Leere

Stille ist Leere  -  Leere ist Stille

Die Suche führt immer nach innen  -  die Suche im Außen ist wie die Suche im Nebel



Erkennen

Man erkennt an den vorigen Abschnitten, Anfängergeist und Nicht-Wissen, wie schwierig es ist, auf dem wirklichen, tatsächlichen Weg zum eigenen Selbstsein zu bleiben und nicht in die Verblendung zu geraten.

 

Daher stellt sich auch im KeieiDo die Frage nach dem Erkennen des direkten Weges. Und genau hierfür liefert bereits ZEN die direkte Antwort:

  • Stille.

Ob im Team-Building oder in der Heldenreise - zwei identische Methoden mit anderen Namen, führt der Weg der Führung anderer und der Selbstführung immer und ausnahmslos durch die Stille.

 

Die Stille ist die schmale Grenzschicht zwischen System und wirklichem Menschsein. Diese Grenzschicht, der Übergang also, wird in der Symbolik der Heldenreise geschützt von Schwellwächtern.

 

Überscheiten wird man die Schwee erst können, wenn man in sich und außerhalb von sich Stille geschaffen/ gefuden hat.

 

Was ist Stille

Stille ist Leere - Leere ist Stille.

 

Bestenfalls mache ich in meinem System - aus Sicht genau dieses Systemes - alles falsch. Egal was man tut, man tut es nicht richtig, schlecht oder falsch. Es gibt Grenzen, die eingehalten werden müssen, magische Regeln, die unerklärt im Raum stehen und doch beachtet werden müssen. Doublebinds verlangen, dass man keine Überstunden machen darf und doch werden sie erwartet.

 

All das ist nicht nur Lärm und Überfülle - ist produziert in uns noch weit mehr Lärm und Chaos.

 

Daher ist der erste Schritt, nach der achtsamen Bewusstwerdung und -machung dieser Phänomene, das daraus bedingte, rein pragmatische Kappen der Verbindung zu diesen Lärm- und Fülle-erzeugenden Elementen:

 

Man tritt hierfür für einen Moment aus dem System.

 

Merke ich, dass mir alles zu viel wird, gehe ich kurz nach Draußen.

 

Mond im Wasser

Im ZEN verwendet man das Bild des Mondes, der sich im Wasser spiegelt. Wir verwenden es auch daher entsprechend häufig (erklärend [reflektionsermöglichend], nicht rechtfertigend [systemimmanent]):

 

Ich werde den Mond im Wasser erst als solchen, in seiner Rundheit, deutlich erkennen können, wenn das Wasser still und klar wird.

 

Wind erzeugt Strömung und lässt die Wasseroberfläche kräuseln bzw. den Schlamm aufwühlen.

 

Geligt es, dem Wind symbolisch zu entkommen, wird sich die Wasseroberfläche glätten können und die Trübung wird sich setzen.

 

Trete ich aus dem Chaos des Systems, wird sich auch das innere Choas hierdurch auflösen:

  • Es entsteht Stille.

Sehe ich den Mond, still und rund in seiner Reflexion im Wasser, ist mein inneres in der Stille angekommen. Gedanken und Emotionen, Indikatoren für inneres Chaos, verschinden:

  • Es entsteht Leere.


Soheit / Sosein

Das eigene Selbst ist damit in die Stille gekommen. Es ist leer.

 

Nun kann man den Mond erkennen. Dieser steht für das eigene Wesen.

 

Ich werden also meinen eigenes, mit immanentes Wesen erst dann deutlich erkennen können, wenn Stille eingetreten ist.

 

Leer, wie ich dann bin, erkenne ich mich, ich erkenne, wer, was und wie ich bin:

  • So bin ich also!

Ich erkennte mich in

  • meiner Soheit
  • meinem Sosein.

Soheit und Sosein bedeutet also, sich ich seinem Wesen zu erkennen (Soheit) und sich seinem Wesen entsprechend zu verhalten, seinem Wesen also den Raum zu geben, den es braucht, um sein zu dürfen (Sosein).

 

Selbstwerdung im Management

KeieiDo ist der Wegweiser zur Torlosen Schranke. KeieiDo ist nicht die Lösung, sondern einer von vielen Wege, um

  • in sich die Stille zu finden
  • in sich die Leere zu entdecken
  • sich in seiner Soheit zu erkennen
  • sosein zu können.

Damit ist KeieiDo kein Dogma oder der einzige Weg. Denn wäre die Behauptung dieser Art, wäre KeieiDo teil des Systems und würde in sich selbst zurückführen, also in das Systems.

 

Vielmehr ist KeieiDo jedoch der Weg, der aus dem System heraus führt, und es emöglichen soll, das eigene Sosein vom System unterscheiden zu können.

 

KeieiDo ist damit auch kein Ziel, das man erreichen kann, sondern ein Weg, für den man sich immer und immer wieder neu entscheiden kann, wenn man feststellt, dass man hierdurch mehr zu demjednigen/ derjenigen wird, die man in sich schon längst und vielleicht schon immer gespürt oder erahnt hat.

 

Ohne Gott | ohne Götter

Wenn Sie diese Texte bewusst und unvoreingenommen lesen, werden Sie erkennen, dass es hierbei nicht um Götter geht (systemimmanent), nicht um Religion (systemimmanent) und auch nicht um (einen) Gott (häufig systemimmanent) oder Göttliches (häufig systemimmanent).

 

Daher geht es, wie im reinen ZEN, auch nicht um Spiritualität oder Esotherik.

 

Vielmehr geht es um etwas für jeden Menschen bewusst Erlebbares:

  • den Moment der inneren Stille
  • den Moemnt der Selbstverbundenheit
  • den Moment des In-Den-Fluss-Kommens
  • den Moment des vom eigenen Wesenskern Berühertwerdens.

KeieiDo ist damit nicht besser oder schlechter sondern anders, als Nicht-Teil des Systems sondern auf der Meta-Ebene, beobachtbar, fühlbar, ohne wirkliches Ziel. Vielmehr ist KeieiDo, genau wie ZEN, ein mit dem Selbst und Wesen im Einklang stehendes Leben und Handeln.

 



Anders als die reine ZEN-Leere wird dieser Weg nicht (nur) in der Meditiation erfahren, sondern ist Teil des beruflichen Alltags. Es geht darum, das bewusste eigene Selbst und sein eigenes, individuelles Wesen den gesamten Tag über zu sprüren und selbst sein zu können:

 

Sosein ist kontinuierliche Verbundenheit.

Literatur