Shinjinmei

Die Meißelschrift vom Glauben an den Geist

Kanchi Sôsan, -606  [Chinesisch Seng Ts'an]


Der große Weg ist ganz einfach,

wenn du keine Vorlieben hast

und aufhörst zu wählen.

Es ist der Krieger/ die Amazone in uns, aus unserem Stammhirn aus der Zeit der ersten Reptilien, das Vorlieben hat und ständig wählen möchte. 

 

Der Archetypus dieser Krieger, der die einzige Lösung für Konflikte binären Entscheiden für das subjektiv Beste sieht. Alles und jeder, der nicht seiner Meinung ist, wird unterworfen, da das Haben anderer Meinungen als respektlos interpretiert werden.

 

Daher bringt dieser Kriegeranteil nicht nur seiner Umwelt sondern auch dem Menschen selbst ausschließlich Unfrieden, Feindschaft und Krieg. Er ist der Kern des EGOs.

 

Psychopathologisch ist es Minderwertigkeit, die sich hinter den Mauern der Cholerik verbirgt. Es ist also Krankheit, die mit Vorlieben einher geht.

 

Für das Management bedeutet dies unter anderem, hinsichtlich des Methodeneinsatzes und der daraus resultierenden Ergebnisse offen zu bleiben.



Wo weder Liebe noch Hass,

wird alles klar und unverhüllt.

Eine Steigerungsform in Richtung menschlicher Rückentwicklung ist nach der Wut des Kriegers der Wahn und Vernichtungswille des Saboteurs, des Bösen oder Schattens, des Vernichters. Er repräsentiert Hass - gegen die Welt und sich Selbst. Hass ist eine Cluster-Emotion aus Ekel, Angst und Wut.

 

Das Krankheitsbild des Hassenden und von Vernichtung jeder Art ist Narzissmus - die Selbstverherrlichung.

 

Das Wort Liebe hat generell zwei Bedeutungen:

  1. die tiefe innige Herzensliebe des Wesens
  2. ein zwanghaft-suchtartiges vermeintliches Brauchen von etwas.

Hier ist ausschließlich die zweite Bedeutung gemeint.

 

Vorlieben, Hassliebe genauso wie Hass führen zu einer zwanghaften Fixierung auf oder an etwas. Beides vernichtet und macht unfrei.

 

Im Change-Management wird jeder Wandel durch Vorlieben und Ängste verhindert.



Wenn du jedoch die kleinste Unterscheidung triffst,

werden Himmel und Erde unendlich weit voneinander getrennt.

Unterscheidung

  • ist wie ich / ist anderes als ich  -> das Wir entsteht
  • ist wie wir / ist anderes als wir

beginnt evolutionär schon einige 100 Millionen Jahre vor der Entstehung des Stammhirns und hat unsere Vorfahren in der Urzeit am Leben gehalten: das sich Zusammentun in Schwärmen und der Ekel gegen alles Andersartige, Fremde.

 

Der Krieger in uns, der nicht erkannt hat, dass jede Unterscheidung immer auf Einfältigkeit beruht, verhaftet hier im keinen Geist (Kleingeist). 

 

Die Kombination von Fremdenangst und Aggression führt, wie oben schon erwähnt, immer zu Hass (noch kleinerer Geist).

 

Doch ist eine der wesentlichen Erkenntnisse, dass Menschen und Lebewesen immer denselben gleichen abstrakten Aufbau haben (siehe Homunkulus). Um dies empirisch erkennen und annehmen zu können, werden jedoch methodische Fähigkeiten benötigt, die in vielen Menschen nicht entwickelt sind, auch, wenn ihre Areale dies ermöglichen würden.



Soll die Wahrheit sich dir offenbaren,

Lass jede Meinung für oder gegen etwas beiseite.

Eine Meinung haben kommt immer aus Stammhirn und Krieger-/ Amazonen-Archetypus. Beide nehmen dem Menschen die Freiheit, den es gibt nur EGO und Unterwerfung.

 

Wirkliches Management basiert auf Transparenz und Priorisierung. Es ist weder Trickserei noch Bauchgefühl.



Der Kampf zwischen Neigung und Abneigung ist die Krankheit des Geistes.

Mag man einerseits etwas aus bestimmten Gründen - lehnt es aber aus anderen Gründen auch gleichzeitig ab, ist das Stammhirn, der Krieger damit überfordert. Denn dieser kennt binär nur Eins oder Null. Eins und Null - mögen und nicht-mögen - gleichzeitig ist nicht umsetzbar.

 

Im psychologisch tragischsten Fall erzeugt das Kleine Ich aus seiner Naivität und seinem Kontrollzwang heraus einen zweiten Krieger im inneren Team, als dem ersten Krieger analogen Neuronalnetzwerk. Dann werden sich zwei neuronale Netzwerke, zwei Teilpersönlichkeiten im betroffenen Menschen unterbewusst und autonom bekriegen.

 

Damit entstehen innere Konflikte, die in Burnout und Depression enden können.

 

Die einzige nachhaltige Lösung besteht in der Aufgabe von beidem:

  • Neigung (und)
  • Abneigung.

Eine Führungskraft, die von vor herein Dinge ausschließt oder bevorzugt wird das Potenzial der Mitarbeiter nicht nutzen können - im Gegenteil.



Wird die tiefe Wahrheit und Bedeutung der Dinge nicht erkannt, erschöpft sich der Geist vergeblich und sein grundlegender Friede wird nutzlos gestört.

Nicht nur KeieiDo, sondern bereits die Systemische Psychologie, die ein elementarer Bestandteil des KeieiDo' ist, sieht aus gesellschaftssystemischer Sicht nichts Negatives in den gesellschaftlich eher negativ konnotierten Emotionen von:

  • Hysterie, Angst, Ekel, Stress
  • Wut und Aggression
  • Hass und Wahn.

Vielmehr gelten sie außerhalb und innerhalb des Menschen als

  1. Indikatoren  (und)
  2. Wegweiser.
Sie weisen 
  1. auf den aktuellen Zustand/ Status hin  (und)
  2. gleichzeitig den Weg aus der emotionalen Sackgasse heraus.

Erkennt man

  • Angst und Ekel als dunklen Abgrund
  • Wut und Aggression als Feuersbrunst
  • Hass und Wahn als Seuche wie die Pest
wird man bestenfalls innehalten und sich
  1. entweder einen anderen Weg auswählen
  2. sich gut wappnen, um das Hindernis zu überwinden
  3. den Abgrund zuschütten, das Feuer löschen und die Krankheit desinfizieren
  4. dazu lernen, um das nächste Mal vorbereitetet zu sein.

Erkennt man die Symbolkraft dieser Emotionen nicht, wird man die aufgeführten Methoden nicht erlernen können, sondern den Hindernissen höchst wahrscheinlich zum Opfer fallen.



Der große Weg ist vollkommen wie der weite Raum,

in dem es weder ein zu viel noch ein zu wenig gibt.

Der große Weg entspricht im KeieiDo der

  • Heldenreise
  • Held*innenreise.

In ihrem immer gleichen zwölf Schritten ist sie vollkommen. Es gibt nichts, das in ihr fehlt. Das Ziel ist auch immer dasselbe. Immer führt die Heldenreise zum Ziel.



Nur durch das Wählen,

ob wir ablehnen oder ergreifen wollen,

erkennen wir das wahre Wesen,

die Soheit der Dinge nicht.

Die Emotionen

  • Angst, Ekel
  • Wut und
  • Hass

und die Überlegungen auf dieser Basis der pre-humanen Emotionen, ob etwas gut oder schlecht ist, deaktiviert unsere Methodengehirne und Teilpersönlichkeiten, die den Raum für unser Wesen und damit für wahre Selbsterkenntnis - Erkennen des Selbst - schaffen würden.

 

Was ist die Soheit der Dinge?

  1. Der teure Anzug schützt mich vielleicht davor, angepöbelt zu werden und zeigt Zugehörigkeit zu einer sichereren oberen Kaste. 
  2. Der schwere Firmenwagen zeigt allen, dass ich etwas Wert bin und respektiert werden muss.
  3. Das Kündigen eines intelligenten offenen A-Mitarbeiters lässt vermeintlicher Weise darauf schließen, dass die kündigende Person noch intelligenter wäre.

Erkennt man die Soheit der Dinge, wird man erkennen, dass Anzug, Firmenwagen und das Kündigen nur symptomatische Hilfskonstrukte darstellen, die jedoch weit mehr direkte Wegweiser in das Ursächliche darstellen (beziehungsweise):

  1. Man hat Angst angepöbelt zu werden und nicht zu einer höheren Kaste zu gehören, das es noch an Methodik und Fundament mangelt, anderweitig damit umzugehen.
  2. Man ist noch gefangen im Glauben, dass ein Mensch mehr oder weniger Wert haben oder gar sein könnte als ein anderer. Auch werden Methoden benötigt, mit respektlosem Verhalten umgehen zu können.
  3. Man vergleicht sich noch mit anderen und hat nicht erkannt, dass jeder Mensch wertvoll ist. Offenheit, Empathie, Herzlichkeit und Feinfühligkeit sind es wahrscheinlich, durch die die Welt in einem ganz anderen Licht erscheinen würden.

Anders herum ist es dasselbe. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Äußerlichkeiten in den Menschen und Gebäuden, die man auf seiner Reise durch das Management trifft, immer mehr bedeuten, als die Illusionen des Systems, in dem wir aufwachsen, in uns zu erwecken vermögen:

  1. Der teure Anzug des Gegenübers kann immer sowohl das Bedürfnis nach Sicherheit und Zugehörigkeit verkörpern, als auch - vielleicht gleichzeitig - für ein pragmatisches Verhalten stehen.
  2. Der schwere Firmenwagen des Geschäftspartners kann für eine tief ausgeprägte Minderwertigkeit stehen - was auch hier primär die wahrscheinlichere Auslegung ist - aber im Einzelfall auch für ein notweniges Verhalten stehen, um von Menschen mit Minderwertigkeiten, die dies per Haben vermeintlicher Weise zu kompensieren versuchen, als ebenso vermeintlich wertvoll angesehen zu werden.
  3. [Jetzt sind Sie dran ;]


Verstricke dich weder im Jagen nach äußeren Erscheinungsformen, noch in der Erfahrung von Leerheit.

Die oben beispielhaft genannten Äußerlichkeiten:

  1. teurer Anzug
  2. schwerer Wagen
  3. Kündigen der Besten

sind nicht anstrebenswert, solange sie aus einer kompensatorischen Zwanghaftigkeit und Illusion heraus kommen.

 

Dennoch wird man als Manager unter anderen Managern, die statistisch gesehenen die Erkenntnisse des Shinjinmei wahrscheinlich vorerst nicht in sich integrieren werden, erster genommen, wenn man sich auf die obigen Werte einlässt bzw. - wenigstens zum Schein - ein kulturadäquates Verhalten aufweist.

 

Es geht also nicht darum, solange man im Management verhaftet ist, auf Anzug und Firmenwagen zu verzichten. Eine weit größere Schule wird es sein, sich diesen Verführungen unserer archaischen Areale zu stellen, ohne von ihnen verführt zu werden.

 

Man trägt einen teuren Anzug und fährt einen schweren Wagen, ohne dabei in der statistisch typischen Geisteskrankheit zu verfallen, zu glauben, dass man damit etwas Besseres wäre. Die Kunst besteht darin, all dies als Pragmatismus zu verstehen.

 

Würde man all diese Masken des Systems nicht nur als leer erkennen, sondern sie auch nicht mehr ernst nehmen, wird man sich das System zu Feind machen.

 

Aber genau darum geht es nicht. Vielmehr besteht die Aufgabe darin, in einem System einen Raum zu finden, in dem man man selbst sein darf und kann.



Bleibe heiter und gelassen in der Einheit der Dinge,

Und solche irrigen Ansichten verschwinden von selbst.

Heitere Gelassenheit ist tatsächlich auch ein Kernbegriff des KeieiDo. Sie sind:

  • methodische Kennzeichen des Gesunden Erwachsenen
  • intuitive Merkmale des Mentors.

Das Heitere verkörpert dabei:

  • Unvoreingenommenheit
  • Menschlichkeit
  • Herzlichkeit
  • Offenheit
  • Empathie.

Die Gelassenheit steht für:

  • Verantwortungsgefühl
  • Methodenkompetenz
  • Lösungsorientierung
  • Ernsthaftigkeit
  • Weisheit.


Wenn du versuchst,

Aktivität zum Stillstand zu bringen,

um Passivität zu erreichen,

ist dieses Bemühen selbst nur wieder Aktivität.

So lange du in dem einen oder anderen Extrem verharrst,

wirst du das Eine nicht erkennen.

Das Gefühl und der Wille entscheiden zu müssen, zwischen

  • aktivem Verhalten, einem aktiven Entscheiden wollen  (und)
  • passivem Verhalten, andere entscheiden zu lassen

aktiviert wieder das Stammhirn, den Krieger, die Amazone, das EGO.

  1. Nur mit sehr hoher Achtsamkeit wird man sich dieses Zusammenhangs bewusst.
  2. Nur mit sehr hoher Selbstführungsfähigkeit kann man sie stoppen.
  3. Nur mit sehr hoher Wesensverbundenheit und Weisheit erkennt man, dass auch der Wunsch dies zu stoppen nur wieder den Weg zurück darstellt.

Hat man das eigene Selbst gefunden und wird zum eigenen Selbst, zum Mentor, dann erst gibt es keine aktive Aktivität oder aktive Passivität mehr. Vielmehr übernimmt das Wesen, das Selbst, auf vollkommen natürliche, intuitive Weise.

 

Erreichen wird man es erst, wenn man

  • nicht mehr zwischen aktiv und passiv unterscheidet
  • keinen Wunsch mehr verspürt, etwas bewerten zu müssen.


Und wer das Eine nicht lebt,

verfehlt beides:

Aktivität und Passivität,

verfehlt das Ja und das Nein.

Das Eine leben steht für:

  • das eigene Selbst geworden sein.

Wie im vorigen Abschnitt kommentiert, wird das Selbst nicht mehr zwischen Aktivität und Passivität unterscheiden (müssen (Zwang) und wollen (Minderwertigkeit)), so wie es das Kleine Ich wahrscheinlich über lange Zeit getan hat.

 



Die Wirklichkeit der Dinge leugnen heißt

ihre Wahrheit zu verfehlen.

Nur der Leere zu folgen heißt,

sich gegen die Leere zu wenden.

Es ist wichtig, die indikative und wegweisende Bedeutung in den Dingen der Welt zu erkennen, da man sie ansonsten komplementär missverstehen wird.

 

Der wütender Kunde gegenüber dem Mitarbeiter kann vom Mitarbeiter interpretiert werden als:

  1. ich bin schlecht
  2. unser Produkt ist schlecht
  3. er mag mich nicht/ er hasst mich.

Was im Mitarbeiter entsteht sind (beziehungsweise):

  1. Schuldgefühle/ Minderwertigkeit (und damit Wut)
  2. Unsicherheit (und damit der Wunsch, das Unternehmen zu verlassen)
  3. Traurigkeit, Stress, Wut, Gegenhass, Selbsthass.

Erst, wenn der Mitarbeiter erkennt, dass die Wut ein Feuer darstellt, das methodisch gelöscht oder künftig vermieden werden kann, wird er die Botschaft verstehen, die über das Mittel des Kunden überbracht werden möchte.

 

Würde der Mitarbeiter nun aber nicht auf den wütenden Kunden reagieren, sondern sich für die spannende Botschaft bedanken und das Gespräch zufrieden beenden, hieße dies, nur der Leere zu folgen. Denn die Methode des Löschens will angewendet werden, um so irgendwann in die Intuition überzugehen - oder genauer: das Wesen wieder zu erwecken.



Hör auf zu reden und zu denken,

und es gibt nichts,

was du nicht erkennen kannst.

Reden geht vom Archetypus des Sozialen aus, kommt aus dem Limbischen System.

Denken entsteht im Archetyp des Analytikers, entstammt dem Neo-Cortex.

Beide Archetypen bzw. Gehirnareale sind methodische Areale, die zusammen den Gesunden Erwachsenen ausmachen.

 

Dieser Gesunde Erwachsene ist wichtig, auf der Reise zum Selbst. Doch er dient eigentlich nur der Suche nach dem wirklichen Selbst. Häufig ist es ohne die Hilfe des Gesunden Erwachsenen unauffindbar.

 

Hat man das Selbst jedoch erst einmal gefunden und hat es als neues Ich etabliert, wird man nicht mehr denken und reden müssen. Die methodischen Hilfsareale des archaischen Hirnsystems werden dann nicht mehr benötigt. Denn das zu Findende ist gefunden worden.

 



Wenn wir zur Wurzel zurückkehren,

finden wir das Wesen der Dinge.

Folgen wir den Erscheinungen,

verfehlen wir die Quelle.

Das Wesen der Dinge ist die Wurzel - es ist unser Wesen, unser Selbst.

 

Erscheinungen, also symptomatische Äußerlichkeiten, sind die Illusionen unseres EGO, das unser Wesen verbirgt oder gar gefangen hält (der Drache auf der Heldenreise).

 

Hat man das Zweig-, Ast- und Blattwerk des EGOs durchdrungen, gelangt man über den Stamm hinunter - nicht nur zur Wurzel des Baums - sondern auch zur (Wasser-)Quelle des Lebens.



Im Augenblick innerer Erleuchtung

gehen wir Jenseits von Erscheinung und Leerheit.

Erscheinung - Illusion - EGO steht nicht im Gegensatz zu Leerheit - Wahrheit - Selbst.

 

Leerheit - Wahrheit - Selbst könnten nicht gefunden werden, ohne Erscheinung - Illusion - EGO.

 

Erleuchtung - der Moment, in dem sich das letzte Tor zum Selbst öffnet - ist die Erkenntnis, dass das eine (EGO) und das andere (Selbst) unabdingbar und untrennbar zusammen gehören. Das EGO ist der Wegweiser zum Selbst.



Scheinbare Wandlungen in der Welt der Leerheit

erscheinen nur aus Verblendung wirklich.

Verblendung ist hier mit der systempsychologischen Entfremdung gleichzusetzen. Es geht dabei um die Entfremdung vom Selbst. der Schweizer Psychologe Arno Gruen hat hierzu viel geforscht.

 

Die Folge einer Selbstentfremdung ist eine im Maß der Entfremdung steigenden Schizophrenie. Dabei handelt es sich um das Erzeugen und Fürwahrhalten von Scheinwelten, von Illusionen, im Rahmen von Psychosen, Wahnvorstellungsphasen. 

 

Die Angst vor neuen Excel-Listen, Mitarbeiter für unfähig zu halten, zu glauben, man wäre der Einzige mit Verstand, anzunehmen, eine Führungskraft wäre etwas Besseres oder Führungskraft geworden zu sein, hätte etwas mit Fähigkeiten zu tun - all dies sind Formen der Schizophrenie. 

 

Geht man solchen Wahnvorstellungen auf den Leim, könnte man annehmen, dass sich etwas im Symbolischen dahinter verändert hat.



Suche nicht nach der Wahrheit,

höre nur auf, Meinungen zu hegen.

Nach der Wahrheit zu suchen bedeutet, anzunehmen es gäbe eine solche. Gäbe es eine solche, könnte man sie unterscheiden von Unwahrheit. Unterscheidung hingegen ist Teil der Binärwelt des Stammhirns, das zwischen Gut und Böse zu trennen versucht.

 

Wenn man erkannt hat, dass die Wahrheit des Einen die Lüge des Anderen ist, wird man durch diese Relativität von der Absolutheit von Wahrheit ablassen. Dies geschieht durch das Loslassen seiner eigenen Meinung: Der Meinung zu meinen, es gäbe nur eine Wahrheit.



Verharre nicht in dualistischen Anschauungen,

sei achtsam und folge ihnen nicht.

Dualistische Anschauungen versuchen pro-aktiv Verwirrung zu stiften. Verwirrungen ist wie ein Labyrinth. Daher die tiefe psychologische und symbolische Bedeutung des Wortes. 

 

Herausfordernd wird ein Labyrinth erst, wenn man sich darin befindet - also Teil des Systems - Teil der Matrix ist. Dualistische Anschauungen schaffen dieses Labyrinth erst und ziehen den Menschen hinein.

 

Erst, wenn man dies erkennt, dass dualistische Anschauungen erst das Labyrinth erzeugen, werde ich von der Metaebene heraus erkennen, wie ich dem Labyrinth von vorn herein entgehen kann:

  • Dualistische Anschauung  ==  Labyrinth


Gibt es auch nur eine Spur von Dies und Das, von Richtig und Falsch, gerät der Geist in Verwirrung und verliert sich.

Der Geist gerät in Verwirrung bedeutet psychologisch, dass der Neo-Cortex resigniert und ein Alarmsignal sendet.

 

Das Alarmsignal erzeugt Stress, Stress erzeugt Angst, Angst erzeugt Wut. Wut deaktiviert den Neo-Cortex schließlich vollständig, denn warum Denken, wenn es erstens nicht bringt und zweitens "eh" Krieg angesagt ist.



Obgleich jede Zweiheit aus dem Einen kommt,

hafte nicht einmal an diesem Einen.

Wie wir oben ausführlich sehen, ist es wichtig, duales Denken zu vermeiden, um sich nicht in der entstehenden Verwirrung zu verlieren.

 

Doch wenn man denkt, dass man die Verwirrung und Verblendung gelöst hätte und (davon) frei geworden wäre, indem man glaubt, dass man die zwei Seiten einer Münze vergisst, wenn man nur an die Münze selbst, das Eine, denkt, täuscht man sich.

 

Denn noch immer hält man sich an einem Faden fest, den man erst loslassen muss, um auch wirklich frei zu sein:

 

Daher weder an Zweiheit noch an Einheit anhaften - an gar nichts anhaften. 

 

An nichts anzuhaften bedeutet, aufzugeben, dass man etwas wüsste. Denn Wissen ist zwar zweitweise nützlich, doch auf Dauer betrachtet immer etwas Blockierendes. Im ZEN nennt man diesen Zustand:

  • Anfängergeist  (im anderen Kontext:)
  • Nicht-Denken.

Nicht sicher sein, dass man etwas wüsste, denn es kann und wird sich wohlmöglich auch immer anders darstellen.


Ein Schritt weg vom Wissen ist Methodik, das Vermögen, etwas aus dem Moment der Beobachtung heraus herzuleiten.



Wenn der Geist auf dem Weg ungestört weilt,

kann nichts auf der Welt mehr verletzen.

Ungestört auf dem Weg weilen bedeutet:

  • frei von Angst man Selbst zu sein
  • seiner Intuition vollkommen zu vertrauen
  • nicht mehr zu zweifeln.
Das Kleine Ich und das EGO, das damit meist einher geht, sind damit aufgelöst. Da nur diese beiden verletzt werden können, weil FORM, ist die entstehende FORMLOSIGKEIT nicht verletzlich.
Dies klingt sehr abstrakt. Einfacher:
Wenn mich jemand beleidigt, ist es meine Entscheidung, ob ich beleidigt sein möchte. Zwei Varianten:
  • Bin ich das Kleine Ich, im EGO verhaftet, wird es mich in das Beleidigtsein hineintreiben.
  • Weiß ich aus dem Großen Ich heraus um mein Kleines Ich und sein EGO, werde ich beiden helfen können, sich aufzulösen und entspannt alles regeln können, ohne dabei verletzt worden zu sein.

Kleines Ich und EGO sind FORM.

Großes Ich ist FORMLOS.



Und wenn etwas nicht mehr zu verletzen vermag,

hört es auf, auf die alte Weise zu sein.

Solange ich Angst habe, dass mich etwas verletzen könnte, werde ich es meiden. Sollte ich es nicht vermeiden können, wird meine sichtbare Angst wohlmöglich das Beleidigtwerden erst wirklich initiieren.

 

Gibt es kein Kleines Ich und kein EGO mehr, 

  1. werde ich nicht nur nicht mehr verletzt werden können.
  2. Es gibt auch nichts mehr, das Angst hat.

Gibt es keine Angst mehr, entsteht auch nicht das Monster als Konstruktion, das mich verletzen könnte. 

 

Wichtig ist hierbei die Unterscheidung der Rollen Mensch und Funktion.



Wenn keine unterscheidenden Gedanken aufsteigen,

hört der alte Geist auf zu existieren.

Der alte Geist meint das archaische Gehirnsystem, assoziiert mit den Archetypen:

  • Phobiker/ Angsthase
  • Krieger/ Amazone
  • Vernichter/ Saboteur.

Aktiviert man diese unterscheidenden Teilpersönlichkeiten nicht, oder erkennt sie im Gedankenprozess des Entstehens, wird man ihr Erscheinen stoppen können. Die Archetypen verschwinden wieder, die Gehirnareale deaktivieren sich entsprechend und der alte - archaische - Geist verschwindet damit.

 

Die Geister (der Geist) die ich gerufen hatte, rufe ich nicht mehr. Daher taucht der alte Geist auch nicht mehr auf. Oft geübt, wird er aufhören zu existieren.

 

Der Geist ist es, der schnell genervt und gelangweilt ist. Ständig braucht er etwas, das bearbeitet, begrübelt und zwanghaft und ein-eindeutig als gut oder schlecht stigmatisiert werden muss. Erkennt man diese nutzlose Energieverschwendung von der Metaebene des Gesunden Erwachsenen Präfrontalen Cortex' heraus, kann man:

  1. aufhören, den Gedanken hinterher zu laufen
  2. beginnen, den Geist aus dem kleinen Ich heraus loszulassen - ihn also kontrollieren zu wollen.

Man lässt den Geist los, gibt ihm Auslauf, und vertraut darauf, dass nichts passiert. Es ist wie die Auswilderung eines wilden Tieres. 



Wenn die Gedankenobjekte verschwinden,

verschwindet auch das denkende und urteilende Subjekt.

Dasselbe wie eben, nur anders herum betrachtet:

 

Oben: Das kontrollierende zwanghafte Kleine Ich hört auf, den Geist zu kontrollieren und wildert ihn aus.

 

Hier: Ist der Geist ausgewildert, wird es auch nichts mehr geben, dass das Kleine Ich, das subjektive Subjekt, bedenken und/ oder beurteilen müsste.



Die Dinge sind Objekte,

weil es ein Subjekt gibt.

Und das Subjekt bestätigt sich als Subjekt

durch seine Abhängigkeit vom Objekt.

Man sieht hier die Koexistenz und Kopathologie von Ich und Geist.

  • Ich ist Geist - Geist ist ich.
  • Wilder Geist schafft wildes Ich - wildes Ich schafft wilden Geist. 

Erst Gelassenheit bringt daher das Selbst zum Vorschein.

 

Das Bewusste bewusst-kontrollierenwollende Kleine Ich erzeugt durch Interpretation des Formlosen (Bedürfnisse und Emotionen) erst Form (einen Gedanken). 

 

Erst durch diesen Bezug von Ich-Bedürfnis-Emotion-Form wird sich

  1. das ich
  2. man sich seines Ichs
überhaupt erst bewusst. Das Konstrukt, also die Form, also der Gedanke, entsteht erst durch das Ich. Das Ich wird durch den Bezug zur Form, seine Emotionen und Wüsche diesbezüglich, erst seiner Existenz bewusst. 

Gäbe es also keine formlosen Objekte, gäbe es auch kein (Kleines) Ich.
Anders herum: Sobald es kein (Kleines) Ich mehr gibt, werden auch alle Subjekte - jede Form, das, was wir als Realität bezeichnen - nicht mehr.


Versteht die Relativität und Abhängigkeit von diesen beiden,

und die grundlegende Wirklichkeit,

die Einheit der Leerheit in Allem.

In dieser Leerheit sind die beiden nicht zu unterscheiden,

und jedes von beiden enthält die ganze Welt.

Verschwindet also das Kleine Ich, verschwindet auch alle Form, damit die bezeichnete Realität, hier die grundlegende Wirklichkeit, und alles wird leer.

 

Hätte nichts, das wir in unserer Realität sehen, für uns eine Bedeutung, da nichts in uns ein Bedürfnis weckt, werden durch das Fehlen der Bedürfnisse auch keine Emotionen und keine Wünsche wachgerufen. Damit verschwindet die Welt. Sie wird zu einer Eiswüste, in der alles gleich aussieht und der Himmel mit der Erde verschmilzt - oder zur Nacht, in deren Dunkelheit kein Erkennen von Objekten mehr möglich ist.

 

Erst die Taschenlampe scheint auf die dunklen Objekte und macht sie sichtbar. Erst der Gedanke an ein Objekt erstellt das Subjekt. Aber nur, wenn das Subjekt Wichtigkeit für uns besitzt, durch eventuelle Bedürfnisse, wird das Subjekt nicht gleich wieder verschwinden, sondern wird einen Gedanken erzeugen, der unser Kleines Ich als Beobachter überhaupt erst aktiviert.

 

Damit entsteht aus der Leere der Eiswüste oder der Schwärze der Nacht unsere Realität - und mit der Realität gemeinsam auch unser Ich, das sie unbewusst erschafft hat und nun bewusst beobachtet und bewusst formt, indem es sie interpretiert und mit ihr interagiert.

 

Schon die unterbewussten archaischen Fragestellungen

  1. kenne ich das
  2. ist es mir fremd
  3. bedroht es mich
  4. kann ich einen Schwarm damit bilden
  5. erhöht es scheinbar meinen Wert
  6. als was erschiene ich, wenn es meins wäre
  7. welche Möglichkeiten hätte ich dann
  8. wer könnte es mir wieder wegnehmen
  9. welche Art von Schutzwall brauche ich
  10. wen sollte ich unterwerfen
  11. wen muss ich besser sofort vernichten

sind also die Ursache unserer ganzen Welt.

 

Somit erschafft das Ich die Welt und die Welt das Ich. Und genauso wie das Ich mit der Welt interagiert wird auch die Welt - die Objekte darin - mit mir interagieren.

 

So kann ich durch ein Rudel satter Löwen unbedenklich hindurchschreiten. Die Löwen werden mich nicht wahrnehmen, da es kein Bedürfnis gibt, das eine Emotion in ihnen weckt, das ihr Ich entstehen lässt, das den Gedanken an meinen Geschmack entstehen lässt und das bewusst erkennen eines Ichs, das sich darüber definiert, dass es gerne Fleisch isst und damit in seiner Existenz plötzlich bestätigt wird.

 

Weiter abstrahiert ist das Wesen des Objektes Löwe damit identisch dem Wesen des Ichs. Beide sind identisch und beide bilden die Welt. Eine Welt die mit dem Ich entsteht und es selbst entstehen lässt.

 

Macht- und Statusdenken, Bauchentscheidungen und Politik sind immer nur Formen von geistiger Verwirrung und Krankheit. Flache Hierarchien, höchste Transparenz und Verzicht auf klassische Führung sind drei Schritte in das Funktionale und vermeiden das so typische Dysfunktionale.



Unterscheidest du nicht zwischen Fein und Grob,

so wirst du nicht zu Vorurteil und Meinung verführt.

Hierbei geht es um Analogien, die das obige System verallgemeinern:

  1. Die Zelle im Fisch interagiert mit ihrer Umwelt. Greift etwas die Zelle an, wird sie darauf aufmerksam und versucht sich zu schützen.
  2. Die Flora des Fisches verarbeitet die aufgenommene Nahrung. Ist etwas Verdorbenes dabei, wird die Flora versuchen, sich und den Fisch davor zu schützen.
  3. Der Fisch schwimmt in seinem Schwarm. Nähert sich ein Fressfeind, wird der Scharm seine Form anpassen.

Managementprozesse sollten immer standardisiert auf dieselbe Weise ablaufen - denn es gibt keinen Grund für eine Differenzierung.



Der erhabene Weg ist in seinem Wesen großmütig.

Er ist weder schwierig noch leicht.

Man ist nur zum Selbst unterwegs, wenn man lernt, nicht mehr über schwierig und leicht nachzudenken und unterscheiden und zuordnen zu wollen. Gleichzeitig ist dies der Weg.

 

Deaktiviert man

  • das Kleine Ich
  • damit auch seinen Kontrollzwang
  • und sein EGO,

gibt es keine Frage mehr nach Unterscheidung. 

 

Dann wird sich auch das eigene Wesen entfalten können. Dieses ist ebenso großmütig wie das Wesen des Weges. Dieser Großmut ist nichts weiter als ein Toleranzraum.

 

Ein Beispiel:

  • Besteigt man einen Berg und hat das Kleine Ich einen Anspruch auf die Art und Weise des Besteigens, entsteht ein innerer Zwang des Kleinen Ichs auf den Körper, um der dem Anspruch entsprechenden Identität konform zu sein. Schnell wird das Kleine Ich den Köper ausbeuten und in die Erschöpfung treiben.
  • Übergibt das Kleine Ich die Führung hingegen dem Selbst, dem Wesen, wird das Wesen partnerschaftlich gemeinsam mit dem Körper in Energiesparmodus emporsteigen können. Die ganze Kampfesenergie des Kleinen Ichs gegen den eigenen Körper kann nun vom Köper großzügig für den Aufstieg genutzt werden. Ankommen wird man oben ohne jede Erschöpfung. 

Wirkliches Management ist von Großmut, Wohlwollen und kontinuierlichem Wandel geprägt. Status, Titel, Macht und Politik sind die Feinde jeder Art von Sinnhaftigkeit.



Aber jene mit begrenztem Blick

sind furchtsam und unentschlossen.

Der begrenzte Blick entstammt dem Kleinen Ich, dem Raum für das EGO, das aus Angst vor den Dämon Tod projiziert und zu furchtsamen, unentschlossenem Handeln führt.

 

Einfältigkeit im Management und das Vortäuschen von Intelligenz - so auch das Zitieren vermeintlich kluger Köpfe - schaden Unternehmen.



Je schneller sie eilen,

desto langsamer kommen sie voran.

Entsprechend des Beispiels zum Bergsteigen, kurz zuvor, oben:

 

Das Kleine Ich mit seinem EGO will etwas verkörpern (Form) und übt daher Zwang aus, auf Geist und Körper.

 

Möchte man jedoch in die eigene Freiheit, also das Selbst, die eigene Wesensnatur finden, muss das Kleine Ich ausgewildert werden. Das heißt, dass es nicht die Aufgabe bekommen darf, etwas zu beschleunigen, denn damit wird es noch gestärkt.

 

Vielmehr müssen das Anstreben eines Ziels, die Geschwindigkeit und das Ziel selbst verschwinden. Dann stellt sich - wieder wie beim Bergsteigebeispiel - eine Eigengeschwindigkeit ein, die weder zu schnell noch zu langsam ist, sondern passgenau, angemessen und perfekt.

 

Jede Intervention in diesem natürlichen Prozess entspringt einer krankhaften Illusion und wird das Selbst und den Weg dorthin wieder deaktivieren.

 

Druck auszuüben ist immer eine Form der Geisteskrankheit.



Und das Anhaften und Greifen ist nicht auf bestimmte Bereiche begrenzt.

Es ist gleich, ob es geht, um:

  • das Besteigen eines Berges
  • das Lösen eines Rätsels
  • das Ergründen eines neuen Marktes
  • die Einführung eines neuen IT-Systems
  • die Veränderung eines Prozesses.

Wenn man dem Erfolg nicht schaden möchte, sollte man tunlichst jeden Druck vermeiden.



Selbst das Anhaften an die Idee der Erleuchtung lässt in die Irre gehen.

"Ich möchte/ muss/ will die Erleuchtung erlangen" - mich selbst finden und sein sind immer die Worte des Kleinen Ichs in seiner Egozentrik. 

 

Doch wird man das Selbst erst finden, wenn das Kleine Ich nicht mehr da ist.



Lass einfach die Dinge ihren eigenen Weg gehen, und es wird weder Kommen noch Gehen geben.

Im Management:

  • keinen Druck ausüben
  • niemals kritisieren.


Lass los und folge der Natur der Dinge und du wirst frei und ungestört wandeln. 

Analog zum obigen Beispiel des Bergbesteigens.



Wenn Gedanken in Fesseln liegen, ist die Wahrheit verborgen, denn dann ist alles dunkel und unklar.

Hiermit wird der notwendige Umgang mit sich selbst besprochen.

 

Geist und Gedanken dürfen ihren Weg gegen. Im ZEN sagt man, man lässt im ZaZen Gedanken und Emotionen wie Wolken vorbei gleiten.

 

Dann entsteht, wie oben beschrieben auch nicht das Ich, als Reflexion des es bestätigenden Geistes.

 

Gedanken und Emotionen per Zwang unterbinden zu wollen, schafft hingegen umso mehr das kleine Ich.



Die Last des Urteilens bringt den Verdruss und die Erschöpfung.

Hier wieder zum Beispiel des Bergbesteigens, oben:

 

Folgende Urteile kosten nur Kraft und Zeit, die für das eigentliche Handeln dann nicht mehr zur Verfügung stehen, weil sie Emotionen und inneren Krieg schaffen:

  1. ich muss schnell sein
  2. ich will daher auch schnell sein
  3. es geht nicht, dass ich langsam bin
  4. denn ich bin ein Schneller (Identität)
  5. ich bin nicht schnell genug
  6. noch nie war ich wirklich schnell
  7. ich habe zu viel gegessen 
  8. auch zu lang geschlafen habe ich
  9. das liegt an diesem Bett
  10. wieso habe ich mir dieses Bett gekauft
  11. wie kann man ein solches Bett überhaupt anbieten
  12. immer muss alles billig sein

Eigentlich hätte man alle Energie für das Bergsteigen nutzen können. Nun nehmen 12 Gedanken und vier Hirnareale unnötig Energie weg.

 

Im Management: Kritisiert die "Führungskraft" den Mitarbeiter, wird es eventuelle Probleme nur vergrößern. Treibt man den Mitarbeiter an, wir er nicht schneller arbeiten, sondern die Qualität seiner Arbeit pragmatisch verringern müssen.



Welchen Nutzen bringen denn Unterscheidungen und Trennungen. Wenn du den erhabenen Weg erfahren möchtest,

so lehne auch die Welt der Sinne und Ideen nicht ab.

Wahrscheinlich nicht im Sinne des Autors aus dem Chinesischen übersetzt. Daher nicht kommentiert.



In der Tat - sie vollkommen zu akzeptieren,

kommt wahrer Erleuchtung gleich.

Nicht mehr anfechten, sich wundern, bedauern oder jammern - vielmehr akzeptieren, dass die Welt ist, wie sie ist.

 

Gäbe es keine Unterscheidungen und Trennungen, würde man nie die Einheit erfahren.  

 

Der rationale Prozessmanager kann sich natürlich über die sinnlose Politik in seinem Unternehmen ärgern, die alles Sinnhafte zerstört. Doch bringt dies nichts außer Ärger.

 

Wichtig ist, dass er erkennt, dass er die Politik als gegeben akzeptieren muss und versuchen kann auch mit dieser umzugehen. Nur Ratio wird hier im ersten Moment nicht ausreichen. Erst die Tür in die Irratio wird hier zu Lösung und Erkenntnis führen. 

 

Er der Unverstand wird Politik erklären. Man muss Krankheit verstehen, um sie zu heilen. Man muss sie auch in sich selbst erkennen, um sich schließlich auch selbst zu heilen.