Aufgabe


Kein Hass - keine Wertung


Hass und Mitleid

Entstehen im Menschen - in der Konfrontation mit dem System, dem Imperium - Gefühle von

  • Hass
  • Verachtung
  • Ekel
  • Mitleid
  • ...

hat das System sein Ziel erreicht. Es wird im Menschen den Erneuerer gefunden haben, der seinen Hass und seine Überheblichkeit zur Vernichtung führt und die Opfer des System ausrottet, um ein neues System zu erschaffen, dass früher oder später vom nächsten vermeintlichen Retter auch wieder vernichtet wird.

 

Krankheit erkennen

Es geht also darum, die Entfremdung als Krankheit im Menschen - in sich selbst und in der Umgebung - zu erkennen, doch nicht zu werten.

 

Der CEO denkt nur an sich, der Rechtsanwalt interpretiert das Gesetz zu seinem Vorteil, der Bischof hat Zugang zu Kindern - nicht immer, aber doch immer wieder wird man auf sie stoßen.

 

Entsprechend herausfordernd ist KeieiDo:

  • nicht werten
  • dem Ist ins Auge schauen
  • Verständnis aufbauen
  • die Brücke schmieden
  • das Wesen finden
  • damit verändern können.

 

Ablehnung beendet

Lehne ich das Vorgehen der Geschäftsführung oder des Vorgesetzten ab, wird mein Körper dies automatisch kommunizieren - und sei es durch ein Rümpfen der Nase.

 

Erkennt das Gegenüber dies - und diese Fähigkeit ist uns allen immanent - wird es meine Abneigung gegen es erkennen. Eine Zusammenarbeit wird ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich sein.

 

Es ist die höchste Kunst - und damit wesentlicher Inhalt von KeieiDo - diese Ablehnung nicht zu empfinden, sondern das Fremdartige als gegeben hinzunehmen, es aufrichtig und wirklich herzlich - nicht empathisch - subtil in seiner Identität zu erfahren und den Weg damit in Richtung Menschlichkeit zu lenken.

 

Jede Regel ist dabei zu vermeiden.

Auch Vernunft ist eine Regel.

 

 


Platz finden


Finden des Ortes

Auf dieser Grundlage - kein Hass, keine Wertung - wird sich der junge, noch selbstverbundene Mensch seinen Platz in der Welt suchen: Einen Ort, an dem er, mit seinem unveränderlichen, ihm immanenten Wesen das sein darf, das er - also sein Wesen - ist. Der Ort will gefunden werden, die eigene, einzigartige Identität leben zu dürfen - ohne dabei Ablehnung oder Missgunst zu erfahren.

 

Dies beinhaltet den Schutz des Wesens und das Verbergen des Wesens vor der feindlichen Außenwelt des Systems. Es beinhaltet aber auch, wie mehrfach hergeleitet, das System für seine Wesensfeindlichkeit nicht abzulehnen. Man wird ansonsten "eben genau deshalb" selbst zum Teil des Meta-Mechanismus des Systems, nämlich genau Ablehnung, Verrat, Widerstand und Vernichtungswillen zu schüren.

 

Wo ist dieser Ort?

Wo ist der Platz für den jungen Menschen - so wie für den erfahrenen?

 

Es ist der Ort, in dem sich das Wesen, mit seinen besonderen individuellen Fähigkeiten in aller damit verbundenen Leidenschaft einbringen kann.

 

Ist das Wesen sehr geschickt, kann es etwas Handwerkliches sein. Ist das Wesen sehr neugierig, wird der Mensch vielleicht Forscher oder Journalist. Liegt ein musikalische Begabung vor, wird der Beruf mit Vernetzung und komplexen Systemen zu tun haben können.

 

Findet man Selbst für das Wesen und mit ihm einen Platz für beide, sich und das Wesen, darf man dort der- oder diejenige sein, die man von Grund auf ist - und sich zu dem- bzw. derjenigen entwickeln, die als Blaupause wohlmöglich bereits in Gedanken und Träumen intuitiv erscheint.

 

Mensch im Wandel

Das Wesen wandelt sich nicht. Die Quelle ist auch immer dieselbe. Doch unsere Persönlichkeit befindet sich in einem stetigen Wandel.

 

Was ist diese Persönlichkeit - und was verbirgt sich hinter Charakter?

 

Es gibt keine universelle Definition hierfür. Daher formulieren wir hier eine Definition, die nur die Vision hat, in diesem Kontext einen gemeinsame Basis zu finden.

 

Das Wesen eines Menschen ist seine Identität. Der Charakter ist eine vom Wesen entfremdende Eigenschaft, die der Mensch mit seiner Geburt mitbekommt, aus verschiedenen Quellen, so auch von den Eltern. Persönlichkeit befindet sich im Wandel. Sie ist eine sich ständig wandelnde Maske.

 

Eine Aufgabe des KeieiDo ist es, durch den reaktiven Wandel der Persönlichkeit (Marionette) am Ende das eigene Wesen in sich und in anderen deutlich erkennen zu lernen.

 


Wesensraum


Wesensraum

Lebensraum

Zu Hause


Kämpfen


Bewusstmachen statt kämpfen

Das Kranke ist immer das nicht bewusst Gemachte. Das Bewusstmachen gilt dabei sowohl sich selbst als auch dem Umfeld gegenüber.

 

Hinterfragt man eine Handlung oder ein Verhalten bewusst, wird sich das Wahrhaftige offenbaren. Offenbart sich das Wahrhaftige kommt entweder die bewusste Bestätigung, eine bewusste Richtigstellung oder - auch bei unsubtilem Hinterfragen - eine Wut oder Vernichtungsreaktion.

 

So enttarnt das bewusstmachende Fragen nicht nur, es offenbar auch, ob Maske und welche Maske, und welche falsche Identität sich hinter ihr verbirgt. Fragt man lange genug, wird irgendwann auch die wahre Indentität des Wesens auftauchen. Ob man so weit gehen möchte, hängt von der Situation ab.

 

Spiegeln statt zuschlagen

Die Vision ist die Vermeidung des Kampfes und die Einsicht des Gegenübers durch Bewusstmachung in Form von aktiver Reflexion der verschütt gegangenen wahren Identitäts und Scheinidentität (Illusion) im Gegenüber.

 

Den absoluten Spiegel der Bewussmachung vor die Augen der anderen zu halten ist der Weg des KeieiDo.

 

Erkennt sich das Monster, das sich in seiner maskenhaften Illusion als Retter sieht, das Monster in sich, mit Hilfe des Spiegels, der ihm vom KeieiDoKa vorgehalten wird, wird es sich selbst in seiner falschen und seiner wahren Identität erkennen können.

 

Mit dem Schatten dasselbe. Nur zeigt man nicht dem Schatten den Spiegel, sondern dem System, über das er versucht zu wachen. Erkennt das System das Moster im Schatten, wird es Schatten und Monster entfernen. Auch hier kein Kampf.

 

Entfernt das System Schatten und Monster nicht, trotz Erkennens über den vorhaltenen absoluten Spiegel, gilt es, dem System den Spiegel vorzuhalten, der es das eigene Monster in sich erkennen lässt.

 

Nimmt das System das Monster hin oder enttarnt sich der Schatten gar in System, bleibt noch das umliegende Meta-System oder das Erkennen, dass es Zeit für eine weitere, eigene Heldenreise ist, an einen anderen Ort.

 

Nicht-Kampf

Es gilt, den Kampf um jeden Preis zu vermeiden. Schnell ist ein Kampf nicht mehr auf das intuitive Ideal bedacht, sondern gibt Wut, Hass, Angst und Verzweiflung Einlass.

 

Ein Kampf in Wut und Verzweiflung ist das Ziel des Meta-Systems: die immer tiefere Vertrickung in schizophrene, irgendwann untrennbare, chaotische Emotionen und den mit ihnen einhergehenden Trugbildern.

 

Erkennt man Wut, Gier, Dummheit, Trotz, Verallgemeinerung, Vorurteile, Irritation etc. in sich, also erste Anzeichen für oder bereits sehr intensive Emotionen, ist der Moment gekommen, sich zurück zu ziehen und die Stille zu finden, um die Leere wiederzuentdecken.

 

Kommt es zu einem vermeintlichen Kampf, ist jede Handlung offen zu tun und in ihrer Motivation zu erklären, um immer wieder das pragmatisch-herzliche Höhere herauszustellen, das im Nicht-Kämpfen-Wollen ihren Ursprung hat.

 


Ernähren


Keine Gier

Nicht gierig Essen.

Angemessenheit.

Nur das Notwendigste.

Eher weniger als mehr.

Das Wenige teilen.

 

Doch ...

  • keine Regeln
  • keine Normen
  • keine Ethiken
  • keine Moral
  • keine Wertvorstellungen
  • keine Prinzipiel
  • keine Paradigmen.

All dies führt nur und einzig und allein in die Entfremdung.

 

Kein Hass

Habe ich erkannt, dass das Wesen in mir ebenso liebens- und schützenswert ist, wie das Leben in Tier und Pflanze, werde ich auch diese weder töten noch essen können.

 

Es geht nicht um

  • nicht dürfen
  • nicht wollen.

Hat man sein Wesen gefunden und die Quelle,

  • kann man es nicht mehr.

Man wird sich auf die Früchte konzentrieren müssen, die von Pflanzen und Tieren abgegeben werden, ohne beiden Leid zuzufügen, wie:

  • Bäume: Äpfel
  • Pflanzen: Zucchini
  • Schaf: Wolle.

Weder muss der Baum gefällt werden, noch die Pflanze entwurzelt, noch das Tier gefoltert und getötet.

 

Möchte ich nicht, dass dies meinem Kind passiert, werde ich es auch anderen Lebewesen nicht zufügen. Hasse ich hingegen mich und Kinder, erkenne ich die Entfremdung in mir.

 

Keine Dummheit

Jedes Fertiggericht ist vermengt mit veränderten Nahrungsmitteln und Ergänzungsstoffen. Es wäre Dummheit, dies zu ignorieren. Daher:

  • keine Fertiggerichte
  • keine Kombinationsgerichte
  • keine genmanipulierten Lebensmittel.

Es wird Zeit kosten, sich bei Bedarf umzustellen. Es wird auch schwer sein. Doch ist es die Entfremdung und die daraus resultierende Anhaftung, die die Transformation schwierig machen.

 

Nur durch herzliches Annehmen der Ängste, Sorgen und Wüte der Marionetten im Inneren wird man auch den Weg in ein Leben im Einklang finden können.

 

Der Weg des KeieiDo ist überall. Ihn zu gehen ist schwer. Je konsequenter - also herzlicher und empathischer auch sich selbst gegenüber man geht - um so verändeter, transformierter, gewandelter wird man sich vor allem im inneren Spiegel erblicken können.

 

Je mehr man zum eigenen Wesen zurück findet, um so mehr wird man durch sein natürliches Strahlen auch andere Menschen zu einem Wandel bewegen - schon ganz unbewusst.

 


Miteinander


Kultur der Offenheit

Toleranz ist ein Wert. Das andersartige wird toleriert. Die Kultur der Offenheit geht jedoch weit darüber hinaus.

 

Toleranz beinhalt immer das Gegensätzliche und Fremde und damit den Vergleich zwischen dem Eigenen und dem Anderen. Eine Mauer ist Voraussetzung für Toleranz.

 

Kultur der Offenheit grenzt von vorne herein nicht ab, da sie nicht wertet. Die einen sind so, die anderen sind anders - diese Zuordnung gibt es nicht. Doch vor allem gibt es keine Entscheidung darüber ob das eine oder andere besser oder schlechter ist.

 

Alles hat ein eigenes Wesen und die daraus entstehenden Identitäten bilden das Ganze.

 

Keine Kritik - keine Häme

Die meiste Kritik ist Gehässigkeit. Jede Diagnose, was einem anderen gut täte oder was man hätte anders tun können ist meist Häme. Dies gilt für das Berufs- wie für das Privat- und Familienleben.

 

Das damit Verbundene Anti-Soziale wird die jeweilige Gruppe immer daran hindern, eine soziale Gemeinschaft zu bilden. Vielmehr bleibt die im Vor-Sozialen hängen.

 

Daher wird im KeieiDo keine Kritik und keine Häme kommuniziert.

 

Jeder arbeitet an sich im besten Maße. Die Entscheidung über Optimierungspotenziale kommen bestenfalls immer vom Individuum. Es wird befähigt, selbst über die Qualität seiner Leistung zu entscheiden.

 

Auch dieses Entscheiden meint nicht urteilen - oder gar verurteilen. Vielmehr ist es die Entscheidung, ob das Maß ausreicht oder Weiterentwicklung empfehlenswert ist.

 

Kultur ist immer Schritt 1

Bevor es an ein gemeinsames Projekt oder Vorhaben geht, gleich wo, ist die offene Kultur, basierend auf wirklicher Herzlichkeit und Wohlwollen Voraussetzung. Sie schafft auf der Grundlage von Respekt und Vertrauen den Raum für Neugier und der daraus resultierenden Kreativität.

 

Es braucht kein Projekt begonnen, kein Team geführt und keine Präsentation gehalten zu werden, bevor nicht dieser Raum an Herzlichkeit, Miteinander, Offenheit und Wohlwollen geschaffen worden ist.

 

Ansonsten wird die beteiligte Gruppe immer mit Vorbehalten, Skepsis und Werturteilen sich selbst davon abhalten, sich vollkommen einzubringen.

 


Für ETWAS

Niemals für jemanden


Für die Sache

In dem Moment, in dem ich für die Sache eintrete, für das Große, für die Vision, werde ich mich für einen Altruismus einsetzen, der über das kleine Egozentrisch-Menschliche hinausgeht.

 

Auch dabei heiligt der Zweck nicht die Mittel. Denn werden die Grundintuitionen von Neugier, Offenheit und Herzlichkeit in Frage gestellt werden, wird man selbst zum keinen Egozentrischen. Ergebnisse sind fatal.

 

Genau hierin besteht wohl mit die größte Herausforderung im KeieiDo.

 

 

 

 

 

Niemals für jemanden

Arbeitet man jedoch für jemanden, die Führungskraft, die Geschäftsführung, den Vorstand, wird man die potenziell mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhandene Entfremdung oder gar geistige Verblendung nicht nur hinnehmen. Man wird sie auch unterstützen und fördern.

 

Bewusstmachung und offene Reflexion, auf wohlwollende Weise - die hohe Kunst des KeieieDo - wird auch Geisteskrankheiten als solche erkennen, sie naiv hinterfragen, Konsequenzen eines entmenschlichten Handelns aufzeigen, die Krankheiten dabei jedoch nicht direkt ansprechen.

 

Intuition statt Werte

Dabei geht es nicht um das künstliche Konstukt von Werten, Prinzipien oder Idealen. Künstliche Begriffe wie Ethik und Moral, Ehre und Stolz gibt es nicht. Es sind nur Wortblasen, die auch höchst menschenfeindliche Taten legitimieren.

 

Es geht darum, der eigenen Intuition zu trauen und zu vertrauen. Dann fühlt man, ob etwas, eine Handlung, ein Ideal, ein Lebewesen aus Hass und egozentrischer Wut heraus handelt - auch man selbst.

 

Vertraue Deiner Intuition.

 

Hierum, und darum, sie in sich (wieder) zu entdecken, geht es im KeieiDo - und dann, danach in liebevoller Konsequenz zu handeln.