KeieiDo und ZEN


Systemische Psychologie und ZEN

Das alte Wissen des ZEN findet sich heute auch in der systemischen Psychologie wieder. Beides steht im Einklang zueinander und erkärt einander. Der alte Teil unseres archaischen Gehirnssystems und der neue Anteil bilden zwei nicht trennbare Bestandteile eines Ganzen. Dieses Ganze will verstanden und erlebt werden. Dann erst hat der Mensch die Möglichkeit zur Vervollkommnung.

 

Dies gilt auch für das Management. Erst wenn ich als wahrer Mensch erkannt habe, was wirkliches Management ausmacht, werde ich es sowohl anwenden und leben können - als es auch nutzen können, um wirklich ich selbst zu werden.

 

Effekt und Nebeneffekt

Effekt, das Primäre, ist das Erkennen des eigenen Wesens mit all seinen Bestandteilen sowie das damit verbundene Chaos in jedem Menschen, das überwunden werden möchte. Das klare Überwinden durch stetige Übung (ZAZEN) ist die Voraussetzung für Transparenz. Diese Transparenz ist notwendig für den Menschen in sich, den Menschen im Team und das nachhaltige Arbeiten des Menschen im Unternehmen.

 

Somit ist die Kontemplation des Menschen mittels transparenter Methodik, die Managementment und ZEN nahtlos miteinander verbindet, gleichzeitig der Weg, dem Unternehmen den best möglichen Mehrwert zu bieten.

 

 


Rollen


Urtier - Mensch - Mitarbeiter - Führungskraft

In diesen vier Rollen arbeitet der Mensch unter anderem im Unternehmen.

 

Er ist das Urtier, mit seinen archaischen Grundbefürfnissen, das Primitive. Es repräsentiert das System, den Schwarm und prägt die meisten Unternehmen.

 

Der Mensch repräsentiert das Menschliche im Unternehmen. Es ist in Leitbildern zu finden, die Kultur und Werte des Unternehmens prägen wollen. Diese scheitern jedoch des Urtiers wegen so gut wie immer.

 

Die Rolle Mitarbeiter nimmt der Mensch im Unternehmen an und überschreitet damit das Empathisch-Menschliche auf eine professionelle Ebene der fachlichen Notwendigkeit. Hier entstehen die meisten Missverständnisse in Unternehmen.

 

Eine Führungskraft muss, dies beinhaltet Führung, das primitive Urtier kennen, aber überwunden haben. Er muss das Menschliche als Grundlage in sich finden und von den Rollen Mitarbeiter und Führungskraft exakt und kontinuierlich trennen können.

 

ZAZEN - Kontinuierliches Üben

Diese kontinuierliche Trennung ist nur durch kontinuierliche Übung möglich. Der wesentliche Anteil des Übens bezieht sich auf das Erkennen der vier oben geschilderten Rollen.

 

Erkenne ich nicht das Urtier/ Untier in mir, werde ich mir, meinem Team und dem Unternehmen schaden. Erkenne ich nicht das Untier in meiner/ in mir als Führungskraft, erkenne ich nicht die verborgene Lehrbotschaft dahinter.

 

Gelingt es mir nicht, den Menschen von der Rolle Mitarbeiter ein-eindeutig zu trennen, diene ich zwei Herren und gerate schnell in ein immer unauflösbareres Chaos.

 

Vergesse ich, was einen Mitarbeiter eigentlich ausmacht, werde nicht mehr professionell und transparent arbeiten können. Vergesse ich den Menschen, als Grundlage des Mitarbeiters, stifte ich selbst unendliches Chaos.

 

Die Herausforderung als Fürungskraft ist das kontinuierliche Üben, alle vier Rollen in mir selbst und im Mitarbeiter achtsam zu erfahren, zu wertschätzen, auszulösen und zu überwinden.

 


Merkmale der vier Rollen

Das Untier unterwirft (Hass, Gier, Torheit).

 

Der Mensch kooperiert wertschätzend (Mitgefühl).

 

Der Mitarbeiter arbeitet erhaben (Wahrhaftigkeit).

 

Die Fühungskraft schafft Raum, gibt Orienierung, hört zu und stellt Fragen (Achtsamkeit).

 

Sinn der Rollen

Das Untier lässt mich mein kleines Selbst erkennen.

 

Der Mensch lässt mich das Untier überwinden.

 

Der Mitarbeiter lässt mich den Menschen überwinden.

 

Die Führungskraft erschafft meinen Gesunden Erwachsenen.

 

Wie geht es weiter?


Weg


Der Weg

Der Weg ist immer ein individueller. Er besteht aus dem Überwinden des Alten und dem Erschaffen oder (Wieder-)Entdecken von etwas anderem.

 

Es ist eine Art Ausgraben einer eigenen Seite, die als Kind selbstverständlich, doch meist unbewusst bereits ein starker Anteil der eigenen Persönlichkeit war.

 

Vereint werden hierdurch die einzelnen fragmentierten Teilpersönlichkeiten eines jeden Menschen zu einem Ganzen.

 

Dieses Ganzwerden ist jedoch kein Ziel, sondern lediglich ein Nebeneffekt. Wäre es ein Ziel, würde man den Weg verlassen und damit auch dieses potenzielle Ziel paradoxer Weise gar nicht mehr erlangen können.

 

Den Weg finden

Finden kann den Weg nur jeder* Einzelne* für sich. Es wird auch kein generelles Urteil über den individuellen Fortschritt gefällt werden können.

  1. In den verschiedenen Lebensrollen ist die Erkenntnis über den Weg unterschiedlich stark vorhanden.
  2. Jedes Urteil kommt immer aus dem primitiven Uranteil, der fern abseits des Weges liegt.
  3. Jedes Unterwerfen gegenüber einem Urteil erschafft das Primitive und entfernt vom Weg.

Vielmehr geht es um das liebevolle und achtsame Hineinhorchen in sich selbst und um die eigene Kontemplation:

  • Wer bin ich / in welcher Rolle befinde ich mich?
  • Handele ich entsprechend?
  • Wie geht es mir und meinem Umfeld hiermit?
  • Bin ich derjenige*, der* ich immer sein wollte?
  • Bin ich glücklich | was ist Glück überhaupt?

ZaZen


ZaZen - Üben und Sitzen

ZEN ist mit Buddhismus eng verwoben. ZaZen bedeutet übersetzt Üben. Im ZEN ist dieses Üben das Sitzen in Meditation.

 

KeieiDo überschreitet diese Form der Übung. Denn der Alltag - auch und vor allem im Management - oder Meditationsformen wie die Gehmeditation können abhängig vom Individuum genauso wegweisend sein.

 

Der Freiheitsgrad des westlichen ZEN-Weges KeieiDo schafft genau diesen Freiraum der eigenen, typgerechten Wahl des Übungsweges.

 

Doch eines ist im westlichen ZEN genau wie im östlichen - das stetige Üben ist für die meisten Menschen unabdingbar und führt eventuell zu einem Erkenntnismoment (östlich: Erleuchtung), ab dem ein weiteres Üben nicht mehr notwendig ist.

Worum geht es?

Sieben Persönlichkeitsanteile prägen aus empirischer Beobachtung aus der systemischen Psychologie den Menschen. Das Ich ist weit fragmentierter, als man es sich als Mensch oft eingestehen möchte.

 

Wer von diesen vielen Ichs bin ich nun eigentlich als Mensch? Bin ich Ich, wenn ich wütend bin? Bin ich dasselbe Ich, wenn ich niedergeschlagen bin?

 

Herausfinden kann man es am Besten, wenn man in eine tiefe Gelassenheit hineinkommt. Erreicht wird sie, indem alle Emotionen des primitiven Teils des archaischen Gehirnsystems zwar wahrgenommen, aber nicht weiter verfolgt werden. Dasselbe gilt für die Gedanken, die den meisten Menschen ständig durch den Kopf kreisen.

 

Daher ist der Weg in ZaZen das Erkennen von Emotionen und Gedanken - und deren Ziehenlassen, "wie Wolken am Himmel". Übt man es lange genug, wird es zu einem Automatismus. Damit wird das Leben leichter, transparenter, expliziter und glücklicher.

 

Die Auswirkungen auf das Unternehmen sind entsprechend.


Jetzt


Kein Gestern - kein Morgen

Es gibt Experimente aus der Physik, die zeigen, dass die Vergangenheit im derzeitigen Moment beeinflusst werden kann.

 

Es gibt Experimente aus der Psychologie, die umgekehrt beweisen, dass ein Teil von uns bereits in der Zukunft lebt und diese kennt.

 

Dies klingt für die meisten Menschen erfahrungsgemäß wie ein völlig absurdes Dogma. Doch ist es offenbar bewiesen und wird daher als existent angenommen.

 

Jede Handlung im Jetzt beeinflusst entsprechend alles. Damit ist das Jetzt der einzige entscheidende Moment, auch im Management. Es geht darum, im Jetzt dem eigenen Wesen entsprechend zu handeln.

 

Betrug, Manipulation, Compliance-Verstößen, unlauterem Wettbewerb und psychologischen Krankeiten im Handelnden und den vom Handeln betroffenen Stakeholdern wird hiermit vorgebeugt. Das Unternehmen gelangt in eine fundierte, positive Nachhaltigkeit und übernimmt damit eine Vorbildfunktion.

 

Dass durch Betrug und Manipulation im Schnellschuss mehr Gewinn gemacht werden kann, ist denkbar. Doch geht es im KeieiDo nichtum den spontanen, sondern den dauerhaften Gewinn.

Keine Planung, keine Strategie?