Entfremdung

Weshalb kann fast niemand wirklich führen?

Das Krankhafte unterwirft - das Gesunde hinterfragt bewusst und öffnet Räume


Höchst ungerne verwenden wir das Wort Krankheit oder Geisteskrankheit. Weit passender ist der Begriff der Entfremdung oder Selbst-Entfremdung. Die meisten Menschen sind von sich selbst entfremdet. Sie befinden sich in unserem 16-stufigen Persönlichkeitsmodell auf Stufe -1 bis -3. Dabei beginnt Führung erst mit Stufe 5. Und dies bedeutet, sich selbst gefunden haben zu müssen, bevor es losgeht.


Entfremdung

Ursprünglich eines  -  im Laufe des Lebens voneinander getrennt  -  will sich wiederfinden


Entfremdung vom Selbst

Das Bewusste Ich, das wir vermeintlich als Identität empfinden, ist nur einer von zwei Ich-Anteilen.

 

Der zweite und vielleicht sogar wichtigere Anteil ist unser Selbst:

  • Intuition
  • Seele
  • Selbst
  • Unterbewusstsein
  • Wesen
  • Wirkliches Ich

Verliert das Ich den Zugang zum Wesen, nennt man dies Entfremdung. Sie äußert sich symptomatisch in geistigen und körperlichen Krankheitsformen.


Zuerst Selbstfindung

Gesund Erwachsen   -  vs.  -  Krankhaft Kindlich


Hoher Entfremdungsanteil

Der Anteil an entfremdeten Menschen ist statistisch gesehen sehr hoch. Schätzungsweise liegt er bei 95 %.

 

Um dieser Entfremdung zu entgehen, sie rückgängig zu machen, bedarf es dem Wiederfinden es eigenen Selbst.


Erst dann ist Selbstführung möglich - und auch dann erst die wirkliche Führung Anderer.

 

Daher sind genau diese 95 % an Führungskräften nicht wirkliche führungsfähig und schaden daher ihrem Unternehmen eher, als dass sie ihm Nutzen bringen.


Fixierung als Menschenfeind

Die Illusion der Besiegung des Todes durch das Haben von etwas Besonderem das meine einzigartige Identität verkörpern soll


Drei Herausforderungen

Im Buddhismus bringt man die Hauptgründe für geistige Krankheit und der damit einhergehenden Fixierung auf den Punkt - genau genommen auf drei Punkte.

  1. Wünsche
  2. Feindschaften 
  3. Wahn

Sie stehen auch in der Mythologie als Schwellwächter im Weg, die es zu überwinden gilt. 

  1. Wünsche, deren Erfüllung für ein glückliches Leben unabdingbar ist 
  2. Feindschaft gegenüber all denen, die ich beneide, um das, was diese haben und ich mir wünsche
  3. blindes Hinterherrennen, blindes Verlangen, blinde Gier

 


Krankheit überwinden


Solange ich von Emotionen beherrscht werde, kann ich nicht ich selbst sein, denn ich werde "halt" beherrscht.

 

Daher ist der einzige Weg in die eigene Freiheit, zu erfahren, wie man sich durch die eigenen Emotionen nicht mehr beherrschen lässt.

 

Die Grafik zeigt unten entfremdete, oben selbstgefundene Verhaltensmuster. So gilt es, aus dem

  • Besessenen den Denker
  • Verfolger den Aktiven

zu machen.


Segeln lernen


Meistern wird man diesen Akt erst können, wenn man das eigene Selbst gefunden hat. 

 

Es ist die Voraussetzung für das Gesunde Erwachsensein.

 

Gleichzeitig wird man das Selbst um so besser finden, je Gesünder Erwachsen man ist.

 

Denn man wird es nur gemeinsam hinbekommen, in den Wetterlagen des Lebens das eigene Schiff immer auf Kurs zu halten.

 

Was ist dieser Kurs? Er ist ohne Ziel. Denn das Ziel ist der Kurs selbst:

das stabile Verbleiben in Gesunden Erwachsenen.


Krankhafte Unterwerfung


Anzeichen für Unterwerfung

  • "artig" auf Fragen antworten
  • mit Ja und Nein antworten
  • Emotionen zeigen

Auswege aus der Unterwerfung

  • neugieriges Hinterfragen
  • empathisches Hineinversetzen
  • absolute Ernsthaftigkeit
  • Herzlichkeit im Hintergrund
  • Zusammenfassungen mit Hypothesen
  • Bewusstes Karikieren

Hintergründe

  • Wer fragt, der führt
  • Es kann immer nur eine Person führen
  • Führende kontrollieren meist und führen nicht
  • Kontrollieren ist immer ein Akt der Unterwerfung
  • Ja und Nein kommen immer aus dem Stammhirn, leiten Krieg ein, legitimieren diesen, ohne sich darfür selbst die Schuld eingestehen zu müssen
  • Emotionen werden vom Psycho- und Soziopathischen immer als Schwäche gedeutet


Beispiele für Fragen

  • Was ist der Grund Ihrer Frage?
  • Warum ist Ihnen dieser Punkt so wichtig?
  • Verstehe ich Sie richtig: ...
  • Was irritiert Sie an meinem Verhalten genau?
  • Warum ist es Ihnen so wichtig, dass ich mich genau so verhalte, wie Sie es gerade formuliert haben?
  • Die meisten Menschen kritisieren andere für ihre eigenen Fehler. Was suchen Sie (also) in mir, dass Sie in sich selbst nicht wertschätzen?
  • Lassen Sie mich Ihre Standpunkt "kurz und prägnant" zusammenzufassen (?): ...

Beispiele für Aussagen

  • Es scheint Ihnen wichtig zu sein, dass ...
  • Ich bekomme gerade den Eindruck, dass ...
  • Offenbar ...
  • Ich kann verstehen, dass Sie ein klares Ja oder Nein erwarten. Und ich erkenne Ihre Verzweiflung, dass ich Ihnen nicht gebe, was Sie offenbar brauchen.
  • Ich befürchte, da müssen Sie durch.
  • Ich kann nicht mehr tun, als Ihnen die Selbstreflexion zu ermöglichen.
  • Es ist immer einfacher, die Probleme im anderen zu suchen als bei sich selbst (Projektion).
  • Wenn ich das sagen darf: Sie wirken ziemlich verbittert auf mich!