Umfeld


Pergament


Dünn wie Pergament

Das Wesen trifft das Wesen. Der Körper trifft den Körper. Das Selbst ist Wesen oder Körper.

 

Sind Selbst und Wesen eines wird man die Welt mit Offenheit und Herzlichkeit betrachten. Man wird im körperlichen Feind den liebevollen Wesenskern sehen. Das Wort "Feind" gibt es nicht mehr.

 

Verliert sich der Kontakt zwischen Selbst und Wesen, wird das Wesen mit dem Körper verschmelzen. Das Wesen im Kern des Feindes gerädt außer Sichtweise. Der Feind entsteht als Feind.

 

Auch wenn...

Auch wenn man sich vornimmt, von Wesen auf Wesen zu schauen, wir man immer wieder daran scheitern.

 

Das liegt daran, dass es ein Vorhaben, eine Zielsetzung ist. Es ist eine intellektuelle Entscheidung.

 

Dieser intellektuellen Entscheidung liegt jedoch nicht der eigentliche Wesenswandel zugrunde, der den Blick aus den Augen der Menschlichkeit, also mit den Augen des Wesens beinhaltet.

 

Schaltet man auf sein Wesen um und gibt ihm den Raum, sich entfalten zu können, werden Freude und Traurigkeit, Wut und Angst verschwinden.

 

An deren Stelle treten Neugier und Zuversicht.

 

Der Kreis schließt sich

Gelassenheit gibt den Raum für Neugier, Offenheit und Subtilität. Neugier, Offenheit und Subitilität ermöglich wiederum Gelassenheit.

 

Gelassenheit ermöglicht Raum für das Wesen. Im Wesen sein schafft wiederum Gelassenheit.

 

Das macht es so schwierig: erst wenn man in diesen Kreislauf gelangt, wird er sich immer stärker stabilisieren.

 

Bis man dahin kommt, wird man immer wieder aus der Kreisbahn geworfen.

 


Zentrierung


Das Zentrum finden

Ausgangsort und Endort einer jeden Handlung und eines jeden Gedankens und einer jeder Emotion, die beide der Handlung zugrundeliegen, ist immer die Zentrierung.

 

Zentrierung bedeutet, dass das Selbst mit dem Wesen verschmolzen ist, im Direktkontakt über die Quelle. Wir bleiben der Übersicht halber bei diesem weiter vorgen beschriebenen Modell, da es gut veranschaulicht.

 

Sobald Irritation, Schuld, der Wunsch nach Anerkennung, Wut oder Hass, Stress und Angst auftreten, tritt der Zustand der Entfremdung ein. Dann übernimmt im eigenen Inneren etwas anderes die Führung:

  • Das Schutzsystem schaltet sich ein.

Dieser evolutionäre Mechanismus ist elementar wichtig. Doch meist geht es im Berufsleben eben nicht um den Tod.


Daher ist die Aufgabe des Zentriertseins, also vom mit dem Wesen verbundenen Selbst, die Innere Zentrierung immer wieder herzustellen und sicherzustellen.

 

Die Japaner haben diesen Ort sogar benannt. Er liegt knapp unterhalb des Bauchnabels und nennt sich Hara.

Aus der Zentrierung heraus

Ist man im Hara, im Zentrum, sind also Selbst und Wesen gekoppelt und mit der Quelle verbunden.

 

Woran erkennt man dies?

 

Man kommt in eine tiefe innere Ruhe, aus Stille und Leere. Wirre Gedanken und Gefühle sind verschwunden. Es entsteht Raum für zwei gleichzeitige Anteile:

  • das Weibliche  (und)
  • das Männliche.

Im alten China ist hieraus das Symbol aus Yin und Yang entstanden:

 

 

Yin zentriert - Yang löst

Yin steht für die Eingenschaften der idealen Mutter. Sie steht für Offenheit, Herzlichkeit, Geborgenheit.

 

Stellt man sich das Entfremdetsein als verwirrtes, trauriges und gleichzeitig wütendes und ängstliches Kind vor, ist es die ideale herzliche Mutter, die das Kind in diesem - wie auch in jedem anderen Zustand - annimmt und akzeptiert, dass diese Emotionen im Kind vorhanden sind.

 

Wird das Kind auf Basis dieser Akteptanz in den Arm genommen, wird es schnell wieder zu sich finden.

 

So findet man Hara - den inneren Raum der Stille und Leere - das eigene Zentrum.

 

Erst, wenn dieser Zustand erreicht ist, ist der Weg für Handlung mit der Umwelt bereitet. Erst dann öffnet sich das richtige Tor.

 

Denn aus Wut oder Verzweiflung heraus gehandelt, führt immer in eine Richtung, aus der es wohlmöglich kein Zurück mehr gibt, auch wenn man irgendwann erkennt, dass es die falsche war.

 

Ebenso, wie in einem selbst, ist dieses Zentrum auch notwendig, um mit anderen, also Gestalten außerhalb, ein Vorhaben zu besprechen.

 

Mehr hierzu unter "Führung".

 


Risiken


Wesensraum

Risiken bedrohen das köperliche Leben schon vor der Geburt. Unser Köper beginnt seine Aktionen immer mit einer Risikoanalyse. Wäre dies anders, hätten bereits unsere Vorfahren nicht lange überleben können.

 

Erst, wenn man sich der köperlichen und später auch geistigen Risiken bewusst ist, wird man seinen sichern Lebensraum finden können und diesen kennen lernen wollen, um auch die Risiken in ihm bewusst kennen zu lernen.

 

Offenheit und Neugier

So geht es auch bei jedem Vorhaben darum, erst einmal zu schauen, wo Risiken bestehen und wie man diese vermeiden oder minimieren kann.

 

Risiken sollen keine Angst bereiten. Dann nämlich wäre man mit ihnen bereits unvorbereitet konfrontiert.

 

Vielmehr geht es darum, Risiken aus großer Distanz nüchtern zu bewerten, um sich auf sie Vorbereiten zu können.

 

Die Vision dahinter ist, vorbereitet zu sein, wenn man auf die Risiken tatsächlich stoßen wird, mit ihnen konfrontiert sein wird.

 

Dies ist eine Entscheidung auf Basis der Intuition. Lerne ich es, auf Risiken intuitiv zu reagieren, werde ich verstanden haben, worum es geht.

 

Damit stellen Risiken mit den größten Lehrmeister dar.

 

Geisteskrankheit erkennen

Stößt man auf Menschen, die von Risiken nichts wissen wollen, ist dies immer mit einer schweren Entfremdung verbunden.

 

Irgendwann wird man den Sprung wagen. Ein Restrisiko wird immer bleiben. Dennoch wird man sich die Fähigkeiten angeeignet haben werden, mit denen man fühlt, die kommenden Risiken meistern zu können.

 

Steigt man jedoch ohne diese gefühlte Abwägung in die Dunkelheit, ist dies ein Leichtsinn, den sich auch die Evolution nicht leistet.

 

Daher ist die Nichtbetrachtung von Risiken immer ein Anzeichen für Geisteskrankheit. Auch wenn sich dies wertend anhört - es ist nicht wertend sondern beobachtend-feststellend gemeint.

 

Denn Geisteskrankheit ist ein Meta-Risiko. Es vernebelt vermeintlich nicht vorhandene Risiken im Nebel. (Hier auch der Verweis auf Agiles Projektmanagement).

 


Strategie


Strategie ist Intellekt

Strategie ist ein künstliches Idealszenario - ein idealer Weg hin zum Ziel. Die Strategie meidet Risiken, um mit möglichst wenig Energie das Ziel zu erreichen.

 

Künstlich ist die Strategie, da sie durch eine unbekannte Zukunft leitet. Man kennt diese nicht, sondern kann nur über sie spekulieren, bestenfalls auf Basis von Erfahrungen, die man mit ähnlichen Situationen bereits in der Vergangenheit gesammelt hat.

 

Je weiter die Strategie gedacht, um so ungewisser wird die Zielerreichung.

 

 

Risiko Entfremdung

Schnell passiert es, dass man eine auf einer Strategie basierenden Plan derart strikt - also besessen und fundamentalistisch anhaftend - abarbeitet, dass auch hier wieder eine Entfremdung einsetzt.

 

Wir selbst haben dies in den Konzernen immer wieder beobachtet. Eigentlich nett wirklende Projektleiter kamen bei kleinsten Unwegsamkeiten in die Entfremdung und haben bei den eigenen Mitarbeitern einen nicht wieder gutzumachenden Kollateralschaden hinterlassen.

 

Da in solchen Momenten und Projekten der das Selbst nicht mehr mit dem Wesen zusammenarbeitet, enfällt in solchen Kampfmaschinen dann auch jegliche Reflexionsmöglichkeit.

 

Es entsteht der Schatten, das Böse - und es ist dasselbe, ohne auch nur die geringste Abweichung, wie in Gestapooffizieren, Wehrmachtskräften und Aufsehern von Konzentrationslagern.

 

Es gibt keinen Unterschied:

  • weder in der psychologischen Theorie
  • noch in der praktischen Beoachtung.

Es ist elementar wichtig, sich dessen bewusst zu sein.

 

Risiko Risiko - Nebel

Sind Risiken vernebelt, kann man sie nicht mehr sehen. Nebel ist das Risiko des nicht sichtbaren Risikos.

 

Es ist immer - wir haben dies unter dem Punkt "Risiko" hergeleitet - die Entfremdung im Lebewesen, also Geisteskranheit, die dazu führt, Risiken zu vernachlässigen - oder gar Risikomanagement zu tabuisieren und Anwender dessen zu bestrafen.

 

Nichts, das wir nicht erlebt haben.

  • Druckaufbau
  • "das Projekt hätte schon gestern fertig sein müssen"
  • Opportunismus
  • Belächeln und Ausreden zu Lasten- und Pflichtenheften
  • keine, gekürzete oder gestrichene Risikopuffer
  • direkte oder indirekte Vertrauensunterwanderungen

Die Liste kann wahrscheinlich in das Unendliche ausgebaut werden, um alle Varianten von Nebel zusammenzutragen.

 

Daher besteht die Kunst der Strategie aus zwei Standbeinen:

  • Zufreidenheit vor Zielerreichung
  • Nebel vor Risiko vor Beginn

 



Weg ist Ziel

Entsprechend dieser Aussage gilt:

  1. Es ist wichtig, sich an einer Strategie auszurichten. Denn Strategie ist auch gleichzeitig Identität.
  2. Wichtiger als eine Zielerreichung und bei der Stategie zu bleiben ist das Bewusstsein, dass es weit entscheidender ist:
    • sich selbst dabei in der eignen Wesensnatur reflektieren zu können
    • sich selbst in seiner eigenen Wesensnatur finden zu können
    • das Selbstsein darüber erfahren und lernen zu können
    • sich also einer Entfremdung zu entwehren, die immer wieder versuchen wird, die executive Maschine zu erwecken.

 

Gemeinsamkeit und Menschsein

Mit allen Parteien so eng verwoben zu sein, dass der Schaden des einen auch gleichzeitig als Schaden aller anderen empfunden wird ist eine Erkenntnis und Erfahrung, die viele Menschen erst aus der Arbeit und aus dem Erleben heraus machen können.

 

Dass es nicht um Zielerreichung, sondern auf Menschsein ankommt, ist die Kernessens eines funltionierenden Managements.

 

Daher sind Ziel und Strategie wichtig, doch weit mehr Vision und Mission und noch konkreter: das Menschsein im Jetzt.


Es gibt nur jetzt und auch nur jetzt kann ich Mensch sein - spare ich es mir für morgen auf, war es das mit Menschsein - und damit auch mit wirklichem Management.

 


Taktik


Taktik und Strategie

Strategie und Taktik sind eng miteinander verwoben:

 

Taktik unterstützt die Strategie.

 

Strategie ist der Weg zu einem Ziel, vorbei an Risiken.

 

Taktik sind Ausweichsmanöver bei eingetretenen Risiken, die nach dem Ausweichen auf den ursprünglichen Weg - also die Strategie - zurückführen.

 

Ähnliche Meta-Erkenntnisse

Keine Taktiken zu entwickeln ist dasselbe wie keine Strategie zu entwickeln:

 

Man wäre Lebensfremd unterwegs.

 

Angst vor Risiken zu haben bedeutet, keine Strategie und Taktik entwickelt zu haben. Dies entspricht einem dreijähirgen Kind.

 

Strategien und Taktiken entwickeln und/ oder umsetzten zu wollen, ohne Risiken betrachet zu haben, entspricht einem siebenjährigem Kind.

 

Beführworte von Risikomanagement, Strategie und Taktik zu vernichten enspricht dem Geisteszustand eines Präpubertierenden.

 

Risikomanagement zu tabuisieren ist für einen erwachsenen Menschen daher eine Art Geisteskrankheit. Dieser Mensch ist dann nicht Gesund Erwachsen, sondern Krankes Kind.

 

Zwei Erkenntnisse

KeieiDo geht beide Herausforderungen an:

 

4. Risiken wollen betrachtet werden.

 

3. Strategie und Taktik wollen auf Basis der Risiken entwickelt werden.

 

2. Mitmenschen von der Wichtigkeit von Risiken, Strategie und Taktik zu überzeugen.

 

1. Management verstehen zu lernen

 

0. Wirklicher Mensch zu werden

 

Damit wird man Management über die Perfektion hinaus verstanden haben und anwenden können.

 

Das meiste, das sich hinter dem Management dieser Welt verbirgt, ist schwerste Geisteskrankheit. Management heute ist Pseudo-Management mit dem Ziel der Verneblung.

 

KeieiDo strebt wahres Management an. Es beginnt mit der Beseitigung vernebelnder Geisteskrankheiten eines jeden Pseudo-Managements.

 


Vision


Vision vor Ziel

Wie Sie mittlerweise erkannt haben werden, dienen Ziele nur der groben Orientierung, schaffen jedoch meist mehr Unzufriedenheit und Chaos als Erfüllung.

 

Wie bereits angedeutet, tritt daher die Vision an die Stelle des Zieles - oder anders ausgedrückt:

  1. Erst kommt die Vision
  2. Daraus entstehen die Ziele

Die Ziele haben nur die Aufgabe, die Vision weitblickender und nachhaltiger zu erreichen. Daher gilt:

 

Ein einseitige Ausrichtung an Zielen ist eine Form von Verwirrtheit

 

Aus Sicht des KeieiDo ist dies nicht gut und nicht schlecht. Es will nur als solches erkannt werden, um dann das Beste aus dieser Erkenntnis zu machen.

 

Meta-Vision