Bedeutung des Scheiterns


Scheitern ist elementar. Es muss im Leben zum Scheitern kommen - je häufiger, desto besser. Denn jedes Scheitern deutet immer sowohl auf eine Fixierung als auch auch fehlende Flexibilität und Kompetenz hin - auf fehlendes Zuhören und Hinsehen und damit einen Realitätsverlust. Erst wenn man genau hinsieht und das Gesehene anspricht, tabulos, doch behutsam, verringert sich das Scheitern. Denn man erkennt hierdurch die Grenzen, akzeptiert sie und kommuniziert sie wider aller Konsequenzen.

Grund 1 für ein Scheitern

  • Des erste Grund für ein Scheitern ist immer fehlender Status
  • Fehlernder Status öffnet gar nicht erst die Tür
  • Dieser Status ist angemessenes (also erwartetes) Verhalten
  • Es ist die Bekleidung, die den Einlass ermöglicht
  • Pseudo-Bewiesen wird die erwartete Kompetenz

Grund 2 für ein Scheitern

  • Ensprechend ist der zweite Grund immer fehlende Kompetenz
  • Damit ist die Kompetenz gemeint, die erwartet wird
  • Kompetenz ist hier sehr vielseitig zu verstehen:
    • Sozialkompetenz
    • Fachkompetenz
    • Managementkompetenz
    • Führungskompetenz

Grund 3 für ein Scheitern

  • Der dritte Grund ist fehlende Meta-Kompetenz
  • Gemeint ist die Fähigkeit der Reflexion und Umdeutung
  • Es wird nicht vermittelt, dass Kompetenz nicht das Problem ist
  • Vielleicht ist die Kompetenzerwartung das Problem
  • Das Problem wird an der falschen Stelle vermutet
  • Es kann nicht vom Gegenteil überzeugt werden
  • Dies ist das schwierigste Scheitern, da es Loslassen beinhaltet
  • Losgelassen werden muss die starre Fixierung auf vermeintliches Wissen

Grund 4 für ein Scheitern

  • Es fehlt die Akzeptanz des Unbelehrbaren/ Unverbesserlichen
  • Erst das vierte Scheitern eröffnet eine wirklich neue Ebene
  • Es geht dabei nicht um Resignation - vielmehr um Demut
  • Demut gegenüber dem Einfachen, das als solches exisitieren darf und auch muss
  • So darf ich die Wut nicht verachten, sondern wertschätzen - auch wenn die verherende kollaterale Schäden verursacht
  • Es ist die Anerkennung des Wertes des Primitiven
  • Das Primitive muss sich selbst entwickeln und an sich scheitern
  • Damit ist der Kreislauf vollständig

Der Kreislauf

  • Etwas Status wird künstlich erzeugt - die Tür öffnet sich
  • Das Handeln beweist den Status - Status vermehrt sich
  • Es entsteht eine Erwartungshaltung, die erkannt wird
  • Status muss des Seins wegen verworfen werden (Tod)
  • Es ensteht ein anderer Status (Meta-Status) - (Erschaffung)
  • Meta-Status verändert kontinuierlich
  • Jede Fixierung wird hiermit überwunden
  • Ich bin das sich Wandelnde - nicht mehr das Status Habende
  • Häufig ist es erst das Scheitern, das diese Erkenntnis ermöglicht