Keiei-Do

Der Weg des Managements


Lehrmeister

KeieiDo-Meister

Es ist sehr schwierig, einen geeigneten Lehrmeister für ZEN und KeieiDo zu finden.

 

Im ZEN empfiehlt es sich, zu den ursprünglichen Quellen zurück zu gehen, Werken wie:

  • Shin jin mei
  • Hannya shingyō
  • Sandokai
  • Shodoka

und Meistern wie:

  • Dogen
  • Lin Ji
  • Ejo.

Nur wenige Meister der Neuzeit scheinen ZEN in diesem ursprünglichen Maße zu verstehen oder vermögen es entsprechend zu formulieren, wie beispielsweise:

  • Kodo Sawaki
  • Deshimaru.

Ein Buch wie "ZEN oder die Kunst einen Elefanten zu reiten" ist kein ZEN. Es ist etwas anderes. Daher Vorsicht.

 

Hat man einen Meister* gefunden, vertraut man ihm*, so wird man aus ihm heraus wohl am Anfang weit mehr lernen können als über ein Selbststudium.

 

Was KeieiDo dabei von klassischen ZEN-Pfaden unterscheidet, ist, das KeidiDo den Verstand mit benutzt, um KeieiDo zu verstehen, und ihn erst später aus dem Spiel nimmt, nachdem verstanden worden ist.

 

Daher beschreibt KeieiDo den Westlichen ZEN-Weg. Der Westen ist verstandsorientiert und wesentlich weniger spirituell als der Osten. Daher ist der Weg ein anderer und Meister sind anders, auch wenn "das Ziel" dasselbe ist und auch im KeieiDo kein wirkliches Ziel existiert - oder im Laufe ded Weges von allein verschwindet. (Innere, intuitive Werte treten an dessen Stelle).

 

Das Fremde

Solange ich das Femde um mich herum noch ablehne, bekämpfe und daran verzweifele, Besseres predige und die Welt verändern mäöchte, habe ich nicht seine elemantare Bedeutung für die eigenen Entwickung und die der anderen erkannt.

 

Es muss das Schattenhafte (C. G. Jung) im Außen geben, um es auch in mir selbst zu erkennen, es zu akzeptieren, im Innen wie damit auch im Außen, um mich als diejenige* aufstellen zu können, die* ich gerne sein möchte.

 

Setze ich mich nicht mit dem Vernichtenden und Verführerischen von Macht im Unternehmen auseinander, werde ich nicht erkennen, dass es dasselbe auch in mir gibt. Erkenne ich es in mir, akzeptiere ich es auch im Außen. In diesem Moment verschwinden die Emotionen, die mit Ablehnung und Verlangen verbunden sind.

 

Diese Emotionsleere, diese Stille, die damit entsteht, ist Voraussetzung für das Finden des eigenen Selbst, damit des eigenen Wesens und damit auch das Überwinden des Egos, des Reitenlernens des Bullen (Ochsen) in mir.

 

Das oben noch Fremde ist mir nicht mehr fremd.

 

Entscheide ich mich für ein anderes Verhalten, das dem ursprünglich Fremden entgegengesetzt ist, ist dies alles, was ich pro-aktiv tun kann. Die Welt werde ich hiermit nicht verändern und darf es auch nicht pro-aktiv und willentlich, wenn ich die obige Essenz erkannt habe.

 

Doch werde ich andere Menschen durch mein Verhalten begeistern und ihnen als Vorbild dienen können und sie, wenn sie dies möchten, in die Grundprinzipien einweisen, die es ihnen ermöglicht, auf dieselbe Weise ihren ganz eigenen, individuellen Weg zu finden - der immer dasselbe "Ziel" hat.

 


Der innere Meister

So, wie der Arzt heilt, indem er den inneren Arzt des Patienten aktiviert - und die Psychologin, indem sie den Gesunden Erwachsenen im Patienten selbst anspricht und aktiviert - ist es auch im ZEN und damit auch im KeieiDo.

 

Eine dauerhafte Verhaftung auf einen Meister lässt die Suche nach dem eigenen Weg noch im Außen stattfinden und nicht im Innen.

 

So, wie der Patient nicht ein Leben lang täglich zum Artz gehen möchte und der Patient auch ohne Psychologin zurecht kommen möchte, sollte auch der Schüler des ZEN/ des KeieiDo ohne äußeren Meister zurecht kommen.

 

Hat man die wenigen grundlegenden Prinzipien verstanden, kann man die Navigation für das eigene Leben immer sicherer übernehmen und sich selbst durch die odyssee-ischen Unwetter steuern.

 

Dies gilt vor allem dann, wenn man erfahren hat, dass jedes Scheitern weit mehr Erkenntnis verschafft als jedes Gelingen. 


(Dies liegt am Erkenntnisprozess der Heldenreise. Das Scheitern ist notwendig, um sein authentisches Wesen erkennen zu können. Es ist es, das Handelt. Ich bin es, der dies ermöglicht. Verwirrend und auch nicht.)

 

Alles Eins - immer Übung

Hat man KeieiDo und ZEN für sich gefunden, es verstanden, ohne den analytischen Verstand noch zu nutzen, wird man die gesamte Welt als Lehrmeister entdecken.

 

Man wird erkennen, dass die Welt lehrt, wenn man vom Pfad abkommmt, und dass die Welt folgt, wenn man sich auf dem Pfad befindet.

 

Buddhanatur, wie man sie im Buddhismus und meist auch im ZEN verwendet, verwenden wir im KeieiDo seltener, da es im Westen teils Vorurteile gegenüber dem Begriff Buddha gibt. Dieses Wort ist eigentlich leer und so sollte es auch bleiben und von Anfang an auch sein.

 

Verwendet man aber den Begriff Buddhanatur, so beschreibt sie im ZEN zweierlei. Es sich wichtig, dies zu verstehen, da man ansonsten in Verwirrung gerät.

 

Buddanatur beschreibt auf der einen Seite die innere Leere. Diese mein die sponanenen Gemütslagen, die ohne kausalen Zusammenhang plötzlich auftauchen, gleich darauf aber nicht nur wieder verschwinden können, sonderns sich ins Gegenteil wenden können.

 

Psychologisch sind hiermit die Emotionen der systempsychologischen Teilpersönlichkeiten und Archetypen gemeint.

 

Dies ist Buddha als äußerer komplementärer Lehrmeister.

 

Andererseits ist Buddhanatur aber auch das ursprüngliche Wesen, das in allen Lebewesen zu stecken scheint, nur im Laufe des vor allem frühen Lebens verschütt gehen kann. Gemeint ist derjenige Persönlichkeitsanteil, mit den Eigenschaften:

 

Neugier, Empathie, Feinfühlichkeit, Fairness, Offenheit etc.

 

Dies ist Buddha als innerer symmetrischer Lehrmeister. Wir nennen diesen Anteil "Das Ursprüngliche" oder "Goldenes Kind". Nicht daran stören (wieso (?): wer ist es, den es stört? - siehe Koan-Übungen).

 

Somit ist, wenn man erkennt, dass beide Buddhanaturen in allem enthalten sind, alles Buddhanatur. Damit wird alles zum Lehrmeister, die Welt, das Leben, der Regen, der Stein.


Wichtig ist nur Eines: Wahrhaftig beobachten, hinter den Schleier schauen, den Kern erkennen, ohne Wertung.