10 Büffelbilder

Der Wasserbüffel und sein Hirte  -  Suche nach sich selbst aus Sicht des ZEN  -  Management als Weg des Wasserbüffelzähmens

Es um das Zähmen des energievollen, freien Büffels - nicht um den gezähmten Ochsen, daher 10 Büffelbilder, nicht 10 Ochsenbilder

Bildquellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Ochse_und_sein_Hirte



Die Suche nach sich selbst

Die zehn Büffelbilder zeigen die Suche nach dem eigenen Wesen und dem eigenen Selbst. Es geht um den Prozess der Selbstwerdung, die "Suche nach dem Heiligen Gral".

 

Perfektes Management bietet sich für diesen Weg als ebenso perfektes Fahrzeug an. KeieiDo ist genau dieser Weg, den wir nicht nur selbst gegangen sind, sondern auf den und auf dem wir in Seminaren und Coachings auch führen.


1. Suche nach dem Büffel

Man erkennt, dass man nicht immer man selbst ist. Es gibt etwas in einem, dass von Zeit zu Zeit energievoll die Kontrolle übernimmt.

 

Herausfinden möchte man, wo diese ungezügelte Energie herkommt - was es ist, das vom eigenen Selbst wegzuführen scheint.

 

Schon das Kind erfährt an gleichzeitigen widersprüchlichen Emotionen die eigene Fragmentiertheit.

 

Beispiel Abwaschen: Man sollte das Geschirr abwaschen, merkt aber, dass man keine wirkliche Lust dazu hat. Das Geschirr häuft sich immer wieder an.

 

Auch im Management findet man schöne Beispiele, jedoch nicht derart anschaulich.

 


2. Finden der Fußspur des Büffels

Man entdeckt eindeutige Fußspuren des Büffels durch genaues Beobachten. So kann man den Büffel verfolgen und ihm auf die Schliche kommen.

 

Achtsamkeit entsteht im Präfrontalen Cortex. Durch mit ihm einhergehende Fähigkeit der Selbstreflexion ertappt man den Bullen im seinem Wirken immer deutlicher.

 

Nun lässt man sich nicht mehr nur immer wieder vom Weg abbringen - stattdessen sucht man mutig und waghalsig dasjenige, das es verursacht.

 

Man stellt sich den eigenen Emotionen - auch denjenigen, die man vielleicht gar nicht in sich entdecken möchte.

 

Beim Abwaschen ertappt man sich dabei, dass man eine Pause macht, um ein Brot zu essen oder sich etwas auszuruhen. Oder "man überlegt sich", dass man ja auch später abwaschen könnte, am besten sogar (erst) morgen.

 


3. Den Büffel leibhaftig gesichtet

Je länger, bewusster und geübter man den Spuren des Büffels folgt, destor näher kommt man ihm auf der Jagd. Schließlich sieht man seinen Schweif. Fast hat man ihn.

 

Jetzt, in diesem Moment, erkennt man seinen Einfluss - und nicht mehr nur die Auswirklung seines Handelns, detektivisch, im Nachhinein, nach bereits vollbrachter Tat.

 

Beim Abwaschen braucht man noch regelmäßige Pausen und ist immer wieder einmal genervt.

 


4. Den Büffel einfangen

Der Büffel soll unter Kontrolle gebracht werden. Es geht nicht, man zwei Antriebskräfte hat. Man möchte selbst enscheiden können, was man tut, und nicht mehr - wenn auch nur zeitweise - fremdbestimmt sein.

 

Daher fängt man den Büffel ein. Er wehrt sich mit Leibeskräften, denn er bangt (vermeintlich?) um seine Freiheit.

 

Man widersteht beim Abwaschen dem Drang Pausen zu machen und reguliert verständnisvoll die eigene Frustration.

 


5. Den Büffel an der Leine führen

Dem Büffel wird klar gemacht, dass er nicht mehr führen darf, sondern von nun an geführt wird.

 

Dies ist mit der schwierigste Teil. Die Frage ist nach der Art und Weise des Einfangens und Anleinens. Unterwerfe ich den Büffel, ist der Unterwerfende vielleicht der Büffel selbst.

 

Aus Achtsamkeit wird langsam Selbstführung.

 

Man zwingt sich um Abwaschen. Immer noch wird man in Versuchung geführt, eine Pause zu machen. Immer noch wird man ärgerlich über diese Aufgabe.

 


6. Den Büffel reiten lernen

Man erlernt, den Büffel zu reiten. Man verschmilzt mit dem Büffel zu einem gemeinsamen Wesen. Die Dualität von Selbst nicht NICHT-Selbst wird anerkannt und gelebt. Entscheidungen werden gemeinsam gefällt.

 

Möchte man selbst entscheiden, weiß aber um seine Antriebskräfte im Inneren (Büffel), wird man erkennen, dass man beides braucht: Entscheidung und Antriebskraft.

 

Beide Teile - man selbst und der Büffel - erhalten eine eigene Rolle. Dies ist die Phase 4 im Team-Building-Prozess.

 

Man wäscht ab und lässt seinen Gedanken dabei freien Lauf. Der Ochse wäscht treu ab. Man selbst lässt die Gedanken laufen.

 

Wichtig: In diesem Moment erkennt man, dass auch der Ochse zwiegespalten ist: In das liebevolle Wesen mit dem eigenen Körper als Zuhause - und in den EGO-Anteil, der zwanghaft auszureißen versucht.

 

So befriedet man das Innere des Ochsen (sein selbst und seinen Ochsen - mit dessem selbst und dessen Ochsen) auf dieselbe Weise wie man sich selbst im Inneren befriedet.

 

Die Melodie der Flöte signalisiert die neue Bewusstseinsebene, die erreicht wurde, inneres Glück und Leichtigkeit.

 


7. Das eigene Zuhause finden

Die Dualität wird zum Selbstverständnis. Reiter und Ochse sind derart miteinander verschmolzen, dass die Trennung nicht mehr vernommen wird.

 

Nachdem man dem Ochsen durch das Befrieden des eigenen Inneren zu Freiheit verholfen hat, sein eigenes EGO zu überwinden, hat man im Ochsen sein eigenes Wesen entdeckt. Es ist befreit worden.

 

Das eigene Selbst findet das eigene Wesen. Der Suchende findet das Gesuchte.

 

Das Wesen erkennt man als das wirkliche, eigene Selbst. Damit hat das Selbst sich selbst gefunden. Man hat sich selbst gefunden.

 

Dort ist das eigene Zuhause.

 

Der Suchende hat seine eigene Wesensnatur entdeckt.

 

Damit verschwindet das Vehikel des Ochsen. Durch die Trennung von EGO vom Ochsen und die gemeinsame Befriedung des EGO im Ochsen teilt sich der Ochse in das eigene Wesen und dessen unglücklichen Teil (EGO), der nur deshalb immer "quergeschlagen ist", damit das Wesen im Ochsen entdeckt werden konnte und die Suche nicht aufgegeben wird.

 

"Ich werde solange querschlagen, bis man mich endlich gefunden und befreit hat!"

 

Man wäscht einfach ab. Kein Gedanke mehr.


8. Den Mond als Quelle erkennen

Damit sind ist das Wasser, stellvertretend für das eigene Selbst, geglättet. Der innere Spiegel ist poliert.

 

Man sieht nun nicht nur die Reflexion des Modes im Wasser ganz deutlich - das eigene Wesen.

 

Man erkennt darüber hinaus auch den Mond.

 

Damit schaut man nicht mehr auf den Finger, die Reflexion des Mondes im eigenen inneren Spiegel, sondern man folgt dem Finger in die Richtung, in die er zeigt.

 

Dort findet man die Quelle, den Mond selbst. Er befindet sich nicht mehr vermeintlicher Weise hinter der Wasseroberfläche. Stattdessen erkennt man die Oberfläche als Spiegel.

 

Hiermit hat man seine eigene Quelle gefunden, den eignen Ursprünglichen Anteil, in seiner uns allen immanenten Offenheit, Neugier, Lebensfreude, Empathie, Herzlichkeit und feinfühligen Glauben an Fairness.

 

Beim Abwaschen kommt man in eine tiefe Stille.


9. Die Natur als Ursprung erkennen

Das Finden der Quelle als etwas Leuchtendes in sich selbst lässt einen die eigenen Wurzeln entdecken.

 

Man hat somit nicht nur sein eigenes Zuhause gefunden (Ochse und EGO lösen sich in das eigene Wesen auf), die Quelle des Lichts in sich, als Antriebskraft für das eigene Wesen, sondern man erkennt auch die eigenen Wurzeln - die eigene Wesensnatur.

 

Damit ist Selbstfindung eine Rückkehr zu den eigenen Wurzeln.


Sicherheitshalber, da missinterpretierbar: "Wurzeln" ist symbolisch gemeint. Es geht nicht um Eltern, Vorfahren, Ahnen, Land oder Religion - sondern es geht um das Verstehen von Mond, Wasser, Selbst - Quelle, Selbst und Wesen - Suchendem, Ochsen und Ego ... in ihrem Gesamtzusammenhang.

 

Der Grund und das Ziel der langen Reise (der Suche durch die Unterwelt [Heldenreise]) wurden erkannt (Erkenntnis, weit mehr als Verständnis, ORANGE, nicht nur BLAU).

 

Man erfährt jede Tätigkeit als einen Weg zu sich selbst.


10. Der Welt und ihren Ochsen helfen

Nach dem langen Suchen nach dem eigenen Selbst und Wesen und dem Zurückfinden zu den eigenen Wurzeln sind die Angst vor dem Tod und der Wunsch nach dem Verlassen dieser grausamen Welt verschwunden.

 

Vielmehr entdeckt man in sich den liebevollen Wunsch, auch anderen zu helfen, ihren Ochsen zu finden, ihn einzufangen, die Zwiespaltung des Ochsen zu überwinden, das Wesen in Ochsen und dessen EGO zu erkennen, damit sein wirliches Zuhause im inneren zu entdecken, dort aufzuräumen, also den inneren Spiegel zu polieren, die Quelle zu finden und damit, im nun hellen Mondlicht, die eigenen Wurzeln zu sehen und in diesem befreienden Moment die Angst vor dem Tod zu überwinden, durch die Erkenntnis tiefer Verbundenheit mit allem.

 

Der Eremit kehrt nach langer Suche zurück in die Welt und hilft auch ihr, als Mentor, dieselbe Suche gegleitet zu vollziehen.

 

Welcher Esel (Ochse) wäscht schon gerne ab?


Ihre Aufgabe

 

Übertragen Sie die zehn Bilder auf Führung - und/ oder auf Zeitmanagement.

Daher das Abwaschen.

 

Resümee

Erkennt man, dass das EGO vom Wesen selbst erzeugt wurde, damit es entdecket werden kann, im Lärm und Chaos in dieser Welt, wird man das EGO auch nicht mehr verachten.

 

Vielmehr wird in den Ausartungen des EGO die Verzweiflung eines entführten Wesens sehen, das hierdurch gefunden werden möchte.

 

Hat man sich selbst gefunden, verschwindet auch das EGO. Denn das Wesen, das das EGO erzeugt hatte, ist man Selbst.

 

Auch anderen Menschen geht es so. Verhält sich der Nachbar sehr egozentrisch und egoistisch, wird man erkennen, das dort etwas in ihm ist, dass hofft, dass er es entdeckt und darauf aufmerksam wird, damit er hierdurch eine Chance erhält, sich selbst, in seiner Wesensnatur, zu finden.

 

Weiß man um diesen Zusammenhang, wird man desses EGOzentrik auch nicht mehr ablehnen, sondern verstehen können - und ihm vielleicht sogar helfen können, sich selbst in seinem Wesen zu entdecken ... jetzt, wo man ja nicht nur um die Zusammenhänge weiß, sondern die eigene Reise stabil abgeschlossen hat.

 

Dabei sollte man nur aufpassen, dass man es selbst ist, aus seinem Wesen heraus, der unterstützen möchte - und nicht der Ochse, dessen EGO noch gar nicht befriedet wurde...

 

Wobei: Stößt man sich am EGO des Nachbarn, kann es auch nur das Signal sein, dass es noch Arbeit am eigenen Selbst gibt - denn wer fühlt sich gestört ... und weshalb? Diese Frage können Sie nun schon selbst beantworten...

 

Dünn wie Pergament ist die Trennwand zwischen Wesen und EGO. Ein keiner Gedanke und schon ist alles wieder zertrennt.

 


Literatur & Film