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Der wahre Weg des wahren Managements

Kukishin Kasasagi



Wozu ein wahrer Weg, wo Management doch in aller Munde ist? Wozu Wandlung, wo es doch überall gelebt wird und zum Selbstverständlichen dieser Welt gehört? Warum etwas üben, das an Hochschulen und Universitäten tagein, tagaus gelehrt wird? Wieso sich mit etwas beschäftigen, zu dem man Tausende kluger Bücher findet?

 

Was ist der Weg des wahren Managements anderes als das Alltägliche?

 

Aufrecht stehen, den anderen zugewandt. Aufrecht schreiten, den Blick geradeaus. Stille einkehren lassen und den Mond im klaren Wasser erkennen. Bewusstheit und Transparenz finden, um den wahren Weg zu erkennen. Orientierung erlangen, die über das Eigene hinaus geht. Wünsche und Sehnsüchte akzeptieren und überwinden, die Wellen, die das Wasser kräuseln, und den Schmutz, der es trübt.

 

Nicht durch Begriffe wie Mond, Wasser und Schmutz ablenken lassen. Das uns immanente Wesen versteht, was hiermit gemeint ist. Unsere Unwesen sind es, die verhindern möchten, dass wir klar erkennen.

 

Tritt Stille ein, gibt es keine Frage mehr, ob links oder rechts. Man findet die Orientierung in sich. Man erfühlt eine Absolutheit in sich, die sicher und ein-eindeutig die Richtung weist, jedem und jeder auf dieselbe Weise. Der Mond, der auf das Wasser scheint ist für alle derselbe. Nun geht es darum, dass auch seine Reflexion im Wasser des Selbst' für alle dieselbe ist. Erlangen kann man sie nur für sich allein.

 

Spiegelt das Wasser, ist das Wasser der Spiegel. Blickt man in den Spiegel und will sein eigenes Wesen erkennen, muss der Spiegel poliert sein, das Wasser still. Ist der Spiegel nicht poliert, das Wasser nicht still, sieht man etwas, das nicht das Selbst ist. Zerfurchen innere Stürme und Unwetter den Spiegel oder trocknet Wut ihn aus, bleibt nur die Illusion. Trugbilder vernebeln nun den wirklichen Weg. Was übrig bleibt, zur Orientierung, sind die Trugbilder der subjektiven Illusion.

 

Stress, Druck, der fehlende Glaube an sich selbst - das Selbst, das eigene Wesen - das Sich-beweisen-Müssen oder die unverblümte Selbstvergötterung führen zu diesen illusorischen Trugbildern. Stress und Druck zerwühlen das Wasser. Der fehlende Glaube lässt einen das Wasser suchen, nicht den Mond. Das Sich-beweisen-Müssen versucht krampfhaft, das Wasser zu polieren. Die unverblümte Selbstvergötterung ist der Glaube, man wäre der Mond selbst - oder gar die Sonne, die Mond, Wasser und Reflexion verschwinden lässt.

 

Der wahre Weg des wahren Managements ist die Einkehr innerer Stille, die das Wasser beruhigt - um sich selbst und sein Wesen und das damit verbundene Ursprüngliche klar zu erkennen.

 

Das Beruhigen des Wassers ist das Erschaffen von Transparenz. Das Wasser ist der eigene Geist. Die Stürme und Unwetter sind die Emotionen der Gehirnareale in diesem Geist - und der mit ihnen verwobenen Teilpersönlichkeiten, Archetypen - die Geister (im Geist), die man gerufen hat. Sie gilt es zu beruhigen. Es sind unsere Reaktionen auf Unsicherheit, unsere Erinnerungen an Demütigungen in der Vergangenheit, unsere Angst vor erneuter Orientierungslosigkeit und Herabsetzung. Was wir benötigen, sind Mittel, uns äußere und innere Transparenz zu schaffen, die uns sowohl Sicherheit geben als auch Respekt - sowohl in uns, als auch im Miteinander mit anderen, um uns herum.

 

Wir brauchen in der Arbeit nicht im Sitzen und mit halb offenen Augen zu meditieren. Wir brauchen keinen äußeren Meister, der uns ermahnt. Vielmehr brauchen wir lediglich Methodik, die es immer und immer wieder, erst bewusst und schließlich instinktiv anzuwenden gilt, die uns Transparenz auf beiden Ebenen erlangen lässt - und die Stimmen der Geister, die wir selbst einst riefen, verklingen lassen.

 

Es sind Methoden, die im Dickicht des Alltags Licht und Orientierung schaffen. Es sind Methoden, die den Menschen in seinem Wesen als solches sehen und wertschätzen. Es sind Methoden für Struktur, Prozesse, Soziales und deren Interaktion.

 

Nur das kontinuierliche bewusste Üben wird ermöglichen, immer intuitiver und selbstverständlicher nicht nur Methoden einbringen und authentisch anwenden zu können, sondern auch mit Menschen und Gruppen immer selbstverständlicher umgehen zu können und am Ende wahre Führungsfähigkeit und wahre Managementkompetenz rein automatisch erlangt zu haben.

 

Wichtig ist dabei, sich nicht an der Arroganz, dem Narzissmus und der Einfältigkeit der Umgebung zu stören oder diese abzulehnen. Die Umgebung will erst einmal angenommen werden, wie sie ist. Man sieht ihr ins Auge, durch den klaren Spiegel des beruhigten Wassers, abseits jeder Illusion. Jede Wertung erschafft erneut die Archetypen, Trugbilder, die genau es jedoch zu überwinden gilt. Dünn wie Pergamentpapier ist die Grenze zwischen Ruhe und Zerrissenheit.

 

Wird die Außenwelt als Spiegel wahrgenommen, auf dessen Rückseite man steht, und der das Gegenteil dessen zurückwirft, wird man sich Selbst und sein Wesen im Widerspruch erkennen: Es geht nur um das ursprüungliche Selbst und das eigene Wesen - den Gesit zu besänftigen, um dem Wesen Raum zu geben, es selbst (das ursprüngliche Selbst) sein zu können. Der Kreis wird damit geschlossen.

 

Denn es geht auch nicht darum, ein Ziel zu erreichen, um so-und-so-viel Umsatz oder Kostensenkung oder Kundengewinn. Das Einzige, um das es geht, ist der Weg dorthin. Und dieser besteht im Wesentlichen im immerwährenden Üben, im Anwenden transparenzschaffender Methoden, die für sich und die Umgebung - Innen ist Außen/ Außen ist Innen - Klarheit schaffen.

 

Je heftiger die Unwetter, je ärger die Umgebung - je narzisstischer, jähzorniger, starrköpfiger und einfältiger - desto mehr bedarf es innerer Ruhe, des Einklangs mit sich selbst und des Vertrauens in das eigene Wesen. Einem Anteil, der, wenn man lange genug an sich übt und den inneren Spiegel poliert - sich die Wasseroberfläche glätten lässt - als das eigene Wesen und sein Selbst erkannt wird. Je mehr vom vermeintlich Argen, desto tiefer muss die Technik verinnerlicht sein, desto intensiver somit die Übung.

 

Daher werden wir die Welt nicht nur nicht direkt ändern können - sie würde uns auch nicht die Unwetter liefern, die wie brauchen, um unablässig an uns immer intensiver arbeiten zu können. Sobald innen Innen Ruhe gefunden wurde, das Fundament stabil genug ist, kann auch das Außen, die Welt, befriedet werden - sobald wir uns selbst in einen regulierten Einklang gebracht haben. Doch Vorsicht!

 

Der innere Frieden, der innere Einklang, die innere Harmonie sind dabei kein statischer Zustand, sondern vielmehr ein anfangs bewusster und später intuitiver, automatischer, unterbewusster Prozess des ständigen und kontinuierlichen Befriedens. Denn immer wieder wird der Büffel (Ochse) in uns versuchen auszubrechen. Er steht stellvertretend für den Geist. Erst, wenn das Stellen, Einfangen und Zurückreiten des Büffels für uns - und für den Büffel (!) - zur Routine geworden ist, wird er uns nicht mehr aus den Konzept - der inneren Stille - herausbringen, sondern am Ende aufgeben, dies tun zu wollen. Er wird verschwinden. Nach außen hin wirkt er dabei genervt. Erst wenn man hinter den Vorhang blickt, sieht man sein zufriedenes Grinsen. (Anmerkung: Kernerkenntnis)

 

Somit geht es (quartiär) um das bewusste und kontinuierlichen Anwenden Transparenz-schaffender Methoden. Damit wird (tertiär) eine stabile, objektive und bewusste Basis erschaffen, die methodische Selbstführung - das Treffen von gesunden und erwachsenen Entscheidungen - aus dem erzeugten, transparenten Zustand heraus ermöglicht. Je bewusster dieser Prozess stattfindet und gemacht wird, desto eher wird man am Ende nicht nur lernen,  (sekundär) sich selbst zu führen - sondern auch anderen Menschen und Teams ermöglichen, nicht nur mit getroffenen Entscheidungen mitgehen zu können, sondern sich darüber hinaus ebenfalls selbst führen zu können.

 

Die Methoden, die dabei Anwendung finden, beziehen sich sowohl auf soziale als auch auf inhaltliche Transparenz. Beides zusammen ermöglicht erst Führung. Führung ist erst einmal Methodik. Diese schafft einen pergamentwändigen Führungsraum. Verlässt man diesen Raum, endet auch Führung.

 

Werte Suchende - KeieiDo ist (primär) nichts weiter, als der direkte Übungsweg zu sich selbst und zu seiner eigenen, immanenten Wesensnatur - im Alltag des Managements für andere verborgen, hinter dem äußeren Schein perfekter Methodik. Man wird zum (zu einem) Wesen, das sich selbst führt. Man führt das Wesen, so wie es einen selbst führt:

 

Das Wasser verschwindet, der Mond verschwindet, Wesen und Selbst verschwinden - was bleibt sind Stille und ein helles Licht.

 

KeieiDo will diese scheinbare, kaum erklärbare Komplexität auflösen, durch transparente, intuitive Methodik:

Erkenne Dich selbst (Dein Wesen), werde zu Dir (zu Deinem Wesen) und sei Du selbst (Dein Wesen) - damit Dein Wesen weiß, dass es Du ist und Ihr miteinander verschmolzen seid! Die Dualität ist damit überwunden. Gemeisam wird man zum ursprünglichen Selbst.