Hannya Shingyo

Herzsutra


Bodhisattwa Avalokiteshvara

erkennt in der Übung der Prajna Paramita,

dass alle fünf Skandhas leer sind

und überwindet so alles Leiden.

Auf dem Weg des KeieiDo wird man Erkennen, dass das Meiste, das einem im Management begegnen wird, leer ist. Dies bringt große Entspannung, die für wirkliches Management und später die Selbstfindung wichtig ist.



Shariputra, Form ist nicht verschieden von Leerheit,

Leerheit ist nicht verschieden von Form.

Form ist Leerheit, Leerheit ist Form.

Das gleiche gilt für Empfindung, Wahrnehmung,

Wollen und Bewusstsein.

Es ist wichtig, hinter den Emotionen und Merkwürdigkeiten die Wahrheit zu entdecken:

  • menschlich - die Traumata in Mensch und Organisation
  • funktional - die Quelle der indikativen Emotionen
  • selbst - den Bezug auf die eigene Wesensnatur.

Trauma, Empfindungen und Wahrnehmungen, Bedürfnisse und Wahrnehmungen sowie das Sich-bewusst-Werden aus dem Formlosen lassen Form entstehen - im Menschen durch Körperhaltung, Mimik, Gestik und weiteren köpersprachlichen Symptomen.

 

Körpersprache ist also das Symptomatische, Emotionen die Auslöser und Traumata und Emotionen das Ursächliche. 


Voneinander trennbar sind diese nicht.

 

Der Homunkulus ist leer. Er ist formlos. Sobald Emotionen auftauchen, nimmt er deren spezifische Form an.



Shariputra, alle Dharmas sind ausgezeichnet durch Leerheit.

Sie entstehen nicht und sie vergehen nicht,

sind weder vollkommen noch unvollkommen,

nehmen weder zu noch ab.

Daher gibt es in der Leerheit keine Form,

keine Empfindung, keine Wahrnehmung,

kein Wollen, kein Bewusstsein.

Das EGO ist verschwunden: das Kleine Ich mit seinen Ausprägungen.

 

Mit Bewusstsein ist hier das kontrollieren wollende Bewusstsein des Kleinen Ich' gemeint. 

 

Es geht nicht um das Meta-Bewusstsein des Gesunden Erwachsenen.

 

Das wirkt im ersten Moment schwierig.



Weder Augen, Ohren, Nase, Zunge, Körper noch Denken.

Keine Farben, Geräusche, Gerüche, keinen Geschmack,

keine Berührung und kein Objekt des Denkens.

Solange man Farben, Töne, Gerüche, Geschmäcker oder Ideen bevorzugt oder ablehnt, ist das Kleine Ich am Werk.

 

Wertet man sie nicht mehr, sondern erkennt sie als Wegweiser, ist es das Große Ich, das am Werk ist.

 

Beides ist formlos:

  • das Kleine Ich, da es sich ständig wandelt
  • das Große Ich, da es nicht in Erscheinung tritt, sondern nur spiegelt.

Kleines und großes ich sind nur Spiegel:

  • Ersteres spiegelt Formen - die Illusion
  • Zweiteres spielgelt das Formlose - die Wahrheit.

Beides, Illusion und Wahrheit sind leer.



Weder einen Bereich der Sinne noch einen Bereich des Denkens.

Weder Unwissenheit, noch ein Ende von Unwissenheit.

Weder Alter und Tod noch ein Ende von Alter und Tod.

Kein Leiden, keinen Anfang, kein Ende, keinen Weg,

kein Erkennen und auch kein Erreichen,

weil es nichts zu erreichen gibt.

Es gibt keine Unterscheidungen mehr.

Dann ist das Erreichte erreicht.

Ist das Erreichte erreicht, gibt es nichts mehr zu erreichen.

 

10. Ochsenbild: Nun anderen helfen.



Ein Bodhisattva verwirklicht Prajna Paramita

und der Geist ist kein Hindernis.

Ohne Hindernis gibt es keine Furcht.

Frei von allen Verblendungen verweilt ein Bodhisattwa in Nirvana.

Nirwana ist der Zustand ohne Verblendung und Anhaftung.

 

Geist bezeichnet das Kleine Ich, das von Gedanken, Emotionen und den Wunsch, diese Kontrollieren zu wollen, zerrissen wird.

 

Lässt dieser Geist los, gibt also das Kleine Ich seine Kontrolle auf, fällt es in die Tiefe und wird vom Selbst aufgefangen. Es steht sich mit Gedanken und Emotionen nicht mehr selbst im Weg.



Alle Buddhas der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

verwirklichen Prajna Paramita

und erwachen zu Anuttara Samyak Sambodhi.

Anuttara Samyak Sambodhi bedeutet etwas wie Perfekte und tatsächliche Erleuchtung.

 

Die Buddhas bedeuten:

  • Vergangenheit - Gesundes Sozialen Ich - Herzlichkeit
  • Gegenwart - Gesunde Lebensenergie und Stabilität
  • Zukunft - Gesunde Analytik - Pragmatismus

Über den Gesunden Erwachsenen entsteht so der Mentor.



Wisse daher,

dass Prajna Paramita das große transzendente Mantra ist,

das große strahlende Mantra,

das unübertroffene Mantra,

das unvergleichliche Mantra,

welches alles Leiden beendet.

Das ist wahr und ohne Falschheit.

Nichts hat Substanz.

Alles wandelt sich spontan.

Das einzige Konstante ist diese Erkenntnis (das Mantra selbst).

Daher ist die Erkenntnis um den Wandel nichts anderes als Selbstsein.

 

In dem Moment, in dem ich weiß, dass dieses wahrgenommene Ich nicht konstant ist, sondern im nächsten Moment ein anderes sein kann, ist dieses Ich, das sich dessen bewusst ist, das Selbst - liebevoller und akzeptierender Beobachter der inneren wechselhaften Wetterlagen.

 

Das Zitieren dieses Mantras findet daher durch das Selbst statt. Warum sonst Mantren zitieren.

 

Dasselbe wir mit ZaZen. Warum sitzen, wenn das, was sitzt, nicht das Selbst, das Wesen wäre, dass durch das Sitzen zum Vorschein kommt und kommen soll.