Wahrheit und Wahrhaftigkeit

Der Wahrheit wahrhaftig ins Anlitz sehen  -  keine Angst  -  kein Haben  -  kein Wollen  -  ohne Trübung  -  wahrhaftig  -  ohne Illusion



Spiegelarten


Innerer Spiegel

Wir haben ihn alle und hätten die Möglichkeit, ihn zu nutzen. Doch für viele ist er verschütt gegagen, wurde vergessen oder man traut sich nicht hineinzusehen.

 

Gemeint ist die innere Prüfung auf die Fähigkeiten für:

  • Neugier
  • Offenheit
  • Empathie
  • Herzlichkeit
  • Feinfühligkeit
  • Kreativität
  • Fairness

Systemspiegel

Das System gibt wieder, wie sehr man systemkonform ist. Da das System aus den beiden Anteilen

  1. Anpassung  (und)
  2. Unterwerfung

besteht, reflektiert der Systemspiegel beides, für alle integralen Bezugssysteme.

  • Ist man dem eigenen Schwarm gegenüber homogen angepasst?
  • Hat man daher gemeinsame Feindsymbole?
  • Passt man sich der Hierarchie auch an, hat also erkannt, was von Wert ist und was nicht?
  • Unterwirft man sich auch "artig" dem, der mehr Wert hat?
  • Unterwirft man auch andere ganz "artig", die weniger an Wert haben?

Je größer das System wird und damit Hauptschwarm und Teilschwärme, desto sicherer wird man diese Eigenschaften und Handlungsparadigmen finden.

 

Genau aus diesem Grunde scheitern Leitbilder.

 

Illusion

Schaut man weder genau oder überhaupt nicht in den inneren oder den Systemspielel, kann man einer Illusion verfallen.

 

Meist ist hiermit ein eigener oder äußerer Schattenanteil involviert:

 

Jemand, der einem einredet, dass man, trotz all seiner Entstelltheit, der Schönste von allen ist.

 



Realer Spiegel

Köper und Geist sind eng miteinander verwoben. So reflektiert der reale Spiegel im Bad nicht nur die körperliche Befindlichkeit sondern indirekt auch die seelisch-mentale.

 

Realer Systemspiegel

Hat der Mensch eine Rolle im Unternehmen, wird er Rollenkonformität von seinem Spiegelbild erwarten. Man erkennt hier die Selbstentfremdung, die durch eine Rolle Einzug nimmt.

 

Zerrspiegel

In den Kaufhäusern sind es häufig Zerrspiegel, die den Kunden größer, robuster oder schlanker erscheinen lassen möchten, als er es in Wirklichkeit ist. Es sind Schmeichelspiegel.

 




Klare Sicht - den Weg erkennen


Wahl des Spiegels

Bereits die Wahl und Akzeptanz eines Spiegels zeigen, wer im Menschen die Führung hat.

 

Man selbst hat sie nur genau dann, wenn der Innere Spiegel, der intuitive, nicht nur als erster ausgewählt, sondern auch immer wieder entschüttet und poliert wird.

 

So kann man sowohl

  • das eigene Posing vor dem Zerrspiegel erkennen und offen und empathisch darüber lächeln
  • das Verführungspotenzial des Systems und seiner Rolle deutluich sehen und das System damit in andere Paradigmen führen sowie
  • das Manipulative in seiner Illusion und im falschen (inneren und/ oder äußeren) Freund erkennen und sich von diesem künftig nicht nur fernhalten sondern ihn enttarnen.

"Zeig mir Deinen Spiegel und ich sage Dir, wer Du bist."

 

(Dies ist etwas "abgedroschen", soll aber aufzeigen, worum es geht.)

Den Weg erkennen

Nur, wenn es dem Menschen gelingt, mutig und ohne Vorbehalt in den "reinen Schatzspiegel" zu schauen, wird er sich und seinen Weg erkennen können.

 

Ansonsten wird er Verblendungen zum Opfer fallen, denken, vermeintlicher Weise auf dem richtigen Weg zu sein, doch immer wieder scheitern und immer teifer in die Krise fallen.

 

Was sagt die Psychologie hierzu:

  • Je mehr Leid, desto besser die Entwicklung.

Vielleicht kennen Sie diesen Satz auch aus unseren Seminaren.

 

Dabei geht es nicht um Zynismus oder Sarkasmus sondern die expirische Beobachtung, dass die meisten Gesunden Erwachsenen Menschen erst durch das herzliche und pragmatische Überwinden von Krisen wirklich gereift sein, in eine stabile, erwachsene Persönlichkeit, die es vermag, sich selbst zu führen.

 

Kein Anstreben

Jedes aktive Anstreben eines Ziels lässt dem Menschen schnell einen Spiegel wählen, der ihm nur wohlgesonnen ist, wenn das Spiegelbild das Angestrebe reflektiert oder in dem man sich einer Illusion hingeben kann.

 

Daher gilt in KeieiDo:

  • alles geben
  • ohne Ziel
  • ohne Anhaftung
  • frei zu gehen.

Es ist die Leidenschaft, die antreibt und zu Erfolg verhilft.

 

Es sind nicht Macht, Status, Ansehen, Tiltel oder Vorteile, die antreiben können und dürfen, da keine Wahrhaftigkeit mehr gegeneben ist.

 

Ist man gut in dem was man tut, werden sich neue Türen öffnen. Wo diese sind, kann man vorher jedoch nie wissen.