorgen von Nachschub für unterwerfen durch Kündigung und dem eigenen damit verbunden vermeintlichen Aufwerten der eigenen Fähigkeit, die das Kündigen sachlich legitimieren soll.

 

Doch auch hier sind es Angst und Unfähigkeit, die das Verhältnis zwischen Führungskraft und Mitarbeit bestimmen.

Beispiele

Sie haben das bis morgen fertig, da gibt es keine Diskussion.

 

Wenn Sie sich irgendwann mit dem Thema auskennen, werden Sie die Zusammenhänge wahrscheinlich verstehen können.

 

Denkfähigkeit hat nichts mit Betriebszugehörigkeit zu tun.

 

Sie machen das, und zwar sofort.

 


Pathologische Führung

Führung durch Psychopathologie beinhaltet nicht nur die obigen Führungsstile:

  • Laissez Faire
  • Autoritäre Führung

sondern geht noch darüber hinaus.

 

Bewusst und/ oder unterbewusst wirkt eine Person mit einem solchen Kommunikationsstils umgangssprachlich als geistesgestört. 


Dieser Führungsstil ist der meist verbreitetste.

 

Auch der patriarchale Führungsstil gehört in diese Kategorie.

 

Beispiele

Sie werden schon sehen, was passiert, wenn Sie das weiterhin so machen.

 

Wenn ich den Bach runter gehe, können Sie sich sicher sein, wen ich mit in die Tiefe reißen werde.

 

Offenbar sind Sie sich nicht bewusst, mit wem sie hier sprechen.