Keiei-Do

Der Weg des Managements

Lehrreden des KeieiDo sind unter den oben genannten Überschriften im Menü zu finden. Hier die Essenz.


Die eigene Natur schauen

Wahrheit und Maske


Selbst und Maske

Das Selbst ist der wahre Mensch, der Gesunde Erwachsene:

  • menschlich mitfühlend
  • ernst pragmatisch

Die Maske ist der von sich selbst Entfremdete. Er ist nicht er selbst:

  • Roboter / System
  • wirr.

Im KeieiDo:

  • Selbst und Maske werden getrennt betrachtet
  • Die Maske will immer enttart werden.
  • Das Enttarnen der Maske führt zum Selbst.
  • Nur das Selbst ist Zurechnungsfähig.
  • Die Maske ist sowohl Schwellwächter als auch Trainer.

 

Beispiel

Spricht man mit einem wütenden Vorgesetzten, ist dieser nicht er selbst.

 

An der Wut erkennt man seine Entfremdung.

 

Die Entfremdung macht ihn zu einem wirren Gegenüber, mit dem jeder Dialog überflüssig ist.

 

Der Mensch hinter der Maske wird gebraucht und daher gesucht.

 

Mit der Maske ist nichts anzufangen, da sie nur ein leeres Programm ist.

 

Dem Vorgesetzten muss geholfen werden, seine Maske abzunehmen, damti er wieder er selbst wird.

 

Es ist gut, wenn er die Verblendung hinter seiner Maske erkennt.

 

Keine Ablehnung

Kein Hass, keine Gewalt gegen den Menschen mit der wütenden Maske.

 

Die Maske ist die Herausforderung.

 

Der Mensch hilft, sie zu entfernen.

 

Daher Herzlichkeit gegenüber dem Menschen.

 

Pragmatismus gegenüber der Maske.

 

Ich merke, Sie sind sehr aufgebracht. Das ist schade, weil Sie so nicht sie selbst sind. Die Wut, die Sie führt wird jede Kooperationsmöglichkeit zunichte machen. Man wird Sie als Feind sehen und sich gegen Sie stellen. Daher ist es wichtig, dass Sie wieder Sie selbst werden: der intelligente, lösungsorientiere Mensch, der genau wegen dieser Eingenschaften zur Führungskraft ernannt wurde.



Selbstsein


Keine Fremdreflexion

Fremdreflexion

  • Lob
  • Belohnung
  • Kritik
  • Tadel
  • Bestrafung
  • Diagnose

sind immer Kriegserklärungen und führen in die Entfremdung.

 

Wichtig ist nur die Selbstreflexion. Hier kann am Wenigsten schief gehen.

 

Daher ist es wichtig, den Menschen dazu zu verhelfen, sich selbst reflektieren zu können.

 

Beispiel

Nicht:

  • Das erste hast Du gut gemacht.
  • Das zweite war schlecht.

Stattdessen:

  • Unter welchen Kriterien kann mein Deine Ergebnisse bewerten.
  • Wie bewertest Du Deine beiden Ergebnisse hinsichtlich der Kriterien für Dich allein.
  • Welche Konsequenzen ziehst Du daraus für Dich?

 

Voraussetzungen

Es gibt hierfür zwei Voraussetzungen:

  1. Herzlichkeit sich selbst gegenüber.
  2. Lösungsorientierte Neugier.

Wege hierzu gibt es zwei:

  1. Langes intensives Üben und Synthetisieren der beiden Eigenschaften.
  2. Umschalten auf den Gesunden Erwachsenen Modus.

Der erste Weg ist wie das Sprechen einer Fremdsprache aus der Muttersprache heraus. Es wirkt steif und stockend.

 

Der zweite Weg ist der Wechsel in das Neuronalsystem der Fremdsprache. Es wird authentisch und fließend.

 



Kein Status - keine Macht


Vermeidung

Status und Macht führen den Menschen schnell in die Verblendung. Daher ist es immer ratsam, beides zu vermeiden:

  • für sich selbst
  • andere mit diesen Attributen.

Kein Titel, keine Hierarchiestufe, keine Auszeichnung, kein Rang, keine Privilegien. All dies bewahrt vor Entfremdung.

 

Status und Macht gaukeln eine Illusion vor, die, je stärker sie wird - je mehr man daran glaubt, sich also täuschen lässt - desto verheerender Unmenschlichkeit und Unlogik.

 

Beispiel

Glaubt ein Vorstandsvorsitzender, dass sein Titel ihn zu etwas Besonderem macht, befindet er sich in irrationaler Verblendung.

 

Er wird seine Aufgabe damit nicht mehr erfüllen können. "Das Gold vor seinen Augen wird ihn verblenden."

 

Es ist schwer, Gesund Erwachsen, also

  1. menschlich offen
  2. pragmatisch lösungsorientiert

zu sein, wenn man sich von anderen unterscheidet.

 

Daher ist die Herausforderung für Menschen mit Titeln und Würden besonders hoch und oft nicht überwindbar. Sie verkörpern dann das Alles-Vernichtende und nicht mehr das Voranbringende.

 

Technik vs. Mensch

Status und Macht führen zur Entfremdung. Die Entfremdung ist ein Automat. Der Automat verkörpert das System. Das System ist die Verkörperung der Entfremdung. Daher vernichten Status und Macht das Menschliche.

 

Zurück zu Inuition, weg von Technik und Maschine, heraus aus dem System, ist die Herausforderung.

 

Dabei nur instinktiv erkennen, ohne Ablehnung des Einen oder Anstreben des Anderen. Denn beides:

  • Ablehnung
  • Anhaftung

sind wiederum Formen der Entfremdung.

 



Fragen - nichts Wissen


Wissen macht blind

Glauben zu wissen ist das Ende von Miteinander.

 

Nicht-Wissen / Nicht-Gauben führt zur Notwendigkeit, Fragen zu stellen.

 

Die Antworten schaffen Wissen - für den Moment. Auch dieses Wissen zerfällt wieder. Wissen hat eine Lebenszeit.

 



Leerheit


Verstrickung vermeiden

Immer wieder auf den Nullpunkt zurückkommen bedeutet, Leerheit zu erzeugen.

 

Erst aus der Leerheit heraus kann etwas Neues entstehen.

 

Je tiefer die Verstrickung voranschreitet, desto unentwirrbarer wird sie.

 

Schließlich verliert man sich in einer Illusion.

 

Beispiel Opportunismus

Viele Geschäftsführer sind sehr opportunistisch. Kein Kunde und kein Projekt darf verpasst werden.

 

Die Verstrickung in Aufträge und Projekte führt immer tiefer in die Stagnation des Systems im Systemischen des Systems.

 

Es geht um Priorisierung und das Beenden des Begonnenen vor dem Start von etwas Neuem.

 

Auflösung

Einem solchen Geschäftsführer fehlt es primär an Verstand - und sekundär an Sozialkompetenz.

 

Der Mensch hinter der Rolle weiß dies wahrscheinlich - oder kann zu dieser Erkenntnis gebracht werden.

 

Doch seine Rolle verblendet ihn in diese Form der objektiven ´funktionalen Geisteskrankheit, verursacht durch Entfremdung von sich selbst.