Retrospective

Entspricht dem Lessons Learned aus dem klassischen Projektmanagement



Sofortige Optimierung

In klassischen Projekten gibt es die Phase "Lessons Learned". Es wird besprochen, was im Projekt gut lief und was das nächst Mal verbessert werden könnte.

 

Wenn ein solches klassisches Projekt jedoch fünf Jahre andauert, wird man wohlmöglich auf diese Erkenntnisse entsprechend lange warten müssen.

 

Hinzu kommt, dass es nur äußerst wenige Projekte gibt - vielleicht sind es nur fünf Prozent - in denen man sich auch Zeit und Muße nimmt, in diese teils sehr mutige Reflexion hineinzugehen.

 

Schließlich bedeutet sie auch für die Projektleitung eine Konfrontation mit Verhaltensweisen, die wohlmöglich als veränderungwürdig betrachtet werden.

 

Noch einmal explizit:

  • Es geht um Veränderung - nicht Verbesserung!
  • Es geht also nicht um Kritik und damit um vorsätzliche Respektlosigkeit - sondern um ein verändertes Verhalten.
  • Ratio und Pragmatismus - das Über-Soziale - verhindern das in ein Chaos stürzende Emotionale.

 

Perspektiven aufstellen

Um nicht nur die Retrospektive sinnvoll abwickeln zu können, sondern auch Lessons Learnded und jede andere Art von Reflexion, ist es wichtig, sich Perspektiven aufzustellen.

 

Beispiele:

  • Ablauf Planungs-Meeting
  • Ablauf Planning Poker
  • Ablauf Daily SCRUM
  • Zusammenarbeit mit Kunden
  • Zusammenarbeit mit Product-Owner
  • Wirken des SCRUM-Masters
  • Umgang miteinander

Sollten hier Abweichungen vom Ideal sichtbar werden, können diese sofort gemeinsam optimiert werden.

 

Anders als im klassischen Projektmanagement finden Optimierung daher schon nach zwei, vier oder sechs Wochen Einzug in das Projekt - abhängig von der Länge des Sprints/ der Iteration.

 

Agile Literaturbeispiele

schnell, knackig, punktgenau, Schnellstart

umfangreich, detailliert, problemorientiert

(wir sind nicht überzeugt)


Nun wieder Planung

Das Rad dreht sich erneut eine Runde. Nach jeder Retrospektive folgt direkt die neue Planung des neuen Sprints. Bis zum Ende.


Gemeinsam wird weiter geplant

Meist findet vormittags die Retrospektive und gleich nachmittags das Planungsmeeting statt.

 

Der 14-tägige Zyklus (oder 30- oder 60-tägige) beginnt damit wieder von vorne.

 

Am Morgen nach dem (erneuten) Planungsmeeting findet dann auch wieder das erste Daily Standup Meeting statt.

 

 

Kunde wählt neue Story/ Item

Während des nun abgeschlossenen SPRINTs konnte sich der Kunde - mit Unterstützung des Produktmanagers - eine neue Story aussuchen, die aus seiner Sicht im nächsten Schritt angegangen werden sollte.

 

Dies setzt natürlich voraus, dass die vorherige Story mit dieser Retrospektive abgeschlossen wurde. Ansonsten wählt der Kunde lediglich die neuen Story items aus der laufenden Story aus, die bis zum nächsten Iterationsmeeting abgeschlossen werden sollen.

 

Termine nie verschoben

Anders als im klassischen Projetmanagement, in dem sich Meilensteine und Termine meist eher verschieben als fix bleiben, ändern sich Termine und Meilensteine im Agilen niemals.

 

Montag, alle 14 Tage (oder 30 oder 60), wird von allen Parteien komplett für die Retrospektive und das Planungsmeeting reserviert.

 

Jeder Morgen, 9:00  - 9:15 Uhr, wird von SCRUM-Master und Agilem Team unbeirrbar reserviert. Es gilt:

 

Fällt ein Termin aus, ist das Projekt so gut wie gescheitert!