Herzlich



Herzlich bedeutet?

Herzlich sein bedeutet, Mensch zu sein.

Präziser: 

Herzlich zu sein bedeutet,

  • die Rolle Mensch
  • von der Rolle Funktion

unterscheiden zu können.

 

Der Mensch ist das Cluster aus

  • Beobachtendem Ich und 
  • Kleinem Ich.

Das Kleine Ich ist der Wasserbüffel aus den Büffelbildern, die Naturgewalt in uns, die spontan und unberechenbar die Kontrolle über uns gewinnt und uns zu Verhalten hinreißen lässt, dem wir selbst, aus unserem Beobachtenden Ich heraus, nur ungläubig gegenüberstehen.

 

Herzlichkeit bedeutet:

  1. diesen Wahnsinn erst einmal in uns anzunehmen und ihn uns einzugestehen und darüber liebevoll lächeln zu lernen - und
  2. auf dieser Basis auch anderen "diesen Irren" zuzugestehen, in seiner oder ihrer irrationalen Verblendung, Verspieltheit und "Verpeiltheit".

 

Warum so wichtig?

Respekt und Vertrauen sind die essenziellen Grundlagen einer jeden Beziehung, gleich ob privat oder beruflich.

 

Wegen seines Verhaltens - so unangemessen und befremdlich es auch sein mag - abgelehnt, vermieden oder gemaßregelt zu werden untergräbt diesen Respekt und dieses Vertrauen auf - für den Menschen - grausame Weise.

 

Hierfür gibt es mehrere Gründe:

  • Jeder Mensch will eigentlich nur lieb gehabt werden (dies klingt nativ formuliert, ist aber so).
  • Jeder Mensch möchte gut sein.
  • Jede Aussage eines Menschen soll eigentlich nur helfen - auch wenn man damit die subjektiv empfundene Schein-Wahrheit "endlich einmal" aussprechen möchte.
  • Der Mensch, der "so" unterwegs ist, ist gar nicht er selbst, sondern sein Kleines Ich hat einen Archetypen ausgewählt, der nun gänzlich die Kontrolle übernommen hat. Kurz: er ist entfremdet.

Stellen Sie sich folgendes Bespiel vor:

  • "Frauen gehören hinter den Herd. Es ist fatal, dass jemand aufgrund seiner Rundungen befördert wird und nicht auf Basis wirklicher Intelligenz."

Das ist ein Zitat eines Vertriebsmitarbeiters eines schwäbischen Unternehmens, der die besten Mitarbeiter des Unternehmens in die Kündigung getrieben hat, aber vom Vorstand eisern gehalten wurde.

 

Wenn man weiß, dass man selbst auch manchmal wütend oder verwirrt ist, wird man diese Verwirrtheit auf menschlicher Ebene auch bei einem Mitarbeiter durchgehen lassen können, ohne ihm dafür das Gesicht zu nehmen.

 

Mit dem Wechsel in die Rolle Führungskraft wird man dann zwar mit dem Lächeln des Menschen im Hintergrund in die Ernsthaftigkeit des Erwachsenen wechseln und deutlich machen, dass man ein solches Verhalten aus der Rolle der Führungskraft nicht zulassen darf.

 

Respekt und Vertrauen werden gewahrt.

Dennoch wurde eine Grenze gezogen.

 

Grenzziehung bedeutet normalerweise Krieg. Hier nicht, denn diese Rollenunterscheidung ist Merkmal des Gesunden Erwachsenen. Er oder sie ist sich auch des eigenen Kranken Kindes in sich immer bewusst.

Seminarbeispiele

  • Aktives Zuhören
  • Führung
  • Führungskultur
  • Gesund Erwachsen
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Konfliktmanagement
  • Kultur und Unternehmenswerte
  • Mediation
  • Systemische Psychologie
  • Supervision
  • Team-Building
  • Umgang mit Gewalt
  • Umgang mit schwierigen Mitarbeitern