Wahrer Weg wahren Managements

Nicht die Äste und Blätter schneiden  -  sondern die Wurzeln finden



Was meint Weg?

Der Weg beschreibt den Pfad hin zum eigenen Wesen und zum eigenen Selbst. Es ist der Weg der Selbsterkenntnis, Selbstfindung und Selbstwerdung. Verbunden wird dieser Weg immer wieder mit Konfrontation und Kollision mit dem System sein, in dem man sich bewegt.

 

Fordere ich dem Vorstandsvorsitzenden immer und immer wieder Transparenz ein, die Einführung von Programm-, Projekt- und Risikoportfolia, offen kommunizierte strategische Entscheidungen und Wege, werden ich immer wieder gegen eine immer stabilere Wand laufen.

 

Je überzeugter und fundamentalistischer ich dies tue, desto mehr Wille wird das System, vertreten durch den exekutiven Arm des Vollstreckers, entwicklen, mich als Systemvernichter zu deklarieren und mich - als Freindsystem - rein pragmatisch zu vernichten.

 

So wird man im Management nach Werten wie Transparenz, Offenheit, Erklärungen und ein gemeinsames Miteinander streben. Doch je mehr man diese Werte einfordert, desto so stärker wird das System diesen Wunsch sanktionieren.

 

Je deutlicher man seinen Idealen und seinem Idealismus folgt, umso stärker wird der Widerstand sein, den man von der Welt um einen herum erfährt.

Blindheit des alten Ichs

Man kann es aber - für das eigene kleine Ich, die Marionette in uns, und für das System wird dies vermeintlich völlig unverständlich sein und bleiben - als Bestätigung des eigenen, individuellen, systemabweichenden Verhaltens deuten.

 

Der Grund für die Möglichkeit einer solchen Deutung liegt an der mechanisch-illusorischen Natur des Systems. Ein System - und damit unsere Gesellschaft, befindet sich, sowohl empirisch als auch per Definition, immer im Vor- und/ oder antisozialem Modus.

 

Das scheinbar Soziale ist die illusorische Deutung einer angst-, zwang-, manipulativem Schein- und/ oder zweckbedingten Zwangshandlung. Sie äußert sich in einem künstlichen, maskenhaften Vortäuschen von Emotionen, die jedoch aus dem Verstand heraus kommen und nicht aus menschlicher Herzlichkeit.

 

Erkenntnis

In diesem Sinne bildet das System den Komplementärspiegel zu sozialem, transparenten und Gesunden Erwachsenen Verhalten.


Entsprechend ist die Reaktion des Systems - ist man nicht durch einen 5 %-igen Zufall auf einen wirklichen Menschen gestoßen, der außerhalb dieses Systems steht - immer eine wahrlich unmenschliche, also eine anti-soziale, intransparente, krank-kindliche.



System als Wegweiser

Auf diese Weise erkannt wird man daher in der Unmenschlichkeit des Systems immer einen bestätigenden Wegweiser erhalten, primär auf dem richtigen Weg zu sein.

 

Nun könnte man das eigene Verhalten natürlich, auf Basis dieser Erkenntnis und dieses bestätigenden Bewusstseins noch steigern, um noch schneller auf dem eigenen Weg voranzukommen. Dies würde jedoch die negative Bestätigungsreaktion des Systems derart steigern, dass es zur einer finalen Schutzreaktion des Systems kommt.

System als Innehalter

Diese Beschleunigung wäre nämlich das Erwachen eines inneren Fundamentalismus'. Und Fundamentalismus ist etwas maschinell-archetypisches, das selbst dem System angehört.

 

Nach dem Erkennen des eigenen Aneckens am System geht es also nicht darum, bestätigt immer noch mehr anzuecken. Vielmehr besteht die Aufgabe darin, sich mit seiner bestätigten Menschlichkeit derart in das System zu integrieren, seine eigene, kleine Nische zu finden, dass sich das System nicht daran stört, und sich erst hierdurch interaktiv weiter zu entwickeln vermag.

 

System als Türöffner

Jedes Vorurteil gegenüber der Unmenschlichkeit eines jeden Systems macht den wahren Menschen zur Maschine und zum Hamster im Hamsterrad des Systems.

 

Offenheit, Unvoreingenommenheit, Neugier, Empathie und Feinfühligkeit gegenüber dem System werden dieses hingegen öffnen und einen Lebensraum öffnen - oder, anders ausgedrückt, werden diese wahrhaft menschlichen Verhaltensweisen die nächste Tür/ das nächste Tor/ die Torlose Schranke (Mumonkan) für den nächsten Wegabschnitt öffnen.



Heldenreise

Dieses Tor ist in der Heldenreise die Schwelle aus der Unterwelt, vorbei am Schwellwächter, zurück in die Oberwelt. Der Heldenzyklus wird hiermit also geschlossen.

 

Damit ist der Code, das Passwort, um den Schwellwächter das Tor öffnen zu lassen, das Niederlegen des Schwertes gegen das vermeintlich Vernichtende des Systems, sondern das tiefe Erkennen, dass es Herzlichkeit und Feinfühligkeit sind, die den Menschen zum wahren Menschen machen. Demut in Dankbarkeit kennzeichnet den weisen Schüler. Das kleine Ich wird dies nicht verstehen können.

Zusammenfassung

Zusamnengefasst:

  1. Das System zeigt mittels Widerstand auf, dass man sich auf dem WEG befindet.
  2. Es lässt jedoch nur denjenigen ein, der in Frieden kommt.

[MUNTER SPEKULIERT] ... auch - oder gerade weil es "weiß" - dass der positive Einfluss des Wahren Menschen auf die systemimmanente Unmenschlichkeit nur friedlich genommen werden kann.

 

System als Lehrmeister

Damit wird das System - so grausam es im ersten Moment erscheinen mag - mehrfacher Lehrmeister - nachdem man die äußere Maske durchschaut hat:

  1. Erkenne Dich im Antibild
  2. Blicken hinter alle Masken
  3. Erkennen des Wegs
  4. Entschleunigung
  5. Befriedung.

Eine wesentliche Fragestellung ist im KeieiDo daher immer wieder:

 

Welche wahre Intention liegt hinter der subjektiven Grausamkeit der Situation?