Task Board


Auch das Task-Board (SCRUM-Board/ Kanban-Board) ist eine eigene Meta-Methodik - auch gut für das individuelle Zeitmanagement


Synonyme

An Stelle von Task Board findet man auch die Begriffe:

  • Task Board
  • Task-Liste
  • Kanban Board
  • SCRUM Borad

Bereits durch die eher künstliche Unterscheidung agiler Methodik von SCRUM verlieren sich Normen in der Vielfältigkeit.

 

Häufig bezeichnen daher sehr verschieden klingende Begriffe genau dasselbe.

 

Ziehen statt drücken

Der Begriff Kanban deutet bereits auf Leanmanagement hin. Genau:

  • PULL statt PUSH

PULL ist Orange: pragmatisch, durchdacht.

PUSH ist Rot: "aggressiv und dumm"

 

Erst wenn freie Kapazitäten vorhanden sind, werden neue Aufgaben angenommen. Wird eine neue Aufgabe höher prioritisiert, wird die begonnene schlimmstenfalls zurückgegeben, in den Ausgangsstapel, und dann erst die neue Angenommen.

 

Im klassischen Management soll es immer wieder "Führungskräfte" geben, die ernsthaft zu glauben scheinen, es gäbe Menschen, die multitaskingfähig wären, oder, dass Menschen unter Druck schneller oder besser arbeiteten.

 

Die SCRUM-Methodik schützt hiervor und vor den Konsequenzen.

 

Aufbau variantenreich

In den meisten Fällen hat ein Task-Board drei Hauptspalten:

  1. ToDo
  2. Doing
  3. Done

Für eine Qualitätssicherung - auf Basis von Definition of Done (DOD) - wird oft eine Verify-Spalte ergänzt, z. B. für ein Vier-Augen-Prinzip:

  1. ToDo
  2. Doing
  3. Verify
  4. Done

Die Farben entsprechen wie immer dem systempsychologischen Modell des Homunkulus.

 

Die Doing-Spalte wird zudem häufig in Mitgliederspalten untergliedert, damit man schnell erkennt, was jede(r) einzelne tut.

 


Story aussuchen

Erst einmal wird das Kanban Board vorbereitet, dann eine der Stories vom Story Board ausgesucht.

 

Die Auswahl geschieht in dieser Reihenfolge:

  1. Kunde
  2. Produktmanager
  3. Agiles Team

Der Kunde hat die erste Wahl. Der Produktmanager unterstützt ihn dabei. Das Agile Team hat ein rational-pragmatisches Veto- und Empfehlungsrecht, das es liebevoll umzusetzen gilt.


Ansonsten sind Quick-wins empfohlen, wie weiter vorne bereits beschrieben:

 

"Damit der Kunde schnell etwas zum spielen bekommt und auch der 'schwierige Kunde' bei Laune bleibt."

 


Task abgearbeitet

Fehlt die Spalte Verify, werden abgearbeitete Tasks sofort auf die Done-Spalte gesetzt. Das Risiko ist hier, dass niemand explizit überprüft, ob Qualitätskriterien auch wirklich erfüllt worden sind.

 

In unserem Beispiel werden fertige Tasks unter Verify abgelegt. Eine andere Person im Team überprüft die Erfüllung der DODs (definition of done/ Fertigstellungskriterien).

 

Auch diese Überprüfung kostet Zeit. Daher wird auch hier wieder Task Board genutzt. Die Verify-Spalte könnte auch hier wieder mit den Namen der Team-Mitglieder unterteilt werden, die verifizieren. Dies findet in praxi jedoch wenig Einsatz.

 

Auch Story items ...

... können mit DOD-Kriterien verknüpft werden. Dies kann sowohl hier geschehen, als auch schon auf dem Story-Board, während der Kunde noch seine Epen von sich lässt.

 

Herausfordernd ist bei einem Prozess auf Basis von Moderationswänden, dass alle Anhängselkarten immer mit umgepinnt/ umgeklebt werden müssen. Elektronische Lösungen - die ein solches Feature an Ergänzungsinformationen überhaupt anbieten - lösen dies meist effizienter.

 

Genereller Vorteil

Entsprechend hilfreich ist dieses Werkzeug bei schwierigen Teams und Mitarbeitern. Es schafft vollständige Transparenz und verpflichtet dem Team selbst gegenüber.

 

Die Führungskraft, die von innerlich gekündigten Mitarbeitern schnell für alles Gute und Schlechte dieser Welt verantwortlich gemacht wird, tritt hier in den Hintergrund.

 

Das Teammitglied erklärt sich hier dem Team gegenüber, dessen es ein Teil ist, und nicht mehr einer "Führungskraft" (die übrigens mit 30 %-iger Wahrscheinlichkeit selbst Ursache von innerlichen Kündigungen sein soll).

 


ScrumDesk

Hier ein Screenshot aus der Software-Lösung ScrumDesk.


Generell nimmt aber das Haptische immer mehr überhand:

 

  • Gemeinsam vor dem großen Board stehen
  • Karten anfassen und pinnen (oder)
  • bunte Post-its kleben und verschieben
  • professionell diskutieren
  • gemeinsam auf die Reise gehen.