Eigenbewusstsein

Eigenbewusstsein ist das Sich-Bewusst-Sein seiner Selbst und damit seines eignen, tiefen Wesenskerns

Eigenbewusstsein entsteht aus der Stille heraus



Stille, Mond und Wasser

Im ZEN haben die drei Begriffe wichtige symbolische Bedeutungen:

  • Mond - das Ewige, Unzerstörbare, Unveränderliche
  • Wasser - das Selbst
  • Wesen - die Individuelle Wesensnatur als Reflexion des Ewigen
  • Stille - die Möglichkeit, das eigene Wesen im Selbst zu erkennen

Wird das Wasser still, erkennt man erst einmal das Wesen, dann sieht man nur noch den Mond, das Wesen verschwindet.


(Sollten Sie den Begriffen gegenüber voreingenommen sein, ist es wichtig, diese Voreingenommenheit hier zu überwinden. Wir sprechen hier weder über Spiritualität noch über Esotherik, sondern über Symbole, die tiefenpsychologische Zusammenhänge helfen, verständlich zu machen.)

 

Das Ewige: Neugier, Offenheit, Empathie, Subtilität, Fairness

Das Wesen: das individuelle Selbst



Das Wesen entdecken

Kaum jemand schafft es, wie Marshall Rosenberg, die eigene Wesensnatur in Worte zu fassen.

 

Es ist der kleine Kerl/ die kleine Dame/ das keine Dinglein in einem, das neugierig in die Welt hinaustritt und nicht nur wahrgenommen werden möchte, sondern auch als etwas Schönes.

 

Passiert dies nicht, werden meist archetypische Grundmuster "gerufen", die die Aufgabe haben, den Wesenskern zu beschützen, dabei jedoch häufig Eigenleben entwickeln, die zu Selbstentfremdung und damit auch zu Wesensentfremdung führen.


Zentrierung


Freudiges, tiefes Empfinden

Wahrgenommen wird das Entdecken

  • des eigenen Wesens
  • der eigenen Wesensnatur
  • der eigenen Natur

meist als sehr berührendes Glücksgefühl.

 

Man steht mit sich selbst plötzlich in Verbindung.

 

Man sieht sich selbst deutlich vor sich, spürt sich, ohne Mauer zwischen sich und dem Gefundenen.

 

Man akzeptiert sich als das, was man sieht, spürt, ist.

 

Selbst und Wesen werden zu Einem. Das Selbst findet sich im Wesen. Das Wesen sieht sich im Selbst. Suchender und Gesuchter/ Suchende und Gesuchte erkennen sich als ungetrennt. Das als dual empfundene wird überwunden.

 

Im Fluss sein

Gibt man dem erkannten und als Selbst akzeptierten Wesen nun Raum, damit es es selbst auch in der äußeren Welt sein darf, kommt man in den

  • Zustand des Im-Fluss-Seins.

 

Für viele Menschen wird dies als "Erleuchtungsereignis" beschrieben.

 

Auch dies ist nicht esotherisch gemeint. Es ist wichtig, sich von stereotypen Denkmustern zu befreien, weil das Wertende immer aus dem Stammhirn kommt, und daher aus der angstgetriebenen, destruktiven, in unseren Abbildungen immer unteren, schwarzen, roten und braunen Hemisphäre:

  • SCHWARZ: psychopathologisch
  • ROT: soziopathisch
  • BRAUN: psychopathisch

 

Zustand halten

Mit die größte Herausforderunge und gleichzeitig für viele auch der größte Wunsch bestehen im Halten dieses Verbindungszustands von

  • Ich
  • Selbst
  • Wesen  (und)
  • Sein.

Benötigt wird hierzu die Fähigkeit,

  • immer bewusster in die innere Stille zu gelangen
  • sich immer bewusster von Ablenkungen (Situationen, Gedanken) nicht mehr ablenken zu lassen  (und damit)
  • das Schattenhaft-Emotionale nicht Einzug halten zu lassen.

Hierbei helfen

  • das Beobachten des ruhigen Atems
  • eine aufrechte, offene Haltung in der eigenen tänzerischen Achse.

Mehr hierzu unter Methodik.