Mentor*in

Die Dunkelheit selbst oft genug durchquert - der Mentor anderen den Weg gewährt


Obi Wan Kenobi

Gandalf

Dumbledore

Morpheus

Das Orakel

Frau Holle



Systempsychologisch

Der Mentor/ die Mentorin ist aus systemischer, entwicklungspsychologischer Sicht

  • das erwachsene Selbst /
  • das erwachsene eigene Wesen

Es hat alle Gegensätze als Widersprüche zueinander überwunden und erkannt, dass das eine im anderen existiert.

 

Genderbezogen sind beide Anteile im Inneren wie im Äußeren entdeckt, akzeptiert und zugelassen worden.

 

Held* wird zu Mentor*

Der Held, die Heldin, erkennt in den vielen Helden*reisen, die er/ sie durchlebt hat, das eigene Wesen und überwindet dabei auch die Notwendigkeit, zwischen männlich und weiblich unterscheiden zu müssen.

 

Das Labyrinth der Götterwelt, des archetypischen Unterbewussten, wird verstanden. Es entsteht Licht im Dunkeln, das Orientierung gibt.

 

Die Angst vor dem, das dort lauert, wird in Demut und Ehrfurcht gewandelt. Die Angst vor der Angst, die den Dämon wachsen lässt, wird substituiert (siehe auch Harry Potter im Erkenntnisdialog mit Dumbledore).

 

Ego weicht Weisheit

Schon in der Heldensage über Odysseus wird der menschliche Reifungsprozess sichtbar:

  • der Wandel vom manipulativen Schlächter
  • über den EGO-überwundenen Bettler
  • zum Wahren Selbst.

Diesem Wahren Selbst gelingt es schließlich die eigenen Dämonen zu überwinden. Analog im Epos des Gilgamesh, in dem er mit Enkidu, seinem Wesens-Klon, verschmilzt.

 

Auf dieser Reise zum Selbst wird man zum Ursprung zurückfinden, an dem alles entsteht und man wird das Weibliche, Zeitliche, sowie das Männliche, Überzeitliche, als ein einziges Prinzip verstehen.



Hermaphroditus

Sieht man sich die großen Gottheiten der verschiedenen Weltkulturen und -religionen an, so sind diese auch immer androgyn.

 

Hermes und die Aphrodite hatten ein beidgeschlechtliches Kind:

 

Hermaphroditus.

 

Im Buddhismus findet eine solche Verkörperung unter anderem statt über:

Avaloketesvara.

 

 

Äußerlich weiblich

Sucht man genauer, findet man auch zahlreiche nach außen hin weibliche MentorInnen*, wie

  • Frau Holle
  • Athene
  • Orakel (Die Matrix).

Auch in diesen starken Frauengestalten finden sich immer beide Anteile wieder - per definitionem müssen sich immer beide Anteile weiderfinden:

  • das Herzlich-Empathische, archetypisch Weibliche
  • das Ernste-Pragmatische, archetypisch Männliche

Für sich alleine sind Matriarchat und Patriarchat immer dysfunktional.

Äußerlich männlich

Aus diesem Grund tragen nach außen hin männliche Mentoren in den Filmen meist Frauengewänder - lange, kleidartige Umhänge (siehe auch Sakralgewänder):

 

Joanne Rowling:

"Dumbledore ist schwul!"

 

Häufig ist - bewusst oder unbewusst (?) - auch die Wahl des jeweiligen Schauspielers auf androgyne Personen gefallen:

 

"Sir Alec Guinness had a homosexual side which remained publicly unknown in his lifetime..."

 



Im Management dasselbe

Ob Unternehmen, Team oder Mensch - es ist immer dieselbe Analogie:

 

Erst wenn die Instanz die eigene Wesens-Identität entdeckt hat, wird das egozentrische Streben nach Gewinn den Entwicklungsprozess nicht mehr be- und verhindern.

 

Genau dann wird die Vermehrung des Gewinns nicht mehr die Antriebskraft sein, sondern das Erfüllen einer unendlich größeren Aufgabe. Auch dann wird sich wirklicher Gewinn erst einstellen können.

 

Wirklicher Gewinn entsteht erst, wenn die Antriebskraft nicht mehr im materiellen Gewinn besteht, da dieser so gut wie immer jeden logischen und menschlichen Sinn konterkariert.

 

Das Wesen der Organisation

Erst, wenn die Organisation ihr eigenes Wesen erkannt hat und es zulässt, wird diese auch ihre wirkliche Aufgabe erst erfüllen können.

 

Auch dann erst wird das Leitbild des Unternehmens zum tatsächlich Gelebten und verliert die Persönlichkeit einer fiktiven Illusion als manipulierende Maske für eine tatsächlich oder vermeintlich naive Außen- oder gar Innenwelt.

 

Geschieht dieser Prozess der Selbstfindung eines Unternehmens nicht - was Gang und Gäbe ist - wird dieses Unternehmen dennoch seine Aufgabe erfüllen:

 

Dann wird es zum dysfunktionalen Gegenbeispiel dessen, was das Wesen des offenen Mitarbeiters als den eigenen Weg anstrebt.

 

Im Menschen dasselbe:

 

Entwickelt eine Führungskraft kein wahrhaftiges Führungsverständnis, wird sie durch den Schaden, den sie damit dem Unternehmen über die Mitarbeiter zufügt, die wenigen selbstreflektierten, suchenden Mitarbeiter wohlmöglich erst dazu initiieren, die gesuchte Erkenntnis auf gar keinen Fall mehr im politisch-dysfunktionalen Treiben der Organisation finden zu wollen.

Wachsen am System

Das dysfunktionale System, "die Matrix", in der sich ein sich selbst suchender Mitarbeiter* befindet, wird dann zu genau derjenigen archetypischen Götterwelt,

  1. an der sich der Mitarbeiter derart lange reibt,
  2. an die er versucht sich anzupassen,
  3. um immer wieder daran zu scheitern,

dass er* das Illusorische dieses archetypischen Theaters der Verblendung am Ende derart deutlich erkennt, dass er immer deutlicher und intuitiver lernt

  • nicht mehr den Paradigmen dieser manipulativen, entfremdeten Welt aus Lügen und Politik zu vertrauen,
  • sondern vielmehr seinen eigenen in diesem Prozess heranreifenden Wesenskern zu kennen zu lernen:

Dieser Mentor/ diese Mentorin ist

  • EINS mit der Intuition (dem Selbst).

Der Weg dorthin erfolgt über zahllose kleine und große Heldenreisen:

 

Weisheit kann nun einmal nicht gelehrt werden. Jeder Versuch macht den Weisen gegenüber den Zuschauern zum Narren.

 

Vielmehr kann Weisheit nur erfahren werden - und am Einfachsten geht dies für viele in Begleitung eines Mentors*. Dieser* hat nicht die Aufgabe, diese Weisheit zu predigen.

 

Es geht stattdessen um das Aufzeigen von schrankenlosen Toren, die der Mentee* selbst zu durchschreiten hat, um die Erkenntnisse des Mentors aus den Erfahrungen dahinter für sich selbst zu reflektieren und authentisch in sich integrieren zu können.



Im Sinne von Star-Wars: "Möge die Intuition (Macht) mit Dir sein."  -  Mögest Du Du-Selbst sein.

Zeitliche Perspektive

Vergangenheit und Zukunft vereint im Jetzt


Urmütterliches Prinzip

Blick in die Vergangenheit

Der weibliche Urarchetypus, biologisch verkörpert über den Cluster aus Limbischem Sytem und Präfrontalem Cortex, blickt zurück in die Vergangenheit. Es geht um die eigene Identität, um das Vielfältige, das bereits erfahren und bewältigt worden ist, sowie um die äußeren und inneren Begeleiter auf den bisherigen (Helden*)Reisen.

 

Der Präfrontale Cortex übernimmt dabei die Aufgabe:

  • sich nicht im Labyrinth der Vergangenheit zu verlieren
  • den Bezug zum Jetzt nicht zu verlieren
  • also aus dem Jetzt heraus zurückzublicken

Urväterliches Prinzip

Blick in die Zukunft

Anders als für den Archetypus der Urmutter blickt der Urvatertypus ausschließlich in die Zukunft. So wie es im Blick in das Vergangene um bereits vorhandene Fähigkeiten und Ressourcen geht, eröffnet der Blick in die Zukunft neue, noch schlummernde Fähigkeiten, die, im Falle ihrer Entwicklung,  bisherige Ursachen für Entfremdungen überwinden lässt. Gemeint ist damit das Entwickeln neuer Lösungsstrategien, die nicht nur weit über die bisherigen hinaus gehen, sondern diese sogar konterkarieren können.

 

Genau wie die Vergangenheit durch ein unermessliches Labyrinth den gegangenen Weg unter wiederum labyrinthisch vielen Sichtweisen durchleuchtet werden kann, erhellt auch der Blick in die Zukunft die Beschaffenheit des vor dem Menschen liegenden Terrains.

 

Der Urväterliche Blick erschafft eine Landkarte und füllt die anfangs noch weiße Fläche mit Möglichkeiten und Hindernissen, Chancen und Risiken. Je konkreter die Landkartr befüllt wird, desto genauer können Szenarien erstellt und beurteilt werden, also verschiedene Wege an den Risiken vorbei die Möglichkeiten zu erreichen. Auch dabei ist es wichtig, beim virtuellen Reisen in die Zukunft nicht das derzeitige Jetzt zu verlieren. Ansonsten könnten schon die ersten folgenden Schritte in die Verwirrung führen.

 

Ist der best mögliche Weg aus dem Jetzt heraus gefunden worden, also die Lebensstrategie, zusammen mit taktischen Notfallplänen für eventuell dennoch eintretende Risiken, geht das väterliche Urprinzip in die Planung und das Setzen von Meilensteinen.


Apotheose

Der Mentor/ die Mentor*in ist gottgleich

Repräsentiert wird das Leben


Urmütterliches Prinzip

Stabilisierende Fähigkeiten

Die Mutter war vor dem Kind dar. Eineindeutig ist dies aus biologischer Sicht, da es sonst nicht hätte geboren werden können. Die Mutter ist für das Kind in ihrem Bauch auch die erste Bezugsperson. Allein der Bauch erfüllt dabei eine Geborgenheit gebende Schutzfuntion.

 

Diese Geborgenheit ist auch für den erwachsenen Menschen unabdingbar, um sich in dem durch die Geborgenheit aufgespannten geschützen Raum immer wiederfinden zu können, nach den Versuchen des äußeren Systems, das kleine Ich des Erwachsenen immer wieder von seinem Selbst zu entfremden.

 

Psychosozial ist also die Aufgabe des Vor-Urmütterlichen, die Entfremdung des Menschen zu überwinden und diesen über die Fähigkeiten der Herzlichkeit, des Mitfühlends und der Empathie aus dem Labyrinth der Vergangenheit in die Gegenwart, in das Jetzt, zurückzuführen.

 

Das Jetzt ist für den Menschen erreicht, wenn sein Ich wieder mit dem Selbst vereint ist, und seine Selbstentfremdung damit überwunden ist.

 

Urväterliches Prinzip

Födern neuer Fähigkeiten

Als Analytiker und Planer - und damit als Stratege - entwickelt der Vor-Urvaterarchepypus Modelle und Methoden, die Transparenz schaffen und Sinn ergeben. Durch die Dunkelheit der unbekannten Zukunft soll ein leuchtender Pfad sichtbar werden, der dem Menschen Mut und Sicherheit auf der Reise gibt.

 

Dabei geht es explizit nicht um die Vergangenheit und vor allem nicht um vermeintliche Fehler oder vermeintliches Versagen. Vielmehr geht es nur um das rational-pragmatische der wahrhaftigen Wahrheit Ins-Auge-Blicken. Unverfälscht, angstfrei, ungekünzelt, ungelogen, frei jeden Selbstbetrugs und jedweder Manipulation.

 

Denn erst der wahrhaftige Blick ermöglicht es, richtige Urteile, Priorisierungen und Entscheidungen treffen zu können. Jedes Schönreden, jede Trickserei, würde zu einer Verzerrung der Landkarte führen, und damit zu einem sicheren Verirren auf der Reise.

 

Diese Verirrung ist aus systempsychologischer Sicht wieder nichts weiter als eine Entfremdung - eine Entfremdung aus der am Ende auch wieder nur die Urmutter herausführen kann.

Mentor / Mentorin

Urmutter und Urvater vereint

Je näher die beiden Urarchetypen einander kommen und, später, je besser sie miteinander zu einem verschmelzen, dem Gesunden Erwachsenen, desto un-expliziter wird die Anwendung beider vermeintlich gegensätzlicher Prinzipien erfolgen.

 

Desto mehr geht es nicht mehr um Vergangenheit und Zukunft aus Sicht des Jetzt heraus - sondern um das Jetzt selbst - jetzt ich selbst zu sein, ohne den Gedanken an die Labyrinthe der Vergangenheit und der Zukunft.

 

 

 



Ideale Mutter - Urgöttin

Wir alle wissen, wie sich eine ideale Mutter oder ein Urgöttin verhalten müsste - doch findet man solche Wesen auf der Erde nicht.

 

Die Durchschnittsmutter ist immer beides:

  • Lichtene Kraftspenderin
  • Düstere Spinnenfrau (Mythologie)

Der Gesunde Erwachsene Anteil hat die Düstere Spinnenfrau überwunden. Es gibt sie noch, doch sie weist nur noch indikativ auf Aspekte hin, wirkt jedoch nicht mehr durch den Menschen hindurch, weder psychosozial noch psysisch.

 

Idealer Vater - Urgott

Auch tragen wir alle das Abbild des idealen Vaters in uns, der jedoch auch noch nicht auf dieser Welt gefunden wurde.

 

Der Durchschnittsvater ist beides:

  • Rationaler Analytiker und Löser
  • Soziopathischer Feind des Schwachen

Auch hier hat der Gesunde Erwachsene die Aufgabe, hier nicht - mittels rationaler Analyse - das dysfunktional Weibliche im Zaume zu halten und das Kind - das innere sowie das wohlmöglich leibhaftige äußere - davor zu schützen.

 

Vielmehr ist es das herzlich-empathisch Weibliche, das seiner Ratio Einhalt gebietet.

Vernichter des Wesens/ Selbsts

Beide Anteile zusammen

  • dysfunktionaler weiblicher
  • dysfunktionaler männlicher

erschaffen als Cluster

  • den Schatten/ das Böse.

Ein Kind, das zwei dysfunktionale Eltern hat, wird in das Psychopathologische hineinschlittern.


Vor allem die psychopathische Mutter und der soziopathische Vater führen zum Heranzüchten der Despoten dieser Welt.

 

Diese sind derart von sich selbst entfremdet, dass jede Nicht-Entfremdung derart viel Angst bereitet, dass diese vernichtet werden muss.



Obi Wan Kenobi - Meister Yoda - Gandalf - Dumbledore - Meister Dogen - Lin Ji

Literatur


Filme



Bildquellen


Dumbledore - https://timedotcom.files.wordpress.com/2016/04/harry-potter-and-the-order-of-the-phoenix.jpg

Frau Holle - http://www1.teraz.sk/usercontent/photos/3/7/0/3-37083543c614429f40357ed0970eb3c35e921e09.jpg

Gandalf - https://cnet1.cbsistatic.com/img/ASs8fPO24m_PuIO4ErAaCrfdKy0=/2014/12/01/89601d70-ca65-4dc7-adfe-f6dbd46d05ba/hobbit-lotr-5-armies-gandalf-hat.jpg

Morpheus - https://shawangunks.files.wordpress.com/2015/06/morpheus-matrix.jpg

Obi Wan Kenobi - http://akns-images.eonline.com/eol_images/Entire_Site/2017717/rs_1024x759-170817123328-1024.Alec-Guiness-Star-Wars.kg.081717.jpg?fit=inside|900:auto&output-quality=100

Orakel - https://s.yimg.com/ny/api/res/1.2/OQhLeSimscIXPF5wsSgoOQ--/YXBwaWQ9aGlnaGxhbmRlcjtzbT0xO3c9ODAwO2lsPXBsYW5l/http://40.media.tumblr.com/de3b2d45bf9602389f1f7b70fe2c459a/tumblr_inline_o5o0eny8J11tww96d_1280.png.cf.jpg