Shodoka 2/2


Fortschritt oder Rückschritt? Selbst der Himmel kann es nicht ermessen. Meine Übung begann sehr früh und setzte sich über unzählige Kalpa fort. Ich bin kein Witzbold, der mal eben so daherquatscht.

Auch hier wieder keine Unterscheidung und keine Wertung.

 

Zu Selbst zu finden und zu werden ist ein Weg zurück in oft naiv wirkendes Verhalten. Doch ist es eben keine wirkliche Naivität die entsteht, sondern Lebensweisheit.

 

Der Weise wird dies erkennen, der Entfremdete wird es missverständlich versuchen zu werten.



Um das Banner des Dharma zu hissen

und die Lehre unserer Schule zu etablieren,

bestimmte der klarsichtige Buddha den Mönch aus Sôkei.

Kâshyapa, der erste, übertrug die Lampe.

Seine Linie umfasst achtundzwanzig Generationen in Indien.

Es ist der Mensch in der Welt der Illusionen,

der andere Menschen in derselben Welt der Illusionen

auf die Reise zu deren eigenem Selbst bringen kann.

 

Es ist der Mensch, der sich selbst gefunden hat, 

der der beste Beweis und Wegweiser für andere ist, 

sich ebenfalls auf die Reise zu begeben.

 

Die Erzählung der Heldenreise des einen motiviert den anderen Nächsten, auch seine Heldenreise anzutreten.

 

Sehr ich in einem Meeting mit einer cholerischen Geschäftsführung zum ersten Mal einen Menschen, der hierdurch weder Angst hat, noch selbst ausrastet, wird mir dies vielleicht zeigen, dass ein solches Verhalten und die damit einhergehende Befreiung auch mir möglich ist.

 

Dann kann ich der Lampe folgen und sie früher oder selbst für andere hochhalten.



Nun ist sie über Flüsse und Meere in unser Land gekommen.

Bodhidharma war unser erster Patriarch.

Wir wissen, dass sechs Generationen die Robe weitergaben.

Zahllos sind ihre Nachfahren, die Erwachen erlangten.

Dieser Prozess, oben, ist unaufhaltsam.



Wahrheit ist ohne Grundlage und Illusion von Beginn an leer.

Wenn wir zugleich Existenz und Nicht-Existenz aufgeben,

dann wird Nicht-Leere zu Leere.

Die zwanzig Tore der Leerheit sind ohne Grundlage.

Die Natur Buddhas ist eins, genau wie seine Essenz.

Wir unterteilen bei methoform die Persönlichkeitsentwicklung in ca. 20 Stufen. Doch sind diese nur Hilfsmittel, Orientierungspunkte, Meilensteine auf der Reise. Es gibt sie nicht wirklich. Erkennen wird man dies aber erst, wenn man angekommen ist (am Nicht-Ziel).



Am Anfang steht die Aktivität des Geistes,

die Phänomene als Staub erschafft.

Beides hinterlässt Spuren auf dem Spiegel.

Saubergewischt, erhält er seinen ursprünglichen Glanz zurück.

Nicht mehr vom Staub der Geistaktivität

und den Phänomenen behindert,

erscheint wahre Realität.

Wird der Mitarbeiter zur Führungskraft ernannt und liest sich die Rollenbeschreibung durch, die er jetzt laut System zu erfüllt hat, wird er sich von sich selbst entfremden, denn sein Verhalten wird bedingt durch eine zu eigen gemachte Wahnvorstellung.

 

Erst wenn diese Wahrvorstellung wieder überwunden wurde - ich muss so und so sein, und auf keinen Fall so oder so - ist die Selbstreflexion wieder möglich. Dann erkennt man auch die wahre Realität.

 

Dann wird der führende Mitarbeiter nur noch er selbst sein.



Ach!

Der Dharma ist im Niedergang begriffen, das Böse regiert.

Den Wesen mangelt es

an Tugend und Kontrolle ihrer Leidenschaften.

Leidenschaften und Ablehnung vermehren Egozentrik.

Erst wenn man erkennt, wie willenlos man sich diesen Dämonen hingibt, findet man auf den Weg zurück:

  • "Risikomanagement ist etwas für Angsthasen!"
  • "Wir brauchen eine klare Chancenorientierung!"

Erkennt man den gemeinsamen Kern, gibt es kein Besser oder Schlechter mehr, sondern das Berücksichtigen beider Seiten auf (die) gleiche Weise.



Je weiter der Heilige uns entschwindet,

desto umfassender werden die Irrlehren.

Lehre ist immer emotional und rational.

Beides führt in die Irre.

Es geht nicht um Dogmatik, sondern um deren Überwindung.

Daher keine Lehre - sondern nur Gehen.



Dämonen sind mächtig, der Dharma schwach, und Hass wütet.

Wenn die Buddhalehre vom plötzlichen Erwachen bekannt wird,

sind viele frustriert,

sie nicht wie einen Ziegel zertrümmern zu können.

Der hassgetriebene Mensch lebt vom Vernichten.

Die hassgetriebene Organisationskultur lebt von der Entwürdigung.

Hat jedoch jemand sein Selbst gefunden, kann dieser weder mehr vernichtet noch entwürdigt werden.

 

Vielmehr enttarnt er beides als Schwellwächter, also Wegweiser zur eigenen Selbstwerdung und wird sie dankbar entgegennehmen.



Handlungen entstehen im Geist

und erzeugen Vergeltung am Körper.

Es ist sinnlos, sich zu beklagen und andere zu beschuldigen.

Um ein Karma unaufhörlichen Leidens zu vermeiden,

ziehe die Lehren des wahren Buddha-Dharma nicht in den Dreck.

Handlungen meinen hier aktive Handlungen, die nicht aus der Intuition heraus kommen, sondern einer geistigen Wahnvorstellungen aus dem jeweiligen Moment heraus entspringen - und die im nächsten Moment schon ganz anders aussehen könnten und zu ganz anderen Handlungen führen würden.

 

Beides - jetzt und gleich - stehen in Verbindung: Das was das Kleine Ich jetzt aktiv entscheidet, kann dasselbe Kleine Ich im nächsten Moment ablehnen. Der Köper leidet - vielleicht durch Magenkrämpfe.

 

Erkennt man dies, kann das Kleine Ich seine Wut noch mehr gegen sich wenden und damit die exemplarischen Magenkrämpfe noch verstärken und alle Schuld auf den eigenen Körper lenken - oder anderen eine Schuld zuprojizieren. Dann bekommen auch diese Magenkrämpfe. 

 

Wie man sieht, ist dies sinnlos.

 

Erst der Gesunde Erwachsene erkennt und kennt damit die Wechselhaftigkeit des Kleinen Ichs oder, besser, die durch das Kleine Ich verursachte Wechselhaftigkeit und wirrsinnigen Vergeltungstriebe.



Der Löwe bereitet sich sein Lager im dichten Blätterwald des Sandelholzwaldes, wo kein anderer Baum wächst. Allein, streift er in der friedlichen Stille des Waldes umher. Alle anderen Tiere sind geflohen und halten sich fern.

Erkennt man den Gesunden Erwachsenen oder gar den Mentor in einem Menschen, werden sich die tierischen Kleinen Ichs der anderen Menschen von diesem von allein fern halten.



Eine Horde Löwenbabys folgt ihm. Schon mit drei Jahren brüllen sie kräftig. Selbst wenn hunderttausend Schakale den König des Dharma jagten, wäre das Kläffen dieser Scheusale vergeblich.

Selbstsprechend?



Richtig und Falsch sind weder richtig noch falsch. Liegst du nur ein Haarbreit daneben, bist du schon tausend Meilen entfernt. Richtig – und man wird Buddha wie die Tochter des Naga-Königs. Falsch – und man wird lebendig in die Hölle geworfen wie Zenshô.

Es gibt weder richtig noch falsch. Beides entsteht immer nur aus dem Auge des momentan zufällig aktiven, subjektiven und geistig minderbemittelten Betrachters.

 

"Das haben Sie falsch gemacht", "so wäre es richtig gewesen" - alles Geisteskrankheit. Warum? Man bewirkt das Gegenteil vom sich illusorischer Weise Vorgemachten.



Viele Jahre lang habe ich Wissen angesammelt,

Kommentare studiert und Sutren herangezogen.

Ohne Pause habe ich Worte und Zeichen analysiert.

Wissen ist wichtig - es hat aber nur die Funktion von Wegweisern.

 

Folgt man den Wegweisern, verlieren sie - und damit das Wissen - ihre Bedeutung. 

 

Erkennt man Wissen nicht als Wegweiser, rennt man nur von Wegweiser zu Wegweiser im Kreis - und gelangt niemals in die Mitte des Kreises.

 

Welcher Kreis? Die Heldenreise.



Die Sandkörner im Ozean zählend, habe ich mich sinnlos erschöpft.

Der Buddha hat mich ernsthaft ermahnt:

„Was bringt es denn, die Schätze anderer zu zählen?“

Die Erkenntnisse der anderen sind auch immer nur Wegweiser für den Weg, den man nur selbst gegen kann.



Ich habe mich in Sackgassen verlaufen

und die Fruchtlosigkeit meines Bemühens erfahren,

so viele Jahre vergeudet,

indem ich den Staub der Welt durchschritt!

Man muss das System verlassen, um den Staub auf dem inneren Spiegel der Selbstreflexion nicht nur zu durchschneiden, sondern ihn komplett beseitigen zu können.

 

Nur dann werde ich im dann staubfreien Spiegel auch den Weg und am Ende mich selbst erkennen können.



Wenn eine spirituelle Übertragungslinie korrumpiert wird,

werden Wissen und Verständnis fehlgeleitet.

Dann finden wir keinen Zugang

zum vollkommenen Erwachen Buddhas.

Wir, als methoform, zeigen KeieiDo als Weg zum Selbst.

 

Wenn wir nicht aufpassen, stellen wir den Weg missverständlich dar. Wir hälfen weder uns, noch anderen - im Gegenteil.

 

Alles kein Dogma. Das macht es sicherer.

 

"Du musst den Choleriker wüten lassen. Er ist nur ein Wegweiser!" - und schon fehlgeleitet.



Die zwei Fahrzeuge besitzen Kraft,

aber nicht den Geist des Weges.

Ketzer besitzen Intelligenz,

aber keine Weisheit.

Intellektuell wird man nicht man selbst werden können.

 

Der Gesunde Erwachsene ist daher nur eine methodische Zwischenstufe.

 

Erst die tiefe Weisheit des Mentors wird wirkliche Transparenz schaffen.



Wer dumm oder naiv ist,

wird von einer leeren Faust oder einem Zeigefinger genarrt.

Er hält den Finger für den Mond und strengt sich vergebens an.

Aus den Phänomenen, die seine Sinne erfassen,

formt er seltsame Hirngespinste.

Vorsicht vor Dogmatik.

Alles sind nur Wegweiser.

KeieiDo weist den Weg.

KeieiDo ist jedoch nicht das Ziel.

 

Perfektes Management ist ein wichtiges Nebenprodukt von KeieiDo.

Doch es ist nur ein Mittel zum Zweck.

KeieiDo zeigt darüber hinaus.

 

Der eine ZEN-Meister verwendet zu erklären seines Weges die leere Faust, ein anderer den erhobenen Zeigefinger, wieder ein anderer zeigt zum Mond. 

 

Doch es gibt sowohl für jeden Meister als auch für jeden Reisenden einen ganz eigenen Weg.

 

Jede Kopie führt in die Irre. Denn der Weg entspricht der Suche nach dem Heiligen Gral. Und dieser kann nur gefunden werden, indem man einen Weg beschreitet, den niemand sonst zuvor gegangen ist.

 

Es geht um unvergleichbare (nicht unvergleichliche) Individualität. Sie ist das Licht das leitet - aber auch wiederum nicht das Ziel.

 

Passt man nicht auf, werden die leere Faust, der Finger die Hand und KeieiDo zu Dogmata. Das war es dann.



Wer kein einziges Phänomen wahrnimmt,

ist identisch mit dem Buddha.

Er verdient es wahrhaftig,

Kanjizai genannt zu werden. 

Sich nicht durch Oberflächlichkeiten in die Irre leiten lassen.



Durch klares Verständnis erscheint die Leere der Karma-Fesseln.

Ohne dieses Verständnis bleiben die karmischen Schulden bestehen.

Erkenne ich die zahllosen Kindheitstraumata der CEOs und Politiker dieser Welt als Ursache für ihr vernichtendes, dysfunktionales, krankhaftes Verhalten, wird mich das Verhalten als Symptom, als Phänomen, nicht mehr tangieren.

 

Damit werden diese Golem' zum Wegweiser und fesseln mich nicht mehr im Verstehenwollen oder Verzweifeln.

 

Denn besten Falls würde ich ansonsten eifrig daran arbeiten, nicht auch so zu werden und der Welt zu zeigen, dass ich anders bin.

 

Doch auch dann umkreiste ich nur das Ziel. 

 

Wichtig ist, zu schauen, woher ein solches Verhalten auch in mir selbst rühren könnte, der Welt nichts vorzumachen (Äste und Blätter), sondern in mir nach den Ursachen zu suchen (Wurzeln abschneiden).

 

Dann ist es nicht mehr wichtig, gut sein zu müssen, als Zwangshandlung, sondern ich werde zu mir selbst. Dieses steht außerhalb von gut und böse.



Obwohl sie hungrig sind,

verspeisen sie das königliche Mahl nicht, das man ihnen reicht.

Krank, konsultieren sie den König aller Ärzte,

halten sich aber nicht an seine Rezepte.

Man muss den Weg der Selbstreflexion gehen.

Schon eine Therapie wird nichts bringen,

geschweige denn eine Medikation.

Beides würde nur Symptome behandeln.



In dieser Welt der Begierden ist es

die Kraft des Erkennens und Verstehens,

die die Übung des Zen erlaubt.

Der Lotus, der im Feuer blüht, ist unzerstörbar.

KeieiDo führt zu Erkenntnis und Verständnis durch Transparenz.

Erkenne und verstehe ich damit wirklich, 

werde ich auch erst an mir arbeiten können.

 

KeieiDo schafft erst Transparenz - Perfektes Management -

und beginnt dann mit dem Üben.

 

Lerne ich das Feuer zu beherrschen, das gefährlichste der vier Elemente, vor allem in mir, wird es mir auch immer weniger anhaben können. Habe ich mich selbst, mein Selbst, gefunden, und werde ich zu mir selbst, tangiert mich das Feuer gar nicht mehr.

 

Dann bin ich der Lotos, der im Feuer blüht, da es ihn durch seine Unzerstörbarkeit bestätigt und erinnert, sich auch wirklich selbst gefunden zu haben und selbst zu sein.



Obgleich er ein schweres Verbrechen begangen hatte, erkannte Yuse das Ungeborene, wurde unmittelbar ein Buddha und ist es noch heute.

Manchmal erkennt man erst durch die Auswirkung einer Handlung den wirklichen Weg. Dann war auch diese Handlung nur ein Wegweiser. Daher gilt es, die Handlungen im Nachhinein nicht zu bedauern, sondern als bedeutsam anzuerkennen.



Der Löwe brüllt die Lehre furchtlos hinaus.

Ach!

Wie bedauernswert diese verwirrten und beschränkten Gemüter sind!

Sie verstehen bloß,

dass schwere Vergehen ein Hindernis fürs Erwachen sein sollen,

und sind unfähig, Buddhas Geheimnis zu durchdringen.

Wie oben:

Oft sind schwere Vergehen notwendig, um sich zu fragen, was in einem dazu fähig gewesen ist.

Erkennt man in der Handelnden Instanz in sich ein wechselhaftes, Krankes Kind, wird man sehen, dass man sich immer für einen anderen gehalten hat.

Erst dann wird man sich auf die Suche nach dem Wahren Ich begeben.



Zwei Mönche machen sich der Wollust und des Mordes schuldig,

und Upali, der nicht erleuchteter war als ein Glühwürmchen,

verschlimmerte noch ihre Schuld.

Beim großen Vimalakirti schmolzen sogleich ihre Zweifel dahin,

wie Frost und Schnee unter brütender Sonne.

Nicht bestrafen, sondern Reflexion ermöglichen.

Bestrafung verstärkt die Wut und damit Selbstentfremdung.

Reflexion lässt das Wahre Ich erkennen.



Die Macht der Befreiung ist unfassbar,

mit grenzenlos-wundersamen Auswirkungen,

so zahlreich wie die Sandkörner des Ganges.

Die Selbstfindung und Selbstwerdung lässt alles in einem komplett anderen Licht erscheinen - innerlich und äußerlich - für sich selbst also auch für andere.



Würde jemand wagen,

ihr nicht unsere vier Besitztümer zum Geschenk zu machen,

wo zehntausend Goldstücke nicht ausreichten?

Ich muss 

  • Wissen 
  • Gesellschaft
  • Ablehnung (Macht, Status, Titel)
  • Wünsche

aufgeben, also die vier Grundbedürfnisse, die nur durch "Haben von ..." befriedigt werden.



Selbst unsere Knochen zu Pulver zerstoßen

oder unseren Körper in Stücke hauen

wäre keine Wiedergutmachung.

Ein einziges Wort, das wohl verstanden ist,

übertrifft zehntausend Worte.

Es geht nicht um Selbstbestrafung oder Selbstopferung.

Es geht um Erkenntnis und damit verbundenen Selbstwerdung.

 



Sie ist der Herr aller Existenzen, niemand übertrifft sie.

Alle Buddhas, die so zahlreich wie die Sandkörner des Ganges sind,

legen Zeugnis von ihr ab.

Nun verstehe ich die Natur des Mani-Juwels.

Es stimmt mit denen überein,

die es vertrauensvoll empfangen.

Ich kann 

  • ich selbst sein  oder
  • nicht ich selbst sein (Entfremdung).

Dies ist die Grundnatur von allem.

 

Nicht-Selbst-Sein ist Illusion, der Wegweiser auf den Weg:

Selbst sein ist der Weg und damit das Ziel.

 

Herausforderung und Lösung, Verführung und Befreiung, liegen in allen von uns untrennbar vereint. Dies ist die die

  • Natur des Mani-Juwels
  • Buddhanatur
  • der Grundcode allen Seins.


Man erkennt deutlich,

dass da überhaupt nichts ist,

weder Mensch noch Buddha.

Myriaden von Universen sind Schaum im Ozean,

Heilige und Weise nur Blitze am Himmel.

Da alles genauso ist, Mensch, Tier, Insekt und das Wetter, alles kann wütend sein oder in sich ruhen, alles erkennt, dass in sich zu ruhen, die Wut vermeidet, gibt es keine Unterscheidungen - weder zwischen wütendem Mensch und Buddha, noch wischen Mensch, Hyäne, Wespe oder Gewitter. 

 

Alles funktioniert analog zueinander und dient als Wegweiser für sich und andere hin zurück zum Ursprung. Beides ist Leben und beides ist Tod.



Selbst wenn unsere Köpfe

unter einem Eisenrad zerquetscht würden,

verschwände das vollkommene Licht der Konzentration

und Weisheit nicht.

Schmerzen und Leid bringen uns von uns selbst Weg.

Dennoch wird das Selbst immer bleiben - auch, wenn wir von ihm entfremdet wurden.

 

Vielleicht sind es auch erst Schmerzen und Leid, die uns den Weg zu unserem Selbst erst aufzeigen und wiederfinden lassen.

 

Die Systemischen Psychologen sagen, dass Leid mit der direkteste Weg zur Persönlichkeitsentwicklung ist.

 

Gäbe es keine schwierigen Kunden, würde ich auch niemals lernen, mit ihnen souverän umgehen zu können.



Selbst wenn sich die Sonne abkühlt und der Mond erwärmt,

können Maras Horden die wahre Lehre nicht zerstören.

Der hohe Streitwagen, von einem Elefanten gezogen,

naht friedlich heran.

Selbst und der Weg dorthin sind immer vorhanden, auch wenn die Welt zugrunde ginge und alles anders kommt.

 

Wichtig ist, nicht zu kämpfen. Erst dann zeigt sich wahre Größe.



Wie könnte eine Gottesanbeterin ihn von seinem Kurs abbringen?

Der große Elefant nimmt nicht an Hasenrennen teil.

Großes Erwachen macht sich nichts aus Kleinkrämerei.

Das wirklich Große liegt in der Stille.

Droht, wütet und kämpft man mit, wird man sie nicht finden.

Wissen will überwunden werden, um Methoden und Mitgefühl im der eigenen Tiefe finden zu können.



Ermesse die Weite des Himmels nicht,

indem du durch einen Strohhalm schaust.

Freund, wenn du bis jetzt kein klares Verständnis erlangt hattest,

dann habe ich dir hiermit den Schlüssel gegeben.

Solange man die Scheuklappen nicht von den Augen nimmt,

aus Angst etwas zu entdecken, das bedrohlich ist,

wird man das Große und Ganze auch nicht sehen können.

 

Verstehen und erklären muss man es nicht können,

denn der Verstand ist nichts weiter als die eigenen Scheuklappen.