Anfängergeist

Neugier  -  Offenheit  -  Aufgeschlossenheit  -  Nicht-Wissen  -  keine Anhaftung  -  frei von Fixierung

Motomenai - ohne Verlagen



Kein Wissen - keine Vorurteile

Die fatale Auswirkung von Wissen-zu-glauben findet man überall im Management:

  • Die junge Akademikerin, die von der Universität in das Berufsleben wechselt, steigt als Führungskraft ein.
  • Der Vertriebsmitarbeiter denkt zu wissen, wer seine Kunden sind und was sie tatsächlich nur brauchen.
  • Mitarbeiter lassen sich mit Geld motivieren, und mehr und mehr Geld zu bekommen, ist das einzige, nach dem der Mitarbeiter strebt.

Die Liste kann wohl unendlich fortgeführt werden. Jede dieser Denkweisen ist fatal und wird für den Menschen, der den Mut hat, hinzusehen, auch sichtbar werden.

 

Fragen - nicht Wissen

Wissen ist immer ein Netzwerk aus räumlich und zeitlich assoziierten Bausteinen. Wissen ist immer strukturelles und prozessuales Wissen.

 

Dieses Netzwerk bildet eine Form. Würde man einen neuronalen Wissensblock markern, würde man ihn in sichtbar machen können.

 

Je mehr Form und je starrer sie ist, desto unflexibler werden wir auf unsere Welt reagieren können: "Du weißt doch so gut wie ich, wie Kunden sind. Die wollen viel und am Besten umsonst."

 

Anfängergeist bedeutet, auf die Welt zuzugehen und sie zu hinterfragen. Die wahgenommenen Antworten werden offen relektiert. Dies nennt sich "Den Spiegel hochheben".

 

Das Gegenüber kann sich entscheiden, wie es wahrgenommen werden und sich somit nicht mir solange anpassen, bis das Selbstbild passt, sondern auch der Spiegelhalter damit das Wahre im Gegenüber erkennt.

 

 

Methodische Offenheit

In unserem menschlichen Körper finden wir einen gewantigen und präzise strukturierten Methodenkoffer, den wir lediglich  bewusst anzuwenden brauchen.

 

KeieiDo ist nichts weiter als das Abschauen der implementierten Methoden und das Bewusst Einsetzen des Beobachteten.

 

Wir haben Methoden zum Aufsplitten, Verbinden, Abgrenzen, Lösungsfinden, Strukturieren, Planen und Reflektieren - auch in einem weit höheren Gesamtzusammenhang - vollständig in uns implementiert.

 

Auch im Management sind diese Methoden vollständig ausreichend, um die Umgebung vollumfänglich verstehen zu können und mit ihr zu arbeiten.

 

Diese Arbeit besteht darin, funktionsfähige Systeme zu erstellen. Oder anders herum: Die Erkenntnis über funktionsfähige Systeme führt zur Methodik und weg von vermeintlichem Wissen.

 

Symbolisch gesehen:

  • Wissen ist FORM
  • Methodik ist formlos.


Den Kopf frei machen

Gelingt es mir, meinen Kopf frei zu machen - von Form, von Wissen - wird das Feste, Starre immer mehr verschwinden. Immer offener wird man für Neues.

 

Diese Neue wird auch wieder versuchen, sich zu manifestieren und Form zu werden. Für einen Moment ist dies notwendig, genauso wie die Aulösung der Form nach diesem Moment.

 

Den Kopf frei machen ist wie das Reinigen des Innenraums und das Reinigen des Außenraums. Räume werden gereinigt von fester Form, um im Zeitlichen die Möglichkeit zum Wandel zu haben.

 

Je mehr Form, desto weniger Wandel.

Je mehr Struktur, desto weniger Wandel.

Je mehr Wissen, umso mehr Fehlwissen.

Je mehr Haben, umso weniger Sein.

 


Literatur